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Cape Town – All in one

Kapstadt! Für mich die schönste Stadt, die ich in meinen Leben bisher gesehen habe. Für manche schon zu touristisch, wobei ich es in der Hochsaison vollkommen verstehen kann, aber ist es nicht überall so? Kapstadt hat alles zu bieten: Berge, Seen, Meer, den Tafelberg, die schönsten Landschaften, alles nur ein paar Kilometer von einen entfernt und trotzdem hast du das moderne Stadtleben. Ich liebe Kapstadt! Es gibt so viele andere tolle Dinge um Kapstadt herum zu sehen, dass ich dir davon in zwei Teilen davon erzählen werde.

Es ist auch sehr interessant zu sehen, wie anders Südafrikaner hier drauf sind. Verglichen mit den Südafrikanern im Norden, sogar schon wie in Knysna, ist ein riesen Unterschied! Sie sind Kapstädter und wissen das auch. Es kommt dem europäischen Standard schon sehr nah! Ob man es mag oder nicht, ist Ansichtssache.

MAGIC OF THE MOTHER CITY

Ein absolutes Highlight ist und bleibt der Tafelberg. Er ist eines der 7 Naturwunder und ich bin sehr stolz, es schon von meiner List gestrichen zu haben! Die Aussicht ist kaum in Worte zu fassen. Außerdem siehst du seltene Pflanzen, die auch nur auf dem Tafelberg wachsen. Es führen mehrere Wandertage (einfach, mittel, schwer) bis nach oben, doch für Faule (wie ich) gibt es auch eine Gondel, die nach oben fährt. Je nach Wetterlage und Season hast du lange oder auch kurze Wartezeiten – das Glück spielt wie immer auch eine Rolle.

Wer neben dem Tafelberg oft verblasst, ist der Lions Head – sehr unfair, denn es ist genauso schön! Super zu bewandern und abends mit einer Flasche Wein und einer Picknickdecke den Sonnenuntergang genießen. Bis zum Signal Hill (ab dort müsstest du nach oben laufen) kannst du auch mit dem Auto fahren, parken, dich dort niederlassen…und das Leben ist schön! Und ich beneide die Südafrikaner, die diese Gelegenheit jeden Tag haben. Sie könnten sich dieses Schauspiel jeden Abend anschauen – denn der Lions Head ist von der Innenstadt nicht sehr weit weg. Einer der Punkte, warum ich Kapstadt so liebe. Übrigens werden auch für den Tafelberg spezielle Sonnenauf- und Untergangswanderungen angeboten, genauso wie Vollmondwanderungen.

Ein absolutes Highlight für mich – als großer Sushi Fan, wie inzwischen schon bekannt – ist der „Cape Town Fishmarket“ an der Waterfront! Donnerstagabend, 18 Uhr und das Buffet ist eröffnet. Es geht kaum besser! Aber nicht nur das Sushi, auch alles andere wird frisch gemacht und das Ambiente ist einfach traumhaft.

WINE & SHOPPING

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Aussicht vom Tafelberg (c) Nathalie Richter

Nicht weit entfernt von Kapstadt liegt Stellenbosch – hier findest du eines der besten Weingebiete der Welt! Von der Landschaft her einfach nur ein Paradies und ein Weingut nach dem anderen. Dazu kannst du dir viele verschiedene Dinge aussuchen. Soll es ganz klassisch sein, Wein mit Käseprobe, oder doch lieber Champagner mit Schokolade oder einer „Cold Meat“ Platte? Ein paar Tage Urlaub in dieser Gegend und du bist wieder bereit, dich in das Stadtleben zu stürmen! Wer ein paar Geheimtipps zu Weingütern haben will, einfach Bescheid geben in den Kommentaren.

Back in the City –  Außerdem hat Kapstadt eine kleine Long Street – eine schöne Boutique nach der anderen. Übrigens auch sehr zu empfehlen: Das „Two Ocean Aquarium“ – ganz in der Nähe der Waterfront und immer einen Besuch wert!

Und jetzt ein kleiner Geheimtipp: Der „Neighbourgoods Market“ im schönen Viertel Woodstock.  Dort präsentieren die Kunst- und Design Studenten ihre eigenen Kreationen, du kannst dir liebevoll gestaltete Ringe, Börsen, Kleider uvm. anschauen und kaufen. Dazu gibt es eine Markthalle mit einem riesen Angeboten von Essen. Frische Wraps, liebevoll kleine Kuchen und Törtchen, Kekse, Salate, Joghurt…der Samstag ist gerettet. Und auch der Stadtteil ist eine schöne Ecke von Kapstadt. Es gibt viele kleine versteckte Lädchen, wo du ein Schmuckstück ergattern kann.

Für Erstbesucher lege ich dir wirklich die „Hop on – Hop off Tour“ ans Herzen – es gibt eine blaue Linie (eine Wein Tour ist hier inklusive – super als Vorgeschmack auf Stellenbosch) und die rote Linie führt durch alle Highlights im Herzen von Kapstadt, z.B. auch das Castle of Good Hope. Die blaue Linie bietet auch einen Einblick in das Township leben und du fährst bis nach Hout Bay – genau auf die andere Seite des Tafelberges, wo du oft das Glück hast, Robben zu sehen (natürlich kannst du auch hier wieder frisches Seafood essen).

So sehr ich Kapstadt auch liebe – ich bleibe im Herzen ein Dorfmädel und war froh, als ich wieder in meinen kleinen Knysna war und ich das ruhigere, langsamere Farmleben (sobald du eine Farm besitzt – südafrikanischer geht es nicht!) wieder genießen durfte!

I AM THE CAPTAIN OF MY SOUL

Natürlich gibt es da noch die ganz typischen Dinge, z.B. Robben Island (oder auch das Stadion, was für die WM im Jahre 2010 erbaut wurde), auf der Nelson Mandela über 20 Jahre festgehalten wurde, immer mit dem Tafelberg im Blick, der ihm Hoffnung geschenkt hat.

Ich möchte dir nur dieses Gedicht kurz zeigen, wo ich schon von Nelson Mandela & Robben Island erzähle. Das kommt im Film „Invictus“ vor, wo über die Rugby Weltmeisterschaft im Jahre 1995 erzählt wird und Mandela es schafft, über die universelle Sprache des Sportes ein Land zu vereinen (sehr zu empfehlen!):

Out of the night that covers me,

Black as the pit from pole to pole,

I thank whatever gods may be

For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance

I have not winced nor cried aloud.

Under the bludgeonings of chance

My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears

Looms but the horror of the shade,

And yet the menace of the years

Finds and shall find me unafraid.

It matters not how strait the gate,

How charged with punishments the scroll,

I am the master of my fate:

I am the captain of my soul.

Geschrieben wurde es von William Ernest Henley. Wer mehr über ihn erfahren möchte, einfach googeln.

Es inspiriert mich unheimlich und auch Mandela hat aus diesem Gedicht Kraft geschöpft, was im Film ausgegriffen wird und als er gestorben ist, hat auch Präsident Obama die letzten beiden Zeilen davon zitiert. Das war nur ein kleiner Mini – Exkurs zu Nelson Mandela….schließlich sind wir hier in Südafrika:

Da gibt es natürlich noch Cape of Good Point, Bo Kapp (die bunten Häuser), die botanischen Gärten von Kirstenbosch (die Blaue Linie vom Hop-on Hop off hält dort auch – bitte steige aus, und schau es dir an!) und natürlich die Pinguine von Boulders Beach. Und so vieles mehr.

Bevor ich dir aber zu viel in einen Artikel verrate und mit Informationen überflute, hebe ich mir das für den zweiten Teil auf! Ich hoffe, ich konnte dir schon mal einen Vorgeschmack auf Kapstadt geben.


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Andere Länder, andere Sitten

Ich gewöhnte mich schnell ein und obwohl ich mich manchmal einsam fühlte, mal mehr mal weniger, genoss ich es doch mehr, als ich es mir anfangs erhofft hatte.

