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Im Interview: Johannes von Hanse Merkur zu “Auslandskrankenversicherung für Langezeitreisende!”

AUSLANDS-KRANKENVERSICHERUNG FÜR LANGZEITREISENDE

Du bist kurz davor deinen Traum einer Langzeitreise zu realisieren und freust dich riesig. Gleichzeit hast du bedenken – was passiert wenn ich krank werde?

Die einfache Lösung: eine Ausland-Krankenversicherung für Langzeitreisende!

Ich selbst bin mehrfach in ärztlicher Behandlung gewesen – immer unerwartet und ich war immer froh eine gute Versicherung zu haben. Das eine mal hatte ich eine schwere Ohrenentzündung nachdem ich in einem See im Dschungel schwimmen war, das andere Mal bin ich nahe am Meer gestürzt und musste am Knie genäht werden (lies jetzt mehr: Die Notfallaufnahme in Byron Bay). Im Interview werden die wichtigsten Fragen geklärt damit du die richtige Versicherung für dich findest.

TRAVELASTIC INTERVIEWPARTNER

Johannes Ganser (c) Hanse Merkur
Johannes Ganser (c) Hanse Merkur

Johannes Ganser, Bereichsdirektor Touristik bei der HanseMerkur Reiseversicherung. 

Als Qualitätsanbieter für Sicherheitskonzepte in der Touristik und dem Bereich Business Travel ist die HanseMerkur Reiseversicherung AG (HMR) zweitgrößtes Unternehmen der touristischen Assekuranz in Deutschland. Sie gehört zur HanseMerkur Versicherungsgruppe, einem bundesweit tätigen, leistungsfähigen und mittelgroßen Personenversicherer. Angeboten werden die Sparten Reise-Kranken- und Notfall- sowie Reise-Rücktritts-, Reisegepäck-, Reisehaftpflicht-, Reiseunfall- und Kautionsversicherung.

Was ist eine Auslands-Krankenversicherung?

Gesetzlich versicherte Bürger genießen im Rahmen ihrer Krankenversicherung zwar Schutz in allen EU-Ländern sowie einigen wenigen weiteren Ländern Europas und können mit der in ihrer Versichertenkarte integrierten „European Health Insurance Card“ (EHIC) Leistungen in Anspruch nehmen. Allerdings beschränken sich diese auf die medizinisch notwendige Versorgung bei akuten Erkrankungen oder fortlaufende Versorgung bei chronischen Leiden (z.B. Diabetis) nach den Vorgaben, die in diesen Ländern gelten und manche Ärzte möchten für eine Behandlung trotz EHIC lieber Bargeld sehen. Eine sehr wichtige Leistung, der medizinische Rücktransport eines Patienten nach Deutschland, ist generell ausgeschlossen und kann nur über eine private Auslands-Krankenversicherung versichert werden.

Spätestens außerhalb europäischer Grenzen gibt es keinerlei Versicherungsschutz mehr und alle anfallenden Kosten müssen von den Reisenden dann komplett aus eigener Tasche bezahlt werden. Dies kann sehr schnell die persönliche finanzielle  Existenz ruinieren. (mehr zum Thema “Finanzen auf Reisen”)

Die Auslands-Krankenversicherung der HanseMerkur hingegen garantiert die Kostenübernahme von medizinischer Versorgung, egal an welchem Ort der Welt sich der Reisende befindet. Neben klassischen Heilbehandlungen beim Arzt oder im Krankenhaus werden u.a. auch Kosten für Bergung und Transport, Überführungs- bzw. Bestattungskosten übernommen, Betreuungsleistungen wie Informationsübermittlung zwischen behandelnden Ärzten gewährleistet oder Beförderungskosten für die Reise einer dem Versicherten nahestehenden Person ans Krankenbett gezahlt. Auch der medizinisch sinnvolle, nicht nur notwendige, Rücktransport bei Transportfähigkeit der versicherten Person ist im Leistungskatalog enthalten.

Warum gibt es eine Auslands-Krankenversicherung speziell für Langzeitreisende?

Die Beweggründe, warum eine Reise unternommen und wie lange sie dauern wird, sind in der globalisierten Welt sehr vielschichtig. Diesen unterschiedlichen Bedürfnissen tragen wir mit unterschiedlichen Angeboten Rechnung. So sind z.B. die Prämien für die klassische Pauschalreise nach definierten Dauern gestaffelt, für den länger Reisenden gibt es ab einer Mindestreisedauer hingegen Tagesprämien. So können, bei gleichen Leistungen, Risiken individueller berechnet werden und dies ermöglicht eine fairere Prämienkalkulation.

Bin ich dazu verpflichtet eine Auslands-Krankenversicherung abzuschließen?

Eine Verpflichtung hierzu gibt es nicht, allerdings ist jedes Reisebüro gesetzlich verpflichtet, auf die Möglichkeit einer Versicherung hinzuweisen. Im eigenen Interesse sollte allerdings niemals auf die Krankenversicherung verzichtet werden, da im Falle eines Falles keinerlei Hilfe zur Verfügung steht und die anfallenden Kosten die finanzielle Existenz ruinieren können.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung in Deutschland?

Bei einem längeren Auslandsaufenthalt sollte der Reisende mit seiner gesetzlichen bzw. privaten Krankenversicherung klären, ob der Versicherungsschutz „ruhen“ kann, oder welche Möglichkeiten bestehen, den Vertrag während der Reise möglichst prämiengünstig zu stellen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Vertrag unverzüglich wieder in Kraft gesetzt werden kann, auch wenn die Reise vorzeitig beendet wird.

Kann jeder eine Auslands-Krankenversicherung abschließen?

Grundsätzlich ja. Einzelheiten bezüglich der Versicherbarkeit stehen in den jeweiligen Tarifen.

In welchen Ländern gilt die Versicherung?

Die Versicherung gilt ohne jegliche Ausnahme weltweit. Auch hierzu stehen die genauen Einzelheiten in den jeweiligen Tarifen

Was muss ich vor, während und nach meiner Reisen erledigen?

Vor der Reise sollte mit dem Hausarzt über notwendige Impfungen und Impfauffrischungen gesprochen werden. Der Hausarzt kann sicher auch Tipps geben, was in die mitzunehmende Reiseapotheke gehört.

Außerdem muss der Vertrag vor Antritt der Reise abgeschlossen werden. Mehr ist nicht zu tun.