Ein paar Dinge über Südafrika. In Knysna oder auch ganz allgemein. Was mich wohl am meisten beeindruckt – Achtung, Klischee – ist die Lebensfreude! Wie schaffen die Menschen das? Wo es ihnen doch so viel schlechter geht, als uns ach so „reichen“ Menschen in Europa. Wenn ich unsere Lebensfreude vergleiche, fühle ich mich überhaupt nicht reich, sondern eher arm. Vielleicht weil sie die einfachen und alltäglichen Sachen schätzen? Im Hier und Jetzt leben? Ich habe keine Ahnung und habe in dieser Zeit sehr viel über das Leben und die Menschen gelernt und doch ist es in Deutschland so unfassbar schwer, diese neu gewonnene Mentalität auszuleben, ohne als Freak abgestempelt zu werden. Vielleicht kennst du das Gefühl?

Es wurde für mich ganz alltäglich, dass mich Affen zur Arbeit begleiteten, mich Frösche nachts nicht schlafen ließen (das Gequake hörte nie auf….) und riesige Vögel im Garten morgens rumturnten und unsere neugierigen Gäste nach draußen lockten.

Afrikaner sind sehr religiös, deswegen habe ich immer viel „Ärger“  („do you know what you are saying?“) bekommen, sobald ich die uns wohlbekannte Formulierung „Oh mein Gott!” verwendete, sei es auch nur aus Reflex. Das war einer der Dinge, die ich mir schnell abgewöhnen musste. Und dass das „Braai“ hier auch einer Religion gleich kommt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Fleisch gegessen, wie in diesen 9 Monaten. Und noch nie so viel Leckeres! Und Sie lieben Zucker – es ist einfach in jedem Essen, in jedem Drink und dies habe ich auch auf der Waage bemerkt. Manchmal bin ich immer noch überrascht, nicht als Diabetiker zurückgekehrt zu sein.

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Start vom Braai (c) Nathalie Richter

Ein Tipp vorab: Solltest du jemals zum „Grillen“ in Südafrika bei Einheimischen eingeladen sein – bitte esse etwas davor! Das ist nicht wie uns in Deutschland. Wenn du ankommst, gibt es, wenn du Glück hast, 3-4 Stunden danach was zum Essen. Davor wird sich unterhalten und vo rallem sehr, sehr viel getrunken.  Oft gibt es das Grillfleisch erst zum Mitternacht Snack 😉 Das ist eine große Traditionssache – der Teil vor dem Braai, wo alle zusammen kommen, macht am meisten Spaß. Bloß nicht, wenn man mit leeren Magen kommt – ich spreche aus eigener Erfahrung.

In Knysna und Umgebung gibt es ein paar schöne Dinge, die man erleben kann, u.a. den Knysna Elefant Park, eine Autostunde entfernt.  Für dich vielleicht zu touristisch, aber ich finde es eine Erfahrung wert! Live einen Elefanten anzufassen (auch die Zunge) und die Haut zu berühren und zu streicheln ist einfach ein tolles Erlebnis. Außerdem Plettenberg Bay, einen kleinen Nachbarschaftsort, wo es auch tolle Plätze zum Feiern gibt und ein Strand nach dem anderen, dich anlacht und zum Vergnügen einlädt. Es gibt auch einen Golfplatz, dazu noch Leisure Island und Thesen Island.

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Thesen Island (c) Nathalie Richter

Auf Thesen Island gibt es tolle Restaurants und das beste Sushi, was man sich vorstellen kann – schnell wurde ich ein Stammgast und ich habe bisher kaum besseres Sushi gegessen, als dort. Für zukünftige Besuche auf jeden Fall sehr sehenswert.

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Leisure Island (c) Nathalie Richter

Leisure Island ist eine ruhige Gegend, wo sich die wohlhabenden Leute von Knysna aufhalten und ihre Ferienhäuser haben (und nur ein Cafe!) – jedoch gibt es kaum ein schöneres Fleckchen, als einen Spaziergang an der Lagune zu machen und die Füße ins Wasser zu tauchen. Obwohl Knysna bekannt für seine Austern ist (es gibt sogar ein Oysterfestival), muss ich zugeben, dass man mich in fast einen Jahr, nie dazu gebracht hat, es auch nur zu probieren. Möchtest du es für mich testen?

Knysna ist übrigens auch toll zum Fischen, Tauchen, Surfen und Wandern. Das Sportlerherz ist hier gut bedient. Jedoch ist auch Knysna nicht von der Armut verschont geblieben und neben den schönsten Villen wartet oft schon mal das nächste Township, wo der schöne Schein zerstört wird.  Arm und Reich direkt nebeneinander, eine Sache die mich immer noch sehr mitnimmt und ich mich unglaublich hilfslos und auch oftmals schlecht gefühlt habe. Schließlich habe ich im besseren Ortssteil gewohnt.

BABOONS – NOT REALLY MY BEST FRIEND

Mein Alltag wurde eines Tages auf sehr „afrikanische“ Weise (wie auch sonst?) unterbrochen. Von Baboons! Nicht die süßen kleinen Äffchen, die man am liebsten einmal streicheln würde, nein, riesige Viecher, die schlau genug sind, in Häuser einzubrechen und Essen zu klauen (Mist, die Avocado war gestern erst gekauft worden….) Die machen Türen und Schubladen auf, als hätten sie noch nie was anderes getan.  Planlos, wie ich einmal war, bin ich aus mein Zimmer in die Küche

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Muffin (c) Nathalie Richter

gelaufen, neugierig, woher denn dieser Lärm kommt… Und wurde von einer ganzen Herde Baboons angestarrt.  Fünf lange Sekunden habe ich gebraucht, bis ich panisch wieder in mein Zimmer gerannt bin, die Tür geschlossen und verriegelt habe. Eigentlich total sinnlos, aber reflexartig. Diese Tiere könnten Sie mir einfach eintreten und ich danke Gott, dass sie es nicht versucht haben. Panisch rief ich meine Arbeitskollegin an und wir verbrachten den Nachmittag damit, das Chaos zu beseitigen, was angerichtet wurde. Wenn ich abends an der Bar stand, und mich unsere Gäste fragten „ob man denn aus dem Auto steigen könnte, um diese Tiere zu fotografieren“ – ich denke, du kannst dir meine Antwort denken! Und vor allem hat es nochmal das ganze Personal daran erinnert, nicht die Türen offen zu lassen.

Übrigens Menschen sind komisch – kaum sind sie von Zuhause weg, wo Sie alle kennen – öffnen Sie sich total. Ich glaube, ich kenne von 80% unserer Gäste die Lebensgeschichte und ich finde es toll! Sobald das Thema „Nein, bitte nicht aus dem Auto steigen und Baboons fotografieren!“ beendet war,  kamen so viele tolle Gespräche ins Laufen, dass ich am nächsten Morgen inspiriert und voller Ideen aufgewacht bin. Oder wenn ein süßer Norweger schon so tief ins Glas geschaut hat, seine Gitarre hervorholt, dir ein Lied vorspielt und um ein Uhr nachts anfangen will, mit dir Billard zu spielen. You only live once, right?


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Highlights auf den Philippinen

Ihr habt in meinem letzten Beitrag 5 Fakten zum Philippinen Start gelesen. Auf meinem Blog findest Du außerdem auch noch einige Hintergrundinfos und hübsche Unterkünfte. Heute ist die Rückkehr von meiner Reise bereits 2 Monate her. Meine Weltreise steht nun bevor (am 04.07.2016 geht´s los- aber mehr dazu in meinem nächsten Artikel) und definitiv werde ich die Philis noch einmal besuchen. Warum diese atemberaubende Insellandschaft mich so begeistert hat und was meine Highlights waren? Das liest du jetzt.

MEIN HIGHLIGHT MIT (MENSCH UND) TIER

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Laura (c) Placeless

Vor meiner Reise habe ich viel zu den Philippinen gelesen. Über 7000 Inseln, viele unbewohnte Inseln, tolle Menschen, Backpacker und wundervolle Felskulissen. Ich wurde nicht enttäuscht. Vor meiner Reise war ich total scharf darauf mit den Walhaien zu tauchen. Es sollte mein persönliches Highlight werden. Ist es das auch geworden? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Mein liebster Kumpel und Reisepartner hatte schiss. Das war für mich umso witziger. Ich muss allerdings zugeben, die Tiere sind unglaublich groß, um nicht zu sagen riesig. Aber gleichzeitig scheinen sie so friedfertig und ruhig.

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Laura (c) Placeless

Der Haken an der Sache? Die Tierchen leben zwar im Meer und sind dort auch frei. Um die Touristen und Einheimischen jedoch zu unterhalten, werde diese in Oslob (Insel Cebu) angefüttert. 20 Euro kostet es für Touristen etwa 20 Minuten mit den Tieren zu schwimmen. Ich fand es unglaublich und habe meine Moral kurz zur Seite geschoben. Ob das richtig war? Ich weiß es nicht, aber das Erlebnis war wundervoll.

HIGHLIGHT: ROBINSON CRUSOE FÜR EINEN TAG

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Kanu (c) Placeless

Die Philis sind für mich übrigens auch eine kleine eigene Welt voller Möglichkeiten. Ein weiteres Highlight war eine private Kanutour. Wieso privat? Es gab nur mich, meinen Reisepartner, ein Kanu und das Meer. Und schon ging es los. Vorher haben wir uns auf der Karte alles genau angeschaut und waren ganz sicher, dass wir die Entfernungen locker schaffen. Wir sind ja recht sportlich. Pah. Pustekuchen. Mitten auf dem Meer riefen wir SOS und hofften, dass uns ein Touri- Schiff mit ans Ufer zieht. Es hatte aber niemand erbarmen 😉  Das war auch gut so, denn wer sich durchbeißt wird auch belohnt. Das war unsere persönliche Lektion. Trotz Gegenwind und leichten Strömungen erkundeten wir während unseres unkoordinierten 9- Stunden Ausfluges 4 wundervolle Inseln. Zwei davon unbewohnt. Schau Dir die Bilder an und lass es wirken! Unsere Tour haben wir in El Nido auf Palawan gestartet und haben umgerechnet 10 Euro für das Paddelbötchen bezahlt. Eine gute Übersichtskarte steht vor dem “Art Cafe”, die wir einfach fotografiert und somit dabei hatten. Dringend zu empfehlen: Dry Bag. Also trocken kamen wir am Ende nicht aus dem Boot 🙂

Fazit: Ein Traum und 2 Tage Muskelkater, aber ich werde es definitiv wiederholen!

HIGHLIGHT: DIE MENSCHEN- ES GIBT SIE NOCH, DIE NÄCHSTENLIEBE

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Walhaie (c) Placeless

Ich bin viel gereist und war auch viel als typischer Touri unterwegs. Ich habe viel zu hohe Preise gezahlt, habe mich vermutlich etliche Male “abzocken” lassen und habe mich Reisegruppen bei Tagesausflügen angeschlossen. Aber ich bin auch als Backpacker gereist, habe in Autos und Zelten geschlafen und Bohnen aus der Dose vom Gaskocher gefrühstückt. Was mir aber unglaublich selten passiert ist, ist es Menschen zu treffen, die herzensgut, nächsten liebend und einfach selbstlos sind. Trotz minimaler Mittel und purer finanzieller Unsicherheit. Auf den Philippinen wurde ich daran erinnert, wie toll Menschen sein können, auch wenn offensichtlich ist, dass ich eine “reiche” Europäerin bin. Lass mich Dir ein Beispiel nennen. Ja, in einer Situation war ich zu Tränen gerührt.

Es ging mit dem Flieger nach Puerto Princesa (Flughafen der Insel Palawan) um dort für eine Nacht zu bleiben. Spontan entschieden wir allerdings direkt weiterzureisen. Hatten jedoch keine Ahnung wie und wohin und natürlich auch kein WLAN. Kein Cafe war in Sicht, wir waren dazu noch total ko (hatten vorher einen 10 Stunden Trip mit Fähre, Trycycle, Texi, Bus und Flugzeug hinter uns) und keine Ahnung wohin mit uns. Wir fanden eine Kirche. Ich bin in Deutschland aus der Kirche ausgetreten und habe keinerlei Bezug dazu. Ich ging trotzdem hinein und fragte ob wir das Wlan benutzen dürften. Wir würden auch dafür bezahlen. Natürlich durften wir. Ein Gemeindemitglied kam zu uns und suchte das Gespräch mit uns. Wir unterhielten uns mit Hand und Fuß, sein Englisch war sehr gebrochen, sein Herz jedoch war offen für die Welt und er war sehr neugierig. Wir tauschten uns aus, bekamen wundervolle Tipps und Ratschläge. Und Wlan. Als wir uns sehr herzlich verabschiedeten wollten wir dem jungen Mann als Dank etwas Geld geben. Er lehnte ab und wir dachten das wäre Höflichkeit und bestanden darauf. Wir konnten ihn auch nach Minuten nicht dazu überreden das Geld zu nehmen.  Sein Shirt war kaputt, seine Menschlichkeit in Takt. Er nahm uns in den Arm und er sagte er freue sich, wenn Menschen aus aller Welt seine Heimat besuchten und er helfen könne das Land zu erleben. Mit Tränen in den Augen verließen wir die Kirche. Einen Augenblick überlegte ich in Deutschland wieder einzutreten. Aber dieser Mensch war unabhängig von der Kirche einfach wundervoll. Auch jetzt wenn ich daran zurückdenke wird mir ganz warm ums Herz. Genau das sind die Momente, die das Reisen so einzigartig machen. Ich werde diese Situation niemals vergessen und mich daran erinnern, wenn ich einmal Menschen auf Ihrer Reise unterstützen kann. Ich hoffe auf meiner Weltreise werde ich viele dieser Momente erleben und gutes Karma verbreiten!

Ja, du hast recht. Es hat vielleicht nichts mit den Philis zu tun. Verbinden werde ich es trotzdem immer mit diesem wundervollen Inselparadies!

Hast Du auch solche Situationen erlebt, Momente auf Deinen Reisen, die Dich für immer begleiten werden?

Herzlichst,

Laura


Im Interview: Francesca zu Sport auf Reisen – Teil II

Travelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil ITravelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil IIChristina: Es gibt eine Studie, an der 96 Probanden teilnahmen um herauszufinden, wie lange es dauert, bis eine Handlung zur Gewohnheit wird. Durchschnittlich 66 Tage dauert es, manche Handlungen wurden jedoch bereits nach 18 Tagen zur Gewohnheit. Beim Joggen zum Beispiel sagt man, sind es die 18 Tage, bis man sich an die Routine gewöhnt hat.

Überall auf der Welt gibt es Fitnessstudios. Meistens werden die guten Vorsätze Anfang des Jahres ins Fitnessstudio getragen, dort in einen Vertrag umgewandelt, der dann den Rest seiner Laufzeit dort liegt – die Routine bleibt dabei leider meistens auch auf der Strecke.

Um sich fit zu halten, bedarf es keines Studios, keiner Geräte oder anderen Drumherums. Die Natur bietet unheimlich viele Möglichkeiten, die das Training abwechslungsreich und intensiv gestalten können. Wo trainierst du am liebsten?

Francesca: In Deutschland ging es mir genau so. Ich habe einen Vertrag in einem Fitnessstudio abgeschlossen und bin auch regelmäßig hin gegangen um Sport zu treiben, ich habe auch positive Veränderungen bemerkt. Dann habe ich meinen Job gewechselt, immer mehr gearbeitet und irgendwann war das Fitnessstudio Geschichte. Die Abbuchungen liefen natürlich weiter – Fehler!