Der Vertrag endet mit Rückkehr, spätestens zum vereinbarten Zeitpunkt.

Wie viel kostet eine Auslands-Krankenversicherung z.B. für ein Jahr?

Einen Versicherungsschutz bekommt man bei der HanseMerkur bereits ab 1,15 Euro pro Tag. Sollte die Reise auch in die USA und Kanada gehen, gibt es die Tagesprämie aufgrund der sehr hohen Gesundheitskosten dort ab 3,10 Euro.

Was passiert wenn ich spontan 3 Monate früher/später zurück nach Deutschland reise?

Es kommt häufig auf den Grund der vorzeitigen, verspäteten oder vorübergehenden Rückkehr an. Wenn es das Reiseende ist, wird der Vertrag beendet und ggf. zu viel gezahlte Prämie zurück erstattet. Wenn ich länger im Ausland bleibe, muss der Vertrag ggf. verlängert werden.

Wenn es ein Heimaturlaub ist (z.B. während eines Studienaufenthaltes im Ausland) kann dieser je nach Tarif möglich sein. Es gibt sehr viele Konstellationen, die ausgehend von der jeweiligen Situation und dem abgeschlossenen Tarif beantwortet werden müssen.

Wie kann ich meine Auslands-Krankenversicherung kündigen und was ist zu beachten?

Es sind ggf. Kündigungsfristen und Sonderkündigungsrechte zu beachten. Generell muss die Kündigung schriftlich erfolgen.

Ich habe einen Unfall – wie verhalte ich mich am besten?

Kleine Wunden können nach dem Reinigen mit einem Pflaster selbst versorgt werden, wenn vor Antritt der Reise alle Impfungen aufgefrischt wurden. Sollten trotzdem Entzündungen auftreten, ist ein Arztbesuch empfehlenswert.

Bei größeren Verletzungen sollte in Arzt aufgesucht werden.

Ich bin krank – wie verhalte ich mich am besten?

Hier gibt es keine generelle Antwort. Jeder kennt seinen Körper am besten und weiß was ihm gut tut. Bei kleineren Erkrankungen sollten zunächst Medikamente aus der mitgenommenen Reiseapotheke zum Einsatz kommen. Tritt keine Besserung ein, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Ich muss zur Behandlung in ein Krankenhaus – wie begleiche ich die Rechnung?

Bei einem stationären Krankenhausaufenthalt wird einfach unser weltweiter Notrufservice, der rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche zur Verfügung steht, informiert. Dieser setzt sich dann mit dem Krankenhaus in Verbindung und klärt alles Weitere. Die Kontaktdaten sind in den Versicherungsunterlagen enthalten.

Wie erhalte ich die Erstattung aller angefallenen medizinisch notwendigen Kosten?

Damit die Kosten für Behandlungen erstattet werden können, sind entsprechende Rechnungen mit Angaben zum Namen und Adresse des Behandlers, Namen des Patienten, sowie Behandlungsort, Behandlungsdatum, Art der Behandlung und der jeweiligen Rechnungsbeträge zusammen mit einem Zahlungsnachweis einzureichen.
Hört sich nach viel Angaben an, aber grundsätzlich ist jedem Arzt bekannt, wie eine Rechnung auszusehen hat. 

Welche Tipps hast du für Langezeitreisende?

Regionen meiden, vor denen das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland warnt. Man sollte sich auch über regionale Gesundheitsrisiken und benötigten Impfschutz informieren. Es macht auch Sinn, sich vorab bei seinem Krankenversicherer zu melden und dort nach Besonderheiten und wichtigen Informationen zum Thema Gesundheit für das jeweilige Zielland zu informieren. Die Mitarbeiter des Versicherers verfügen häufig über Erfahrungen und wichtige Informationen, die hilfreich sein können.

Vielen Dank an Johannes von der HanseMerkur für die Zeit und hilfreichen Antworten zur Auslands-Krankenversicherung.


Hinweis: Bei diesem Interview handelt es sich nicht um eine Beratung zu Versicherungen. Es werden ausschließlich subjektive Meinungen und Erfahrungen wieder gegeben. Für eine individuelle Beratung ist ein Gespräch mit den entsprechenden Fachleuten notwendig.


Die Notfallaufnahme von Byron Bay – Teil II

…zurück zu Teil I

DRACHE AM WEGESRAND

Es ist früher Nachmittag als ich mit dem Auto zurück in die Innenstadt von Byron Bay fahre. Mein Auto parke ich leicht außerhalb und laufe Richtung Fußgängerzone. Plötzlich erschreck ich mich – ein Drache am Wegesrand. Kein Scherz! Direkt neben dem Fußgängerweg ist eine große Echse und wärmt sich in der Sonne. Die Echse rennt nicht weg, bewegt sich kaum, aber beobachtet mich sehr aufmerksam. Ich schieße ein Bild aus angenehmer Entfernung und beobachte auch umgekehrt jedes einzelne Detail. Nachdem wir beide uns ausreichend kennen gelernt haben führe ich meinen Weg fort.

BUMMELN IN BYRON BAY

Berühmtheiten beim Videodreh in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer
Berühmtheiten beim Videodreh in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer

Byron Bay hat eine sehr schöne, kleine Innenstadt die zum Bummeln und Chillen einlädt. Überall sind kleine Läden mit einer tollen und immer wieder einmaligen Auswahl an Kleidungsstücken, Einrichtungsgegenständen und Kleinkram sowie Cafés, Restaurants und Bars mit einer guten Auswahl bei der jeder etwas für sich entdeckt. In einem versteckten Hinterhof esse ich in einem veganen Restaurant zu Mittag. Anschließend statte ich noch ein paar Läden einen Besuch ab und gehe nochmal Richtung Strand.

NOTFALLAUFNAHME IN BYRON BAY

Steinstrand in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer
Steinstrand in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer

Ich gehe den Gehweg entlang immer näher an den Strand. An einer Kreuzung liegt auf Augenhöhe ein Biergarten in dem das Leben tobt. Dann entdecke ich eine junge Frau mit einem kleinen Papageien auf der Schulter – ich nehme den Moment wahr, gehe aber weiter und überquere die Straße. Auf der anderen Straßenseite stelle ich fest, dass meine Begleitung bei der jungen Frau stehen geblieben ist. Nicht um zu flirten, sondern um ein Bild mit dem Papagei zu machen (der Vogel ist übrigens ein Haustier der jungen Frau). Ich will zurück gehen und passe eine Sekunde nicht auf, knicke mit dem rechten Fuß um, falle mit den linken Knie auf den Asphalt und stütze mich gerade noch im letzten Moment mit meinen Händen ab. Meine Kamera fällt nach vorne – bekommt aber keine Kratzer ab. Alles andere liegt auf dem Gehweg und der Straße verteilt.

Ich liege halb auf der von Autos befahrenen Straße und kann nicht mehr aufstehen. Mein Knie hört nicht auf zu bluten. Mein Fuß ist dick angeschwollen,  ich kann nicht mehr auftreten und meine Hände sind auch mitgenommen. Sofort sind eine Dame und ein Herr an meiner Seite. Beide helfen mir von der Straße wieder auf den Gehweg zu kommen. Die Dame holt mir im Biergarten kühles Eis. Der Herr sagt meiner Begleitung Bescheid, die zunächst nichts davon  mitbekommen hat.

Was ist passiert? Der Bordstein war höher als üblich, direkt danach kam nicht die flache Straße, sondern noch ein gewölbter Wasserabfluss. Die Höhenunterschiede, die Wölbungen und vor allem die fehlende Achtsamkeit haben zu meinem Unfall geführt. Ich wurde in den Biergarten getragen um mich auf eine Bank zu legen und den Fuß zu kühlen. Ein freundlicher Mann am Tisch hat dafür gesorgt, dass ich mich gut unterhalte während meine Begleitung das Auto geholt hat. Damit ging es dann direkt zur Notfallaufnahme in Byron Bay.

ÄRZTLICHE VERSORGUNG IN BYRON BAY

Im kleinen Krankenhaus angekommen sind die ersten Fragen offensichtlich: Waren Sie surfen? Waren Sie am Strand? Haben Sie Alkohol getrunken? Ja! Fast! Nein!

Das ärztliche Personal ist sehr freundlich und kümmert sich gut um mich. Meine Wunde am Knie ist tiefer als erwartet und muss genäht werden. Die nächste Zeit darf ich mein Knie nicht beugen um die Wunde nicht wieder zu öffnen. Meinen Fuß muss ich schonen und kann erstmal nicht auftreten. Mit dem rechten Fuß nicht auftreten können, das Linke Bein nicht biegen dürfen. Jetzt stell dir mal bitte vor wie ich aussah wenn ich von A nach B wollte! Ja genau, es hatte so ziemlich jeder etwas zu lachen 😉

AUSLANDS-KRANKENVERSICHERUNG

Heute ist ein Tag an dem ich dankbar für eine gute Auslands-Krankenversicherung bin. Bevor ich Deutschland für meine Weltreise verlassen habe, musste ich meine gesetzliche Krankenversicherung kündigen und habe mich für eine private Auslands-Krankenversicherung entschieden. Im Krankenhaus von Byron Bay musste ich zunächst – wie üblich – alles Bar zahlen. Das habe ich dann auch ziemlich schnell in meiner Reisekasse gemerkt.

Die Rechnung, die Diagnose und eine kurze Stellungnahme zum Unfallhergang habe ich am gleichen Tag an meine private Auslands-Krankenversicherung per E-Mail gesendet. Die Gutschrift kam nur ein paar Tage später direkt auf mein Girokonto. Wenn du mehr zum Thema Auslands-Krankenversicherung erfahren willst, schau mal bei der Travelastic Themenreihe vorbei.

EIN ANSTRENGENDER TAG GEHT ZU ENDE

Campingplatz von Byron Bay beim Frühstück (c) Photography by Francesca Bommer
Campingplatz von Byron Bay beim Frühstück (c) Photography by Francesca Bommer

Mein Tag in Byron Bay, der so schön entspannt gestartet hat geht langsam auf dem Campingplatz zu Ende. Ich habe keine Energie mehr und will nur schlafen. Dabei beobachte ich den klaren Sternenhimmel und bin dankbar für die vielen hilfsbereiten Menschen an diesem Tag.


Die Notfallaufnahme von Byron Bay – Teil I

Der östlichste Punkt Australiens – Byron Bay. Ein wirklich schöner Ort für einen Küstenspaziergang, zum bummeln in der Stadt, entspannen am Strand und natürlich surfen in den milden Wellen. Strahlend blauer Himmel, eine angenehme Brise zur Abkühlung und jede Menge lieber Menschen – auch in der Notfallaufnahme, nachdem mein Tag eine unschöne Wendung nahm.

KÜSTENWEG VON BYRON BAY

In meinem 14. Monat in Australien freue ich mich in Byron Bay anzukommen und das an einem so schönen Mai-Tag. Es sind, wie so oft, hohe Temperaturen. Da kommt die Brise vom Meer gerade recht. Immer wieder eine angenehme Abkühlung, dazu mein Lieblingshut auf dem Kopf und meine Spiegelreflex Kamera dabei um die farbenprächtigen Eindrücke für Dich festzuhalten (schau mal bei Photography by Francesca Bommer für mehr Bilder vorbei).

Früh morgens starte ich gemütlich in den Tag, mit frischen Kaffee und Obstsalat am Strand. Im Anschluss beginne ich meinen herrlichen Spaziergang auf dem Küstenweg von Byron Bay, vorbei an grünbewachsenen Hügel die schroff im felsigen Meer münden. Immer wieder genieße ich den Schatten der Bäume als Schutz vor der starken Sonne. Die salzige Luft atme ich tief in die Lungen ein. Ich liebe diesen entspannten Start in den Tag. Noch sind nicht viele Leute unterwegs, die wenigen am Strand warten auf gute Wellen und treiben Sport.

LEUCHTTURM VON BYRON BAY

Leuchtturm von Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer
Leuchtturm von Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer

Mein Weg führt mich immer weiter den Berg hinauf, die Klippen werden immer steiler und gefährlicher. Die Naturtreppen nehmen zu und hinter der nächsten Kurve sehe ich ihn – den Leuchtturm von Byron Bay. Die Aussicht ist gefühlt grenzenlos. Die vielen Blautöne des Meeres sind unglaublich und der strahlend weiße Leuchtturm von Byron Bay wacht über alles.

Im Leuchtturm selbst besteht die Möglichkeit den Turm bis unters Dach zu entdecken. In den Räumlichkeiten ist ein kleines Museum eingerichtet in welchem die Geschichte des Leuchtturms von Byron Bay ausgestellt wird.