Auf Reisen kannst Du auch in Fitnessstudios gehen, es gibt einige die Dir einen weltweiten Zugang ermöglichen. Ich persönlich habe einige Bekannte die das auch tatsächlich machen. Die Mehrheit jedoch nicht. Ich habe keinen festen Wohnort mehr. Ich liebe es in der Natur zu sein. Also wird im botanischen Garten in Sydney, in der Wüste im Red Centre, auf einen Berggipfel im Outback, am Strand auf Bali oder im Regenwald in Java trainiert.

Christina: In Australien gibt es am Strand, in Parks und selbst in den Städten Outdoor-Trainingsmöglichkeiten zur freien Nutzung. Hast du selbst schon solche Trainingsmöglichkeiten ausprobiert? Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?

Australia - Tasmania - Devonport - Sportpark
Sportanlage in Devonport/ Tasmanien/ Australien (c) Travelastic Photography

Francesca: Ja. Ich war ziemlich überrascht. Es sind oftmals Trainingsgeräte wie im Fitnessstudio. Klar, nicht unbedingt auf dem neuesten Stand und glänzend poliert, aber funktionsfähig. Du hast in der Regel zu jedem Gerät eine kurze Erklärung in Schrift und Bild was zu tun ist um die Geräte richtig zu bedienen und Deinem Körper gutes zu tun. Viele Reisende, aber auch Leute die in der Pause oder nach Feierabend trainieren wollen nutzen diese Möglichkeiten. Ich persönlich finde es eine willkommene Abwechslung. Du kannst wieder auf eine andere Art trainieren und das kostenlos. Zudem lernst Du oftmals neue Leute kennen, kannst Dir Tipps zum Training holen oder einfach mit Blick auf den Strand und das offene Meer gleichzeitig den Geist entspannen.

Christina: Um nochmal auf das Training mit Geräten zurück zu kommen: Gerade bei Reisen ist es wichtig, dass die Geräte überschaubar sind, denn wohl niemand wird seine Hanteln einpacken.

Kleingeräte wie Therabänder, Rubberbänder oder Schlingentrainer sind Trainingstools, mit denen sehr effektiv trainiert werden kann und die in jedes Gepäck passen. Hast du ein Lieblingstrainingstool oder eine Lieblingsübung?

Francesca: In Australien war ich zuletzt mit dem Auto unterwegs. Da ist es definitiv leichter mal das ein oder andere Trainingsgerät einzupacken. Im Auto habe ich ein Sprungseil, eine Frisbee, einen Volleyball und die Blackroll Mini. Auch hier gilt wieder – die Abwechslung bring den Spaß.

In Asien reise ich mit dem Rucksack und habe diesen fast immer auf dem Rücken dabei. Da zählt jedes Gramm, das bedeutet keine Sportutensilien dabei zu haben.


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Christina: Die Begriffe Sport und Fitness sind sehr weit definierbar. Es gibt unzählig viele Sportarten und Fitnessmöglichkeiten. Indoor-, Outdoormöglichkeiten, alleine oder Gruppenfitness, schnelle oder ausdauernde Sportmöglicheiten, die Liste ist lang. Gibt es für dich Sportarten, die du besonders gerne magst oder schon immer einmal ausprobieren wolltest?

Francesca: Ich persönlich bevorzuge zum einen Pilates, da es mich zum einen geistig und körperlich entspannt, zum anderen durch die vielfältigen Übungen alle Muskelpartien im Körper trainiert. Das kann ich alleine oder in einer Gruppe und an jedem Ort der Welt machen. In einigen Städten, z.B. Melbourne, gibt es kostenlose Pilates oder Yoga Kurse. Das sind immer schöne Möglichkeiten Sport mit neuen Bekanntschaften zu kombinieren.

Christina: Beim Training ist es wichtig, dass die Trainingskleidung passt. Zu kalt ist nicht gut, zu warm auch nicht und auch auf das Material kommt es an, so ist schwere Baumwolle zum Beispiel nicht zum joggen geeignet, weil sie nass und der Körper kalt wird. Eine Erkältung ist dann vorprogrammiert. Als Backpacker musst du darauf achten, dass du nicht zu viel Gepäck hast.

Worauf achtest du bei der Auswahl deiner Trainingskleidung?

Francesca: Ich habe nur wenige Kleidungsstücke im Gepäck, daher keine große Auswahl. Richtiges packen ist das Stichwort. Generell achte ich auf das Gewicht und die Atmungsaktivität der Kleidung. Das ist immer wichtig. Ein paar gute Turnschuhe, die kannst Du immer nutzen. Und natürlich muss alles bequem sein und mich auch vom Design her ansprechen. Ich mag starke Farben, die Kleidung muss mir Spaß am Sport machen.

In Australien gibt es sehr viele Kmart-Märkte. Kmart ist eine große Kette in Australien, die ein sehr großes Angebot hat an Nonfood-Waren wie Sportkleidung, Fitnessgeräte, Campingzubehör, Spielsachen etc. Dort gibt es viele Sachen für wenig Geld und von der Qualität her passt das Preis- Leistungsverhältnis. Diese Märkte sind bei Backpackern, aber auch bei der australischen Bevölkerung sehr beliebt.

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Christina: Für viele Trainierende spielt Musik eine wichtige Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass Läufer ihr Tempo unterbewusst dem Beat der Musik anpassen. Andere Trainierende verzichten lieber auf Musik, denn sie fühlen sich dadurch gestört.

Zu welchem Typ zählst du dich? Wenn du lieber mit Musik trainierst, hast du ein Lieblingslied oder eine Lieblingsplaylist?

Francesca: Ich liebe Musik. Beim Training höre ich lieber ruhige Musik. Dabei kann ich mich besser entspannen. Wenn ich mich jedoch richtig auspowern will und einen schnelleren Sport mache darf es gern Rock sein. Ich habe dafür keine spezielle Playlist und höre oft einen lokalen Radiosender, der die jeweilige Musikrichtung spielt.

Germany - Kassel - Interview Sport auf Reisen
Gastautorin Christina von Peresonal Fitness Kassel mit Francesca von Travelastic (c) Travelastic Photography

Christina: Francesca, ich danke dir herzlich für dieses schöne Interview und wünsche dir viel Spaß auf deinen Reisen, bleib fit und gesund und habe viel Erfolg bei deinem Training und dem Erreichen deiner Trainingsziele.


Im Interview: Francesca zu Sport auf Reisen – Teil I

Travelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil I Travelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil II

Liebe Francesca, vielen Dank, dass ich Gastautor auf Travelastic sein darf. Ich freue mich, dass du mir für ein Interview zum Thema “Sport auf Reisen” Rede und Antwort stehst.

Christina: Bewegung ist wichtig um fit, leistungsfähig und gesund zu bleiben. Besonders bei Reisenden ist regelmäßiges Training unvermeidbar, um die Strapazen der Reise gut zu überstehen. Mit einem fitten, leistungsfähigen und gesunden Körper wird jeder Reise noch mehr zu ihrem ganz besonders wertvollen Erlebnis.

Wie stehst du persönlich zum Thema Sport und Fitness? Wie wichtig ist es dir, Fitness in deinen Reisealltag zu integrieren?

Francesca: Früher hat mich Sport und Fitness nicht sonderlich interessiert. Ich war einfach Faul. Habe nur etwas gemacht wenn ich mich mal auspowern wollte oder es machen musste. Das hat sich geändert als ich mich wegen unerträglichen Rückenschmerzen nicht mehr bewegen konnte und in der Notfallaufnahme gelandet bin.

Christina: Oje, das klingt nicht gut. Wann war das und was genau ist passiert?