DEIN SELFIE IN BYRON BAY

Fotopol beim Leuchtturm von Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer
Fotopol beim Leuchtturm von Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer

Auf der Aussichtsplattform entdecke ich eine tolle Installation für Reisende: Den Fotopol.

Der Fotopol ist ein einbetonierter Stativersatz. Ich schraube meine Kamera auf und schieße direkt ein paar Selfies – das muss auch immer mal wieder sein. Wie ich finde ist der Fotopol eine Klasse Idee – das sollte es öfter geben.

EIS UND EIN SCHWARZER RAABE

Eine kleine Pause im Bistro nahe am Leuchtturm von Byron Bay bietet die perfekte Gelegenheit für ein leckeren Eis – und den schwarzen Raaben. Der hübsche Raabe beobachtet aus sicherer Entfernung die vielen Menschen und vor allem deren Leckereien. Immer wieder fällt ungewollt ein Krümel oder etwas mehr vom Tisch. Nur wenigen Wimpernschläge später hat sich der Raabe seine leichte Beute geholt. Ich füttre den Raaben nicht – warum? Es handelt sich um ein wildes Tier, das nicht verlernen sollte sein Futter selbst suchen und fangen zu müssen. Daher: Lieber beobachten, nicht füttern.

DER ÖSTLICHSTE PUNKT AUSTRALIENS IN BYRON BAY

Der östlichste Punkt Australiens in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer
Der östlichste Punkt Australiens in Byron Bay (c) Photography by Francesca Bommer

Ich nehme zunächst den gleichen Küstenweg in Byron Bay zurück – ca. bis zur Mitte des Weges. Dann führt mich ein steiler Weg hinab an einen verhältnismäßig kurzen Küstenarm – was ich hier will? Den östlichsten Punkt Australiens erobern. Der Wind will meinem Hut den großen weiten Ozean näher zeigen – ich bin jedoch schneller und kann meinen Lieblingshut noch festhalten. Die großen wilden  Wellen schlagen immer wieder stark gegen die felsige Brandung und sorgen für ein echtes Naturschauspiel, von dem ich mich nur schwer lösen kann.

Wie so oft reicht es mir nicht nur an einem Punkt mit vielen zu stehen, sondern beginne zu klettern – näher ans Wasser. Es ist ein besonderer Moment, hier bin ich ein paar Momente einfach nur für mich – am östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Ich denke an meine bisherige Zeit in Australien zurück, an mein Leben im Outback, an meine Zeit im Dschungel, an Melbourne – eine meiner australischen Lieblingsstadt und freue mich so sehr hier zu sein. Ich freue mich über alles was ich erleben durfte und erlebe einen riesigen Glücksmoment, für den ich dankbar bin.

KLETTERN IN DER BRANDUNG VON BYRON BAY

Ich entscheide mich direkt am Meer entlang zurück zu meinem Auto zu laufen. Zunächst geht es über die grünbewachsenen Hügel, dann ist plötzlich Schluss. Umdrehen oder klettern! Ich entscheide mich über die eher niedrigen, aber dennoch scharfkantigen, rutschigen und steilen Felsen zu klettern um an den nächsten Strand zu gelangen. Gesagt getan. Ganz trocken schaffe ich es nicht meine Kletterpartie zu beenden, das ist allerdings nur halb so schlimm – wieder eine willkommene Abkühlen.

weiter geht es in Teil II am 4. März…


Travelastic Adventskalender 2016


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Im Interview: Anja von das Fliegende Klassenzimmer zu “Warum bist Du Blogger?”

Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog
Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog

Auch, wenn es allem SEO Gedöhne etc. widerspricht, mein Blog ist ein Mix aus Unterrichtsbeiträgen, Hinweisen auf solche und Themen rund um das Thema Reisen. Kurz gesagt: Mein Blog ist eben mein Blog. Deshalb wechseln vermutlich auch die Genres. Mal eine nüchterne Tourenbeschreibung, dann wieder ein ausführliches Reisetagebuch oder eine sarkastische Momentaufnahme. Gleiches gilt für die Unterrichtsbeiträge. Hier versuche ich die Waage zwischen kostenlosen Beiträgen, kostenpflichtigen und Werbung für meine Veröffentlichungen zu halten.

WARUM BIST DU BLOGGER?

Du liebst es zu schreiben, deine Gedanken mit Fremden zu teilen, neue Produkte zu testen, Menschen zu inspirieren, deinen Alltag zu teilen. Du bist Blogger! Warum bloggst du und über welche Themen? Was ist dir wichtig und was weniger? Ist es nur Zeitvertreib für dich oder willst du etwas bewegen? Erzähle mir warum du Blogger bist. Travelastic berichtet heute von Anja von dem Blog “Das fliegende Klassenzimmer”

Welche Begriffe treffen auf Dich zu und warum? (Blogger, Digitaler Nomade, Globetrotter, Quer-Denker, Abenteurer)

Uff, das ist schwer. Zum einen, weil ich mich mit so Kategorien immer etwas schwer tue, denn sie haben für mich auch was mit Abgrenzung zu tun. Zum anderen, weil ich die meiste Zeit ja ein fast normales Leben führe. Gut ich bin gerne unterwegs und es gibt im Moment nichts schöneres für mich als nach einem anstrengenden Tag auf dem Rad auf meiner Isomatte zu sitzen und etwas zu kochen. Aber erstens sage ich ganz bewusst „Im Moment“, denn das kann ja in ein paar Jahren schon wieder ganz anders aussehen. Vielleicht gibt es dann nichts schöneres als … keine Ahnung, mit Reisen und Zelt wird es aber in jedem Fall zu tun haben. Und zweitens gibt es ja auch die vielen Tage und Wochen an denen ich morgens aufstehe, damit meine Tochter rechtzeitig zur Schule kommt und ich anschließend auch zur Arbeit gehe oder eben an den Schreibtisch, um Unterrichtsmaterialien zu erstellen, was ja auch Arbeit ist.

In welcher Form bist Du zum aller ersten Mal mit dem Bloggen in Berührung gekommen?

 

Unbewusst immer bei meiner Recherche nach Unterrichtsthemen und Informationen. Bewusst darüber nachgedacht, selber einen Blog zu machen habe ich in einer mehr oder weniger verzweifelten Nacht, als ich mich mal wieder gefragt habe, wie ich meine ganzen Ideen am Besten an die Menschheit bringen kann und im Idealfall auch noch Geld damit verdiene.

An welchen Orten bloggst Du?

 

 

Eigentlich überall. Ich bin ja noch nicht so lange dabei, angefangen habe ich natürlich an meinem Schreibtisch. Nach Weihnachten habe ich mir dann ein Tablet gekauft und nun weite ich meinen Radius immer weiter aus. Im Moment bevorzuge ich den Balkon und der Text über die Zugfahrkarte ist entstanden als ich auf einer Bank im Grünen gesessen habe und meiner Tochter bei der Reitstunde zugeguckt habe, na ja oder eben nicht zugeguckt habe.

Was ist ein No-Go auf einem Blog?

 

 

Ein absolutes NO-GO und das betrifft nicht nur Blogs sind für mich rassistische, fremdenfeindliche und in jedweder Weise diskriminierende Äußerungen.

Was ist ein Must-Do auf einem Blog?

 

 

Oje, da triffst du einen wunden Punkt. Ich finde es total wichtig, dass man weiß, mit wem man es zu tun hat. Sprich eine ordentliche Seite ÜBER MICH. Wunder Punkt deshalb, weil ich mich da selber noch scheue. Fotos von mir sind nicht so mein Ding, ich bin eben keine zwanzig mehr und sehe in Radklamotten auch nicht so prickelnd aus. Na ja mit diesem Interview gebe ich ja immerhin ein Foto preis, In Zeiten von Selfies, Facebook, etc. werden das viele sicher nicht verstehen, aber ich habe mich innerhalb kürzester Zeit entschieden sozusagen die analoge Welt zu verlassen und nun taste ich mich sozusagen Schritt für Schritt vor. Wer weiß, vielleicht gibt es in ein paar Jahren Bikinibilder, wobei ich hoffe, soweit wird es nicht kommen.

Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

 

 

Das ist eigentlich ganz unterschiedlich. Natürlich gucke ich mir auch andere Blogs an, aber meistens fallen mir einfach Bruchstücke und Formulierungen ein und die versuche ich dann zu einem Text auszubauen.

Ein perfekter Tag als Blogger?

 

 

Ist doch klar oder? Morgens in der Sonne sitzen und einen Artikel schreiben und den Tag über verfolgen, wie die Säule in der Statistik nach oben schnellt. Der krönende Abschluss sind dann noch ein paar nette Kommentare etc.

Wie waren Deine aller ersten Erfahrungen mit Deinem Blog?

 

Super. Ich fand es einfach klasse, dass sich gleich ein paar Leser gefunden haben und hatte das Gefühl, dass die Idee mit dem Blog vielleicht doch nicht so doof war, wie ich am Morgen nach der Erstellung gedacht habe.

Wie viele Stunden pro Woche investierst Du in das Bloggen?

 

Immer wollen alle von mir wissen, wie viele Stunden ich für was brauche. Das ist bei meinen Unterrichtsbeiträgen auch so, zumal sie teilweise auch stundenweise abgerechnet werden. Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht und es hängt auch von meiner Auftragslage ab. Außerdem habe ich einen Job in dem ich oft Leerlauf habe und schon mal die ein oder andere Zeile schreibe. Na ja und dann gibt es natürlich all die Momente in denen einem Ideen durch den Kopf gehen, was man schreiben könnte. Also Hut ab, vor allen, die hier genaue Zeitangaben machen können, ich kann es nicht. Sicher ist allerdings, dass ich gerne noch viel mehr Zeit für meinen Blog hätte.

Erzielst Du Einnahmen mit dem Bloggen und kannst Du davon leben?

 

Nein, ich nehme zwar an verschiedenen Affiliatetprogrammen teil, aber soweit ich das bisher überblicke ohne Erfolg. Aber mein Traum ist natürlich schon mit 65 irgendwo in Hinterpusemuckel zu sitzen und von dem Blog leben zu können.

Wie bist Du auf Deinen Blognamen gekommen?

 

Eigentlich wollte ich meinen Blog Lebenskünstlerin nennen, aber das gab es irgendwie schon. Na ja und da ich mich ja nicht zwischen einem Blog für Unterrichtsmaterial und einem Reiseblog entscheiden konnte habe ich mich dann für eine Kombination entschieden und da fand ich die Geschichte von Erich Kästner ganz passend. Wobei der Titel etwas irreführend ist, denn ich habe irrsinnige Flugangst und fliege grundsätzlich nicht, wenn zwischen Hin- und Rückflug nicht mindestens vier Wochen liegen.

Eine Woche ohne Technik – wie reagierst Du?

 

Ich weiß es noch nicht. Bis zum letzten Sommer hatte ich nicht einmal ein internetfähiges Handy und ehrlich gesagt hab ich mich immer über die Leute aufgeregt, die Abends auf dem Campingplatz über ihren Computern gehockt haben. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich bald genau zu diesen Leuten gehöre, ich hätte ihn ausgelacht. Aber ich hätte auch jeden ausgelacht, der mir in meiner Motorradzeit gesagt hätte, dass ich die Strecke 10 Jahre später mit dem Rad fahre. Solange ich mit meiner Tochter fahre ist Arbeiten und da gehört für sie auch der Blog dazu, TABU, also werde ich mich heimlich, wenn sie duschen ist mit meinen Mails zufrieden geben und wie in all den Jahren all meine Gedanken erst einmal auf Papier bringen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ordentlich in den Fingern jucken wird.

Wie lange brauchst Du im Durchschnitt für einen Beitrag?

 

Da beißen sich sozusagen Frage 9 und Frage 13 in den Schwanz. Bei manchen Texten setze ich mich einfach hin und sie dauern eben so lange, wie ein Text mit einem immerhin flotten Zweifingersystem braucht und mit anderen verbringe ich Tage und Nächte. Dummerweise weiß ich bis heute nicht, welche letztendlich besser sind.

Welche Reaktionen erhältst Du von Familie und Freunden zu Deiner Tätigkeit?

 

Durchweg positive, denn irgendwie haben mir immer alle in den Ohre gelegen, dass ich schreiben soll. Selbst meine Mutter, die den ganzen neuen Medien eher ablehnend gegenüber steht findet es gut.

Herzlichen Dank an Anja für dieses tolle Interview und die spannenden Themen!