Francesca: Das war noch in Deutschland, Anfang 2013. Ich konnte auf einmal nicht  mehr richtig laufen, hatte Tränen vor Schmerzen in den Augen. Es war mitten in der Nacht, zufällig telefonierte ich gerade mit einer Freundin, die einen Wohnungsschlüssel von mir hatte, denn ich konnte nicht einmal mehr aufstehen und zu meiner Wohnungstür gehen. Sie fuhr mich dann in die Notaufnahme, eine Woche lang blieb ich im Krankenhaus, drei Wochen lang stand ich unter Einfluss von starken Schmerzmittel, konnte mich kaum bewegen und musste auf die Ergebnisse der Ärzte warten. Nach langer Zeit des Leidens kam die Empfehlung der Ärzte, die da lautete: Sport, Sport Sport! Muskeln im Rücken und Bauch aufbauen und die Wirbelsäule stabilisieren!


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Christina: Wie hast du damals mit deinem Training begonnen?

Francesca: Meine Hausärztin hatte mir einen Tipp gegeben. Sie empfahl mir ein neu eröffnetes Pilates-Studio, welches von meinem Wohnort aus gleich um die Ecke lag. Ich habe es mir angeschaut und fühlte mich auch gleich wohl dort. Alles war neu, liebevoll eingerichtet, die Kurse hatten maximal 10 Teilnehmer, während des Kurses lief leise Musik und die Trainerin war auch super. Ich habe Spaß und Freude beim Training entdeckt und bin seit dem regelmäßig hin zum Pilates.

Christina: Wie ging es dann weiter?

Australia - NT - AliceSprings MountGillen - Sport
Francesca beim Sport auf Mount Gillen/ Red Centre/ Australien (c) Travelastic Photography

Francesca: Ab da hat sich meine Einstellung zu Sport komplett gedreht. Seitdem habe ich regelmäßig Pilates im Kurs und auch zu Hause gemacht – übrigens auch ideal auf Reisen. Zudem probiere ich gern neue Übungen und Sportarten aus um rauszufinden was mir Spaß macht und was weniger. Dabei versuche ich darauf zu achten meinen gesamten Körper zu trainieren, nicht nur einzelne Muskeln. Sport in den Reisealltag zu integrieren ist mir sehr wichtig, auch wenn ich nicht immer motiviert bin 😉

Christina: Ich habe von dir erfahren, dass du momentan die Trainingspläne aus meinen Artikeln “Der perfekte Trainingsplan für Reisen” und “Keine Zeit und dennoch fit bleiben mit kurzem und intensiven Training” ausprobierst. Nach Welchem der Trainingspläne hast bereits trainiert mit welchem Erfolg?  

Francesca: Nachdem ich nun 4 Monate in Alice Springs gelebt habe und dort drei Jobs gleichzeitig ausgeübt habe ist kaum Zeit und Energie für Sport übrig geblieben. Jetzt beginne ich wieder täglich eine kleine Sporteinheit einzubauen. Ich habe letzte Woche mit dem “Perfekten Trainingsplan für Reisen” begonnen. Diesen will ich die nächsten vier Wochen täglich in meinen Reisealltag einbauen. Natürlich erfährst Du demnächst mehr darüber in meinem Erfahrungsbericht inkl. Bilder.

In Alice Springs bin ich täglich mit dem Fahrrad ca. 10 km gefahren,  den ganzen Tag auf den Beinen gewesen und habe schwere Teller und Tabletts in den Restaurants getragen. Zudem war ich zwischendurch schwimmen und wandern. Habe ich eine Veränderung gespürt? Ja! Meine Beine sind fester geworden, meine Unterarme kommen mir trainierter als meine Oberarme vor und meine Ausdauer (die wirklich schlecht war) hat sich deutlich verbessert.

Christina: Das klingt doch spitze. Regelmäßiges Training ist wichtig, um an seine Ziele zu kommen. Aber auch die Erholungszeiten zwischen den Trainingseinheiten spielen eine wichtige Rolle, denn in dieser Zeit erholt sich der Körper und Muskeln werden aufgebaut. Wie oft in der Woche trainierst du in welchen Abständen?

Australia - NSW - Sydney - Costal Walk Bondi to Cogee (c) Travelastic
Schwimmbecken am Bondi Beach/ Sydney/ Australien (c) Travelastic Photography

Francesca: Ich plane jeden Tag eine halbe Stunde für Sport ein. Das ist der Trainingsplan, kann aber auch mal durch anspruchsvolle Wanderungen, Schwimmeinheit oder Yoga getauscht werden. Somit habe ich Abwechslung, was mir immer wichtig ist um den Spaß nicht zu verlieren, und gleichzeitig schaffe ich eine tägliche Routine um den Sport wieder Teil meines Reisealltages werden zu lassen. Routine ist eigentlich nicht mein Ding, aber bei gewissen Sachen ist es eben wichtig um dran zu bleiben.

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Christina: Kleine Erfolge tragen einen großen Beitrag dazu bei, die Motivation hoch zu halten und immer näher ans Trainingsziel zu gelangen. Wann hast du die ersten Erfolge bei dir gespürt?

Francesca: Ein deutliches Beispiel ist das Fahrrad fahren. Am Anfang habe ich wirklich gekämpft um nur 5 km zur Arbeit zu fahren und das trotz flachem Gelände. Schon in der ersten Woche habe ich eine Veränderung gespürt. Die Muskeln wurden schneller mobilisiert und ich wurde immer schneller.

Auch beim Trainingsplan merke ich schon in den ersten Tagen eine ganz leichte Veränderung. Der Körper fühlt sich besser an, ich bin ausgepowert und habe dennoch mehr Energie.

Christina: Wie zufrieden bist du mit deinen Trainingserfolgen jetzt?

Francesca: Bisher bin ich zufrieden mit meinen Erfolgen, allerdings geht es noch besser.

Christina: “Der Weg ist das Ziel”. Ein Training ohne Ziel ist wie einen Weg zu gehen, ohne zu wissen, warum und wohin man ihn geht. Francesca, wie definierst du dein persönliches Trainingsziel, welches du durch regelmäßiges Training erreichen möchtest?

Francesca: Mein erstes Ziel ist jeden Tag tatsächlich eine halbe Stunde Sport zu machen. Damit ich wieder in eine Art Routine reinkomme.

Mein zweites Ziel ist mich körperlich auspowern und dennoch mehr Energie zu haben.

Mein drittes Ziel ist der Muskelaufbau und in Folge dessen Fettabbau.

Travelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil IIChristina: Es gibt eine Studie, an der 96 Probanden teilnahmen um herauszufinden, wie…lies weiter in Teil II


Reisekrankheiten und erste Hilfe – Teil II

Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Reisekrankheiten und erste hilfe Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Reisekrankheiten und erste hilfe II

REISEKRANKHEIT: FIEBER

Fieber hast du, wenn deine Körpertemperatur bei 38°C oder höher liegt. Es ist keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom, dein Körper kämpft gegen eine Infektion.  Geht es dir nicht zu schlecht dann lass dem Fieber seinen lauf.

ERSTE HILFE

  • Viel Trinken, dein Körper ist zu heiß und schwitzt um sich zu kühlen, also viel trinken um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Tee, Wasser und Säfte sind immer Mittel der Wahl
  • Feuchte Umschläge, sie helfen dem Körper die Temperatur zu senken. Du kannst ausprobieren, ob dir heiße oder kalte Umschläge besser helfen. Bei Fieber über 39°C nimm nur kalte Umschläge. Die Umschläge immer wechseln, wenn sie Körpertemperatur erreicht haben.
  • Bei Schüttelfrost hilft lauwarmes Baden.
  • Wenn du dich sehr unwohl fühlst, kannst du Aspirin oder Paracetamol nehmen.
  • Wenn dir zu heiß ist, nimm die Decken weg oder zieh die Klamotten aus. Wenn dir zu kalt ist, nimm dir mehr Decken und zieh dich wärmer an.
  • Ernährung, da ist jeder anders veranlagt, also tue womit du dich wohlfühlst, hast du Hunger iss. Hast du keinen Hunger, dann trink Brühe und Säfte um deine Speicher aufzufüllen.
  • Schaffe ein gutes Umfeld, Ärzte empfehlen eine Raumtemperatur von 18 – 20°C, Frischluft ist gut, aber lass es nicht zu einem Zwang werden. Dämpfe das Licht um Dich besser entspannen zu können.