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Gewinne einen Kalender von “360 Grad Australien”

Das Gewinnspiel ist am 24.12.2016 abgelaufen. Die Gewinnerin – Karola – wurde per E-Mail benachrichtigt und der Gewinn – ein Kalender für 2017 von 360 Grad Australien wurde per Post versendet.


Jedes Jahr sucht “360 Grad Australien” nach den besten Australien-Bildern für den Leserfotokalender. Für den Kalender 2017 habe ich mitgemacht und wurde nicht nur auf Facebook von ganz vielen gewählt, sondern auch von der “360 Grad Australien” Redaktion. Damit stand fest, dass ich im Kalender abgedruckt werde. Das war aber noch nicht alles, es wurde noch besser – separat wurde ich informiert, dass mein Bild als Cover gedruckt wird – ich freue mich noch heute darüber!

Hol du dir ein wenig Australien nach Hause zum Träumen und vielleicht als Vorfreude auf deine nächste Reise.

Travelastic verlost unter allen Teilnehmern am Gewinnspiel einen gedruckten Kalender für 2017 von “360 Grad Australien” im Wert von 24,95€!

Travelastic Gewinnspiel "360 Grad Australien - Leserfotokalender 2017"
Travelastic Gewinnspiel “360 Grad Australien – Leserfotokalender 2017”

MACH JETZT BEIM GEWINNSPIEL MIT!

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

  • Die Teilnahme am Gewinnspiel setzt die Zustimmung zu den Teilnahmebedingungen voraus. Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen. Travelastic behält sich das Recht vor, bei Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen, Teilnehmer vom Gewinnspiel auszuschließen.
  • Teilnehmer, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation einen Vorteil verschaffen wollen, werden von der Teilnahme ausgeschlossen. Gegebenenfalls wird der Gewinn nachträglich aberkannt und zurückgefordert. Ausgeschlossen wird auch, wer unwahre Angaben zu seiner Person macht.
  • Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich volljährige natürliche Personen, mit einem ständigen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz
  • Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist kostenlos
  • Das Gewinnspiel endet am 23. Dezember 2016 um 23:59 Uhr
  • Der Gewinner wird per E-Mail informiert
  • Der Gewinner erhält einen kostenfreien gedruckten Kalender für 2017 von “360 Grad Australien”
  • Der Gewinn wird ohne Rechnung ausgeliefert und es wird auch auf Wunsch keine Rechnung angefertigt. Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich an eine Adresse in Deutschland.
  • Travelastic behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung zu beenden, wenn aus technischen oder rechtlichen Gründen eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet werden kann.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Im Interview: Anja von das Fliegende Klassenzimmer zu “Erzähl mir wer Du bist”

Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog
Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog

Auch, wenn es allem SEO Gedöhne etc. widerspricht, mein Blog ist ein Mix aus Unterrichtsbeiträgen, Hinweisen auf solche und Themen rund um das Thema Reisen. Kurz gesagt: Mein Blog ist eben mein Blog. Deshalb wechseln vermutlich auch die Genres. Mal eine nüchterne Tourenbeschreibung, dann wieder ein ausführliches Reisetagebuch oder eine sarkastische Momentaufnahme. Gleiches gilt für die Unterrichtsbeiträge. Hier versuche ich die Waage zwischen kostenlosen Beiträgen, kostenpflichtigen und Werbung für meine Veröffentlichungen zu halten.

ERZÄHL MIR WER DU BIST

Travelastic berichtet nicht nur von Reisezielen und Aktivitäten, sondern auch von Menschen. Von Menschen aus aller Welt. Die Geschichte eines jeden ist das, was die Welt und das Reisen so faszinierend macht.

Jeder hat seinen eigenen Lebensstil, eigenen Prioritäten, eigene Vorstellungen vom Leben. Genau das ist es, was dich unter anderem ausmacht. Du zeigst eine von vielen Varianten, ein inspirierendes, glückliches Leben zu leben. Es gibt kein richtig und kein falsch.

Du glaubst, dein  Leben ist nicht besonders? Dann geh auf reisen und lerne, wie besonders du und dein Leben sind. Lerne, dass jeder eine Geschichte zu erzählen hat. Dein Leben ist für einen Menschen im Urvolk mitten im Dschungel eine unglaubliche Geschichte, ebenso wie du fasziniert vom Leben im Dschungel oder vom Wüstennomaden bist. Travelastic veröffentlicht Geschichten von Menschen. Travelastic berichtet von dir und heute von Anja von dem Blog “Das fliegende Klassenzimmer”

Francesca: Was sind Deine herausstechenden Eigenschaften?

Anja: Ich behalte solange die Ruhe bis ich  innerlich koche und nur noch brüllen kann. Aber davon abgesehen, meint zu mindestens mein Umfeld, dass ich gut erzählen und schreiben kann. Ohne jetzt nazistisch wirken zu wollen, manchmal stimme ich sogar zu.

Francesca: In welchen Städten / Ländern / Kontinenten hast Du gelebt?

Anja: Ich bin in Köln geboren und habe dreizehn Jahre meines Lebens in Tübingen gelebt. Bis ich wieder nach Köln, bzw. nach Bergisch Gladbach gezogen bin. Zuhause fühle ich mich allerdings überall dort, wo ich die Heringe für mein Zelt in den Boden schlagen kann.

Francesca: Welches waren wichtige Ereignisse in Deinem Leben?

Anja: Das hört sich jetzt vielleicht pathetisch an, aber es war tatsächlich die Geburt meiner Tochter.

Francesca: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Anja: Mal ehrlich, müssen Reiseblogger immer glücklich sein? Ich  für meinen Teil kenne durchaus Tage an denen mich das Kopfkino nicht in Ruhe lässt und ich mir über Tod und Teufel Sorgen mache. Um dem zu entgehen, versuche ich im Heute zu leben, wenn das nicht hilft gibt es immer noch Gesichtsmasken und Schaumbäder oder ein gutes Buch. Kommt es ganz hart empfehle ich Schokoladeneis mit Schlagsahne im Schaumbad mit Gesichtsmaske.

Francesca: Was entfaltet bei Dir große Emotionen?

Anja: Wenn viele Menschen zusammen etwas Gutes erreichen.

Francesca: Wie sieht Dein persönlicher Lebensentwurf für Deine Zukunft aus?