DEIN WEG ZUM ARZT

Geh zum Arzt wenn du Fieber hast in Zusammenhang mit einem Streifen am Hals, das Fieber über 40°C steigt und trotz der Behandlung mit Hausrezepten nicht fällt, das Fieber über 41°C steigt oder das Fieber länger als 5  Tage anhält.

REISEKRANKHEIT: HITZEERSCHÖPFUNG

Hitzeerschöpfung ist nichts anderes als Dehydration durch starkes Schwitzen, der Körper verliert Salz und Wasser. Durst ist das erste Symptom, gefolgt von Appetitlosigkeit, Blässe, Kopfschmerz, Schwindel oder auch Übelkeit und Erbrechen. Das schwerste Symptom der Hitzeerschöpfung ist Verwirrtheit.

ERSTE HILFE

  • Als erste Maßnahme gehst du aus der Sonne und trinkst Wasser oder Elektrolytlösung in kleinen Schlucken.
  • Kühl dich ab in dem du dich mit Wasser bespritzt, die Verdunstung kühlt dich ab.

HITZESCHLAG

Schwer von der Hitzeerschöpfung zu unterscheiden ist der Hitzschlag, er stellt eine schwere Störung der Temperaturregulierung dar. Wenn du nicht mehr gut gehen kannst oder ohnmächtig wirst, dann sind das erste Zeichen eines Hitzschlages. Es treten auch Symptome der Hitzeerschöpfung auf, wie Übelkeit oder Erbrechen.  Drüber hinaus verliert der Betroffene seine Orientierung und  ist sehr erregt. Das Temperaturregulierungssystem des Körpers ist gestört und man schwitzt meist auch nicht mehr. Mit der Ausnahme das junge, fitte Menschen unter 30 dennoch die ganze Zeit schwitzen können. Ein Hitzschlag kann zu Nierenversagen und Schock führen.

DEIN WEG ZUM ARZT

Wenn der Verdacht auf Hitzschlag da ist, such sofort einen Arzt auf, lass dich begleiten falls du Ohnmächtig wirst.

REISEKRANKHEIT: VERBRENNUNGEN

Eine Verbrennung zieht sich jeder mal zu, ob am Backofen oder Lagerfeuer. Eine Verbrennung die nicht größer ist als ein 1 € Stück, kann man noch selber Behandeln.

ERSTE HILFE

  • Das erste und wichtigste ist, die Verbrennung zu stoppen und die Hitze weg zu bekommen. Am besten unter lauwarmes oder kühles Wasser zu halten, das können je nach Stärke 10 – 30 Minuten sein, mach das Wasser nicht zu kalt es kann zusätzlich schädigen.
  • Ist heißes Fett oder eine Chemikalie  die Ursache, entfernst du sofort die betroffene Kleidung, wäscht die Haut ab und kühlst dann vorsichtig die Stelle.
  • Ist die Kleidung mit der Haut verschmolzen, kühl die betroffene Stelle und geh zum Arzt, damit er die Kleidung entfernen kann.
  • Nach dem kühlen die Verbrennung trocken und sauber abdecken und von selbst heilen lassen.
  • Lass die Finger von Hausmitteln wie Essig, Zwiebeln oder Honig die können Entzündungen hervorrufen.
  • Hautblasen werden nicht geöffnet, sie sind der beste Schutz der Haut. Wenn die Blase platz, säubere die Wunde mit Wasser, trage etwas antiseptische Salbe auf und bedecke die Stelle mit einem Pflaster oder Verband.
  • Du kannst Wundsalbe erst dann auftragen, wenn sich Wundschorf gebildet hat.

ARTEN EINER VERBRENNUNG

  1. Grad: Wie ein Sonnenbrand oder eine Verbrühung, die Verbrennungen sind rot und schmerzhaft.
  2. Grad: Schwere Sonnenbrände oder ernsthafte Verbrennungen, die durch kurzen Kontakt mit etwas Heißem entstehen, wässrige Blasen bilden und sehr schmerzhaft sind.
  3. Grad: Verkohlt und weiß oder cremefarben. Sie können durch Chemikalien, Elektrizität oder zu langen Kontakt mit heißen Oberflächen. Meist sind diese Verbrennungen nicht sehr schmerzhaft, da die Nervenenden zerstört wurden. Aber sie bedürfen in jedem Fall ärztliche Hilfe.

DEIN WEG ZUM ARZT

  • Verbrennungen im Gesicht, an den Augen, den Händen und Füssen oder im Becken- und Po- Bereich
  • Wenn Du Dir nicht sicher bist wie schwer die Verbrennung ist
  • Wenn Anzeichen einer von einer Entzündung auftreten, Blasen mit grünlicher oder bräunlicher Flüssigkeit, oder eine Verbrennung die erst später heiß und rot wird
  • wenn die Verbrennung nicht von 10 – 14 Tagen heilt

REISEKRANKHEIT: SCHWIMMEROHR

Das Schwimmerohr ist eine Infektion durch Bakterien die sich in der Haut befinden, das Ohr fühlt sich klamm an, kann nach Feuchtigkeit riechen und es ist kaum noch Ohrenschmalz vorhanden. Diese Entzündung im Gehörkanal entsteht durch ständige Feuchtigkeit beim Schwimmen, Duschen und Haare waschen. Dann werden die Ohren mit einem Wattestäbchen getrocknet welches die oberste Hautschicht im Ohr abträgt und damit schützende Bakterien. Der beste Nährboden für schädliche Bakterien. Die Entzündung beginnt mit einem Juckreiz im Ohr und ohne Behandlung breitet sich die Entzündung aus.

VORBEUGENDEMAßNAHMEN

  • Benutze keine Wattestäbchen, sondern Föhne Dein Ohr trocken. Es spielt keine Rolle, ob mit warmer oder kalter Luft sondern mindestens eine halbe Minute lang, damit das Ohr trocken ist und Bakterien keinen Nährboden haben.
  • Bist Du anfällig für ein Schwimmerohr oder viel im Wasser unterwegs solltest Du Ohrenstöpsel aus Wachs oder Silikon benutzen,auch beim Duschen, sie halten das Ohr trocken was der beste Schutz vor einer Infektion ist.
  • Lass den Ohrenschmalz in Ruhe, er hat viele wichtige Funktionen und hält das Ohr trocken.

ERSTE HILFE

  • Solange das Ohr nur Juckt bekommst du in Apotheken und Drogerien Ohrentropfen bekommen die die Infektion im Keim ersticken.
  • Wenn das Ohr schon stark schmerzt können Schmerzmittel wie Aspirin über das schlimmste hinweghelfen bis du zu einem Arzt kommst.
  • Ist der Ohrenschmalz schon weg, hilft dir ein Wattebällchen mit Vaseline am Rand des Gehörgangs plaziert, die Watte saugt die Feuchtigkeit auf und hält das Ohr warm und trocken und die Vaseline ersetz den Ohrenschmalz.
  • Linder den Schmerz mit Wärme. Lege dir ein warmes Handtuch, Gelpack oder eine Wärmflasche auf das schmerzende Ohr, bei bedarf in ein Handtuch gewickelt damit es nicht zu heiß wird.

DEIN WEG ZUM ARZT

Ein Schwimmerohr schmerzt stark, wenn die Entzündung vorgeschritten ist kann nur noch ein Arzt mit Antibiotika helfen.

Hals und Beinbruch!

Welche Erfahrungen hast du mit Krankheiten und Erste Hilfe auf Reisen gesammelt? Wie haben dir meine Tipps geholfen? Hinterlasse dein Feedback direkt in den Kommentaren.


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Reisekrankheiten und erste Hilfe – Teil I

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Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Reisekrankheiten und erste hilfe Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Reisekrankheiten und erste hilfe II

Jeder wird mal Krank auf Reisen, Übelkeit oder Durchfall, grippaler Infekt oder einfach nur Erschöpfung. Erfahre wie du dich wieder fit isst und trinkst. Die Nachfolgenden Tipps sind allgemeine Empfehlungen um schneller Gesund zu werden bzw. sich besser zu Fühlen. Aber Bitte beachtet: Bist du richtig Krank oder werden deine Symptome schlimmer/nicht besser, dann geh bitte zu einem Arzt.

REISEKRANKHEIT: DURCHFALL

Durchfall trifft jeden mal, das ist nicht weiter tragisch und er sollte nach zwei Tagen fort sein.

ERSTE HILFE

  • Trink viel um deinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ein Tee leicht gesüßt und mit einer Priese Salz versetzt wirkt wahre Wunder. Es gibt auch Rehydrierungslösungen fast überall auf der Welt in Apotheken zu kaufen. Fruchtsaft und Brühe sind auch gut geeignet.
  • Meide Milchprodukte, mit Ausnahme von Joghurt, sie sind schwer verdaulich und können den Durchfall verschlimmern.
  • Tritt dann Besserung ein, können leichte Speisen wie Apfelmus, Joghurt, Reis, Bananen und Zwieback folgen.

DEIN WEG ZUM ARZT

Hört der Durchfall nach zwei Tagen nicht auf oder du hast starke Bauchkrämpfe, Fieber oder extreme schwäche, geh zum Arzt. Es kann z.B. eine Salmonellenvergiftung sein, diese ist Lebensgefährlich. Roter oder schwarzer Stuhlgang kann auf Blutungen hindeuten.

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REISEKRANKHEIT: ERKÄLTUNG

Eine Erkältung fängt man sich immer wieder mal ein. Hier einige Tipps um die Krankheit zu verkürzen.

ERSTE HILFE

  • Reichlich Vitamin C, es kann die Dauer der Krankheit von 7 auf 2-3 Tage verkürzen. In einer Studie zeigten Patienten die 4 mal am Tag 500 mg Vitamin C einnahmen nur halb so viel Symptome wie Patienten ohne Vitamin C. Eine Anwendung hoher Dosen Vitamin C über einen kurzen Zeitraum ist kein Problem. Natürlich  ist auch saft wie Orangen-, Grapefruit- oder Preiselbeersaft gut geeignet.
  • Zink hilft ebenso, kann aber in zu hohen Dosen Giftig sein.
  • Ruh dich aus, das beschleunigt den Heilungsprozess. Aber bleib nicht den ganzen Tag im Bett, mach zwischendurch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft, das unterstützt dein Immunsystem.
  • Pack dich warm ein so muss sich dein Körper nicht auch noch um die kälte kümmern.
  • Vermeide große Anstrengung und lass dir Hühnersuppe kochen, man weiß nicht genau wieso aber sie hilft effektiv die Krankheit zu bekämpfen. Wobei frische Hühnersuppe besser ist als ein Fertigprodukt.
  • Warmer Tee ist natürlich auch gut.
  • Mach ein Dampfbad, also ganz klassisch heißes  Wasser in eine Schüssel geben, den Kopf darüber und mit einem Handtuch abdecken. Gib Kamillentee oder Pfefferminzöl dazu, das verstärkt den Effekt.
  • Aspirin oder Paracetamol können Schmerzen und Fieber lindern.
  • Nimm Medikamente am besten Nachts, dann bekommst du von den Nebenwirkungen nichts mit.
  • Menthol- oder Kampferbalsam können einen beruhigenden, kühlenden Effekt haben und besonders Nachts das Atmen erleichtern. Den Balsam einfach auf Brust und Rücken verreiben.Er ist auch gut zum Inhalieren beim Dampfbad geeignet.

DEIN WEG ZUM ARZT

  • Gehe zum Arzt wenn du länger als drei Tage über 38°C Fieber hast oder es über 39°C steigt.
  • Auch wenn du Ohrenschmerzen, geschwollene Madeln, Nebenhöhlenschmerzen oder Schmerzen in Lunge oder Brust hast.
  • Wenn du große Mengen von Schleim absonderst oder der Schleim grünlich oder blutig ist. Sowie bei Keuchen, Kurzatmigkeit, extremen Schluckbeschwerden oder extremen Appetitverlust.

REISEKRANKHEIT: SONNENBRAND

Okay, du hast vergessen dich einzucremen und nun hast du einen Sonnenbrand, so verschaffst du dir Linderung.

ERSTE HILFE

  • Aspirin hilft auch bei einem Sonnenbrand, es hilft gegen die Schwellung, den Juckreiz und die Entzündung.
  • Kühlen hilf immer, nimm kaltes Wasser, tauch ein Tuch hinein und leg es auf die Verbrannte stelle, sobald es warm wird kühl es wieder. Das kannst du ruhig 10-15 mal machen. Bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen.
  • Milchproteine können lindern, eine Tasse Magermilch mit 4 Tassen Wasser mischen und einige Eiswürfel hinzugeben. Ein Tuch darin tränken und für 15-20 Minuten auflegen. Dies kann alle 2-4 Stunden wiederholt werden.
  • Bei großen Flächen wie z.B. Rücken nimm ein kühles oder lauwarmes Bad. Eine Tasse weißer Essig, Hafermehl oder großzügig Backpulver ins Wasser gegeben können Linderung verschaffen. Nur leicht Abtrocknen und nicht rubbeln das reizt die Haut noch mehr. Danach gut eincremen mit einer After Sun Lotion oder einer guten Feuchtigkeitscreme. Gut ist es auch die Lotion vorher in den Kühlschrank zu stellen.
  • Viel Trinken, das wirkt der Austrocknung entgegen.
  • Wenn du kannst,  dann Schlaf dich gut aus, das hilft dem Körper bei dem Heilungsprozess.

DEIN WEG ZUM ARZT

  • Bekommst du Übelkeit, Schüttelfrost, Fieber, Ohnmacht oder Blasenbildung der Haut, geh zum Arzt.
  • Wenn es den Anschein hat, dass der Sonnenbrand sich ausdehnt, könnte sich eine Infektion eingestellt haben, auch dann bitte zum Arzt gehen.

REISEKRANKHEIT: SCHÜRFWUNDEN & SCHNITTVERLETZUNGEN

Beimklettern, wandern, schwimmen, kochen – es gibt genügend Varianteneine Schürfwunde oderSchnittverletzungzubekommen.

ERSTE HILFE

  • Als erstes die Blutung stillen, nimm ein sauberes und saugfähiges Tuch und drücke es auf die Wunde, nach ein bis zwei Minuten sollte die Blutung aufhören.
  • Danach reinige die Wunde damit es nicht zu einer Infektion kommt, wasche die Wunde mit Wasser aus und desinfiziere sie.
  • Sobald sich die erste Schutzschicht gebildet hat, kannst du antiseptische Salbe auftragen und dann mit einem Pflaster oder einer Bandage abdecken.
  • Zink und oder Vitamin C können die Wundheilung unterstützen.

DEIN WEG ZUM ARZT

  • Das Blut hellrot oder quilt heftig aus der Wunde,  du könntest eine Aterie verletzt haben.
  • Der Schmutz lässt sich nicht vollständig aus der Wunde entfernen.
  • Rote Streifen entwickeln sich, die Wunde nässt eitrig oder die Rötung um die Wunde dehnt sich mehr als einen Fingerbreit aus.
  • Die Wunde ist sehr groß oder klafft auf, sie muss evtl. genäht werden.
  • Deine Tetanusimpfung ist länger als 5 Jahre her oder du dich nicht an deine letzte Impfung erinnern kannst, lass dich Impfen.