Anja: Ganz einfach, ich habe gar keinen Lebensentwurf, dass habe ich vor circa sechzehn Jahren bemerkt, als ich mit meiner Tochter schwanger war und ich nicht wusste ob ich das Kind wirklich haben wollte. Damals sagte eine Freundin zu mir:,, Anja du musst wissen, ob das Kind in dein Lebensentwurf passt!“ Da erst ist mir klar geworden, dass ich gar keinen Lebensentwurf hatte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Klar gibt es viele Dinge, die ich gerne noch machen möchte, aber ich habe auch gelernt, dass es oft anders kommt als man denkt. Was ich in keinem Fall will, ist eine typische alte Frau werden, aber das sagen sicher alle in einem gewissen Alter und werden es dann doch. Mir schwebt da eher so etwas wie Wagenburg vor. Aber auch das sehe ich realistisch: welche Wagenburg hat schon Bock auf eine alte Rentnerin. Ich lass es einfach mal auf mich zukommen, das hat bisher auch immer ganz gut funktioniert.

Francesca: Welchen Einfluss hat Deine Umgebung auf Deinen Charakter und Dein Handeln?

Anja: Ich denke, dass man sich noch so oft vornehmen kann, sich nicht von seiner Umgebung beeinflussen zulassen, doch gelingen tut es vermutlich in den seltensten Fällen. Dennoch versuche ich immer meinen eigenen Weg zu gehen und meine Meinung und zu vertreten.

Francesca: Wie sieht ein typischer Tag in Deinem Leben aus?

Anja: Ich ärger mich, weil meine Tochter um kurz vor 6 aufsteht, obwohl sie erst um 7.30 aus dem Haus geht und ich jedes Mal wach werde. Um kurz vor 7 dröhnt dann ein Mama durch mein Zimmer und ich quäle mich mühsam aus dem Bett und leiste ihr beim Frühstück Gesellschaft. Ich selber bekomme um die Uhrzeit noch nicht runter. Wenn sie weg ist mache ich mich fertig und gehe je nach Wochentag arbeiten oder schreibe an meinen Unterrichtsbeiträgen. Abends essen wir dann gemeinsam und zweimal die Woche gehe ich schwimmen. Wenn ich richtig gut drauf bin schaffe ich es nach der Arbeit auch noch für eine kurze Runde auf’s Rennrad, aber das ist leider viel zu selten.

Francesca: Wie setzt Du das Thema “Nachhaltigkeit” um?

Anja: Ganz einfach: Ich fahre Rad und Zug. Wobei ich ehrlich gesagt dabei auch aus der Not eine Tugend gemacht habe, denn erstens habe ich kein Auto und zweitens habe ich Flugangst. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mit Auto auf mein Rad verzichten würde. Ich finde einfach, dass man nicht jeden Kilometer mit dem Auto zurücklegen muss. Gleiches gilt für den Flieger. Klar gibt es Ziele, die mit der Bahn nicht gehen, aber es gibt auch ganz viele Locations, die man durchaus mit der Bahn erreichen kann und ich kann allen Nichtbahnreisenden nur sagen: „Die DB ist immer für ein Abenteuer gut, zumindest, wenn man ein Rad dabei hat.“

Francesca: Wie engagierst Du Dich sozial?

Im Moment leider gar nicht, da ich zu viel arbeite und das bereitet mir auch immer wieder ein schlechtes Gewissen. Aber ich schaffe es einfach nicht mich regelmäßig irgendwo einzubringen. Dafür versuche ich bei meiner Arbeit so viel zu helfen, wie möglich. Beispielsweise indem ich immer wieder versuche Dolmetscher aus dem nahegelegenen Dönerladen heranzuziehen, wenn es bei mir Verständigungsproblemen kommt. Na ja und wenn dann mal wieder so ein paar rechte Spinner Stimmung machen versuche ich auch bei der Gegendemonstration dabei zu sein.  Und wenn es letztendlich auch nur die Tat einer Schreibtischtäterin ist: Indem meine Unterrichtsbeiträge sensible Themen behandeln hoffe ich natürlich in dem ein oder anderem Schüler eine gewisse Sensibilität zu wecken.

Herzlichen Dank an Anja für dieses tolle Interview und die spannenden Themen!


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Inspirierende Reisezitate


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Im Interview: Jonas von JourneyBook zu “Deine Stadt”

Jonas von JourneyBook berichtet heute von seiner Stadt – Hannover in Niedersachen.

DEINE STADT

Travelastic berichtet nicht nur von Menschen und Aktivitäten, sondern natürlich auch von Reisezielen aus aller Welt. Jede Stadt ist einzigartig durch die Menschen, die Infrastruktur, die Architektur, Restaurants und Bars, Events und Festivals, Sightseeing-Points uvm.

Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte, geheime Lieblingsplätze, must do’s und no go’s. Was macht deine Stadt zu deiner Stadt? Was macht deine Stadt so besonders? Was gibt es nur in deiner Stadt?

Francesca: In welcher Stadt lebst Du?

Jonas: Hannover / Niedersachsen / Deutschland

Francesca: Was ist für Dich das besondere an Hannover?

Jonas: Hannover ist „grüner“ als viele denken und oft erlebt man, wenn Leute von Außerhalb her ziehen, dass diese dann positiv überrascht sind, wenn du Hannover kennen lernst. Sicher gibt es einige weniger schöne Ecken, aber die Kunst besteht ja darin das Schöne zu sehen und an schöne Orte zu gehen anstatt sich über Macken zu beschweren!

Francesca: Wer sollte Hannover besuchen/nicht besuchen?

Jonas: Wer ein Faible für Feuerwerke hat, ist in Hannover genau richtig – gefühlt vergehen keine zwei Wochen ohne Feuerwerk (zumindest im Sommer).

Francesca: Welche speziellen Tipps hast Du um die Geheimnisse von Hannover zu entdecken?

Jonas: Das gilt nicht nur für Hannover, aber wenn du die Bewohner der Stadt nach ihren Lieblingsecken fragst, bekommst du viele Empfehlungen. Das passt vom Restaurant bis zur Disco oder einem Event.

Francesca: Mit welchen Problemen und Herausforderungen muss ein Reisender in Hannover rechnen?

Jonas: Man sagt Hannoveraner seien nicht herzlich oder freundlich, aber das hält sich meiner Meinung nach in Grenzen.

Francesca: Wie lernt ein Reisender Hannover am Besten kennen?

Jonas: Ein super Start ist das Neue Rathaus (Wichtig: Auch wenn es alt aussieht – es ist neuer als das „Alte Rathaus“) – dort kannst du mit einem schrägen Lift auf die Kuppel hinauffahren und hast von dort einen super Ausblick. Man ist auch in der Nähe vom Maschteich und Maschsee und kann zu Fuß in die Altstadt und zur Innenstadt.

Francesca: Wann ist die Beste Reisezeit für Hannover?

Jonas: Juni, Juli, August

Francesca: Warum ist das die Beste Reisezeit?

Jonas: Weil du im Sommer Parks, Seen und Teiche am besten genießen kann und draußen picknicken oder etwas unternehmen kann.

Francesca: Wie lange sollte ein Reisender für Hannover mindestens/maximal einplanen?

Jonas: Mindesten einen Tag, maximal 6-8 Tage für die Highlights, ansonsten hälst du es auch ein Leben lang hier aus.

Francesca: Warum ist Hannover nicht “perfekt”?

Jonas: „perfekt“ halte ich für subjektiv. Für mich hat sie die richtige Größe und genug zu bieten. Andere sehen vielleicht nur die weniger schönen Stadtteile oder die wenigen Möglichkeiten für Aktivitäten. Da muss Jeder für sich entscheiden was er braucht, was ihm wichtig ist und was vielleicht auch nicht so wichtig.

Francesca: Was hat keine andere Stadt?

Jonas: Abgesehen von den Unmengen an Feuerwerken, gibt es den Maschsee mit dem Maschseefest.

Francesca: Wie hat sich Hannover seit Deiner Ankunft verändert und was denkst Du wie sich diese Stadt zukünftig verändern wird?

Jonas: Hannover selbst hat mich vermutlich nicht sehr verändert. Dafür haben es die vielen Menschen die ich hier kennengelernt habe und die Freundschaften, die sich entwickelt haben.
Für die Zukunft schätze ich, dass Hannover touristisch langsam aber sicher immer attraktiver wird.

Vielen Dank an Jonas von JourneyBook. Erzähl mir von deinem Besuch in Hannover und was du zuletzt in dein JourneyBook geschrieben hast.


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Im Interview: Nathalie von Travelastic zu “Deine Stadt”

TRAVELASTIC GASTAUTORIN NATHALIE

Nathalie Richter (c) N.R.
Nathalie Richter (c) N.R.

Nathalie Richter ist 23 Jahre alt und kommt aus Frankfurt. Sie schreibt für Travelastic aus purer Freude am Schreiben und Geschichten erzählen. Neben Ihrer Vollzeit Tätigkeit beginnt Sie nun als Travel Blogger. Dafür war Sie letztes Jahr für 9 Monate in Südafrika und hat währenddessen Ihre Liebe zum Reisen entdeckt, die Sie gerne mit Dir teilen möchte! Erfahre mehr über Nathalie…hier

DEINE STADT

Travelastic berichtet nicht nur von Menschen und Aktivitäten, sondern natürlich auch von Reisezielen aus aller Welt. Jede Stadt ist einzigartig durch die Menschen, die Infrastruktur, die Architektur, Restaurants und Bars, Events und Festivals, Sightseeing-Points uvm.

Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte, geheime Lieblingsplätze, must do’s und no go’s. Was macht deine Stadt zu deiner Stadt? Was macht deine Stadt so besonders? Was gibt es nur in deiner Stadt?

Francesca: In welcher Stadt lebst Du?

Nathalie: Frankfurt am Main/ Hessen / Deutschland

Francesca: Was ist für Dich das besondere an Frankfurt am Main?

Nathalie: Ich wohne schon seit ich klein bin in Frankfurt, leider bin ich nicht der größte Fan davon. Was ich jedoch an Frankfurt schätze, ist das Internationale und dass du einfach alles, was du brauchst oder toll findest, um die Ecke hast – du musst nicht weit fahren.

Francesca: Wer sollte Frankfurt am Main besuchen/nicht besuchen?

Nathalie: Goethefans sollten auf jeden Fall im Goethehaus vorbeischauen – und allgemein sind Kulturfans in Frankfurt richtig, denn wir haben das Museumsufer!!! Für jeden Fan ist sicher was dabei, denn die Auswahl ist riesig. Auch unser berühmter Weihnachtsmarkt und im Dezember und die “Nacht der Museen” oder das “Museumsuferfest” in Mai/August sind einen Besuch wert.

Francesca: Mit welchen Problemen und Herausforderungen muss ein Reisender in Frankfurt am Main rechnen?

Nathalie: Es ist immer sehr voll und laut und die Menschen sind oft im Stress d.h. die Freundlichkeit lässt oft etwas zu wünschen übrig. Frankfurt ist sehr international – wenn jemand damit nicht umgehen kann, könnte es Probleme geben. Außerdem gibt es leider viele Obdachlose und Drogenabhängige am Frankfurter Bahnhof.

Francesca: Wie lernt ein Reisender Frankfurt am Main am Besten kennen?

Nathalie: Ich würde sagen durch “Coachsurfing” – denn jeder hat seinen Lieblingsspot in der Stadt und so lernst du oft Ecken kennen, die du sonst auf “Standarttouren” nicht sehen würdest! Das ist der beste Weg, um neue Lieblingsrestaurants oder Bars kennenzulernen.

Francesca: Wann ist die Beste Reisezeit für Frankfurt am Main?

Nathalie: Juni, Juli, August

Francesca: Warum ist das die Beste Reisezeit?

Nathalie: Es ist super schöner Sonnenschein und es gibt jede Woche ein neues Fest! Z.b. das Fressgastfest, die italienische Woche, Mainfest…..und viele mehr!

Francesca: Wie lange sollte ein Reisender für Frankfurt am Main mindestens/maximal einplanen?

Nathalie: 1 Woche

Francesca: Warum ist Frankfurt am Main nicht “perfekt”?

Nathalie: Frankfurt ist groß, international und viele Kulturen prallen aufeinander – außerdem gibt es Obdachlosigkeit und viele Menschen mit Drogenproblemen.

Francesca: Was hat keine andere Stadt?

Nathalie: Museumsufer, Goethehaus, das Shoppingcenter “MyZeil”.

Vielen Dank an Gastautorin Nathalie. Wie gefällt dir Frankfurt am Main und welche Tipps hast du für uns?


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