REISEKRANKHEIT: FIEBER

Fieber hast du, wenn deine Körpertemperatur bei…lies weiter in Teil II


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Oudtshoorn

DIE GANZE WELT IN EINEM LAND

Etwa 1 ½  2 Stunden von Knysna entfernt liegt Oudtshoorn, wohl die bedeutendste Stadt in der Region „Klein Karoo“. Es gibt ein Sprichwort über Südafrika:

„Die ganze Welt in einen Land“

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Strauß in Outdshoorn (c) Nathalie Richter

Und es stimmt! Wer hätte gedacht, dass vom grünen Knysna mit der Lagune nach nicht mal 2 Stunden eine „Halbwüsten Landschaft“ vor einen liegt, meistens immer 10 Grad wärmer? Es war wohl eines der größten Highlights meines Südafrikas Aufenthalts und ich würde jederzeit wieder dorthin zurückkehren, um noch mehr zu entdecken!

Oudtshoorn ist bekannt für die Straußenindustrie und ich konnte kaum meinen Augen trauen, als ich zum ersten Mal endlich einen Strauß sah. Wusstest du, dass die männlichen Exemplare schwarze Federn haben und Weibchen graue?  Ein weiteres Geheimnis: Zu sehen, wie ein Strauß sein „Geschäft“ erledigt…ist etwas, worauf du gut verzichten kannst!

ABENTEUER STRAUß

Du solltest unbedingt der „Highgate Ostrich Farm“ einen Besuch abzustatten. Es gibt eine ganz tolle Tour, man lernt alles über die großen „Vögel“, es gibt einen ganz tollen Shop und sehr leckeres Essen und preiswert noch dazu! Außerdem ist es die erste Straußenfarm der Welt! Übrigens hast du auch die Chance, auf Straußeneiern zu stehen (die sind der Wahnsinn) und auf einen Strauß zu sitzen oder auch zu reiten (da hört der Spaß für mich auf). Jedoch hatte mich mein Guide  auf dem „Kicker.“ Sie war vollkommen davon überzeugt, dass ich dieses Erlebnis nicht verpassen sollte und beförderte mich mit den Worten „Come on, you can´t do this in Germany“ auf den Strauß.

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Nathalie auf einem Strauß (c) N.R.

Und nachdem der Mann von mir vom Strauß gefallen war, war ich nicht besonders scharf auf dieses Erlebnis. Mit panischen Blick schaute ich meinen Freundin und ihre Mutter an und gab panische Laute von mir u.a. eine unendliche Wiederholung von „I am scared!“…und whup, ritt ich auch schon auf dem Strauß durch das Gehege, ohne zu wissen, was da gerade mit mir geschah. Und ich überlebte! Nach ein paar Sekunden, nachdem mein Strauß mitten in die Herde ritt und ich immer wieder „Stop, stop!“ rief, fingen mich die verrückten Helfer, die stets hinter mir waren,  wieder auf. An diesen Tag fand ich das überhaupt nicht lustig, jedoch muss ich nun zugeben, dass es wohl ein Erlebnis sein wird, was ich niemals in meinen Leben vergessen werde! Trotzdem kann ich dir auch bestätigen, dass einmal auf einen Strauß zu sitzen oder ihn einfach nur zu bewundern, vollkommen ausreichend ist. Jedoch wurde das Erlebnis mit viel Lachen und dem Spruch des Tages „Gute Werbung für unsere Agentur“ kommentiert.

Wusstest du außerdem, dass Straußenfedern unschlagbare Staubwischer sind? Während der Tour wird man auch in eine kleine Fabrik geführt, wo du Arbeiter bei der Herstellung beobachten kannst. Du kannst sie in allen verschiedenen Größen, sogar im Miniformat für den Schlüsselanhänger, in sehr vielen Geschäften erwerben. Die Straußenindustrie hat auch eine ganz eigene Geschichte. Wer sich genauer dafür interessiert, kann sich im Internet schlau darüber machen – es gibt sehr viele Informationen darüber! Ein Strauß ist in Europa beinahe eine Millionen Euro wert!

Und by the way: Straußenfleisch ist auch das gesündeste Fleisch, was du essen kannst, denn seine Cholesterinwerte sind sehr niedrig! Außerdem passen in ein Straußenei 23-24 Hühnereier. Diese sind übrigens auch essbar. Für mich persönlich bleibt es jedoch beim guten alten Hühnerei.

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(c) Nathalie Richter

Es gibt auch um Oudtshoorn ein paar Dinge, die du besichtigen kannst. Obwohl auch schon die Landschaft für mich persönlich einen Besuch wert sind. Um nach Outshoorn zu gelangen, kannst du auch einen Stop beim Outeniqua Berg machen.

VON TROPFSTEINHÖHLEN UND NEUEN ERKENNTNISSEN

Ca. 30 Kilometer hinter Oudtshoorn liegen die Cango Caves, eine der schönsten Höhlensysteme der Welt. Es gibt verschiedene Touren, u.a. auch eine Abenteuertour, für die Mutigen unter euch, wenn ihr beweglich seid und euch durch enge Öffnungen in den Tropfsteinhöhlen kämpfen wollt. Ein weiteres Highlight ist auch „Cango Wildlife Ranch“, eine Art Reha für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind.  Geier gehören übrigens inzwischen auch dazu. Du wirst viele interessante, jedoch auch traurige Fakten erzählt bekommen. Ein Spaßfaktor: Wenn du möchtest, kannst du Bilder mit einen von den Tieren haben – ein ganz besonderes Erlebnis! Die Guides sind alle super nett und man bemerkt die Leidenschaft und Liebe, die sie für die Tiere empfinden.

Ich weiß, es hört sich alles sehr tourimäßig an – jedoch ist nicht alles davon schlecht und es wird einen die Gelegenheiten geboten, sich auch zukünftig für die Tiere einzusetzen, sei es mit Spenden oder gar einer Adoption.

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(c) Nathalie Richter

Dann gibt es noch was ganz Besonderes, was ich dir gerne präsentieren möchte: die Route 62 – noch fast unbekannt und nicht zu verwechseln mit der Route 66 in den USA! Ein absolutes Highlight und ein Muss, wenn du in Südafrika bist! Es ist eine Traumstraße und man wird mit wunderschönen Aussichten belohnt. Es ist eine tolle Alternative zur doch vielbefahrenen N2, vor allem in der Hochsaison! Sie ist die längste Weinstraße der Welt. Wenn du ein noch kein Weinkenner bist, kommst du auf den Geschmack!

Ich bin damals von Kapstadt über die Route 62 bis nach Knysna, wieder zurück in die Garden Route gefahren, jedoch geht es noch weiter bis nach Port Elizabeth. Ein Zwischenstopp ist z.B. das bezaubernde Dorf Montagu, mit gerade mal 9.000 Einwohnern.

Oudtshoorn ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Übrigens ist die Innenstadt ein Punkt, den du ruhig überspringen kannst. Meine Freundin und ich haben die Stadt erkundet und sind nach 15 Minuten wieder zum Auto zurück und haben uns mit einen Glas Wein in 30 Grad im Schatten zufrieden gegeben, bevor wir den Rücktritt angetreten haben.

Übrigens war es einer der ersten Gegenden, die ich während meiner Zeit in Südafrika erkundet habe. Und von da an wusste ich: Es wird noch besser! Aber davon beim nächsten Mal mehr.


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Gastautorin Christina Dann stellt sich vor…

„DER WEG IST DAS ZIEL“

Christina Dann (c) Personal Fitness Kassel
Christina Dann (c) Personal Fitness Kassel

Hallo du sporfreudiger Reisender! Wenn es dir wichtig ist, auf deinen Reisen fit und gesund zu bleiben und auch lange anstrengende Fußmärsche ohne größere Blessuren zu überstehen, darfst du gerne hier weiterlesen. Wenn Fitness kein großes Fremdwort für dich ist, du offen für Sport bist und du dich gerne bewegst, dann bist du hier genau richtig.

Mein Name ist Christina Dann und ich freue mich, dass Francesca mich noch vor ihrer großen Reise gefragt hat, ob ich für Travelastic schreiben möchte. Da gab es für mich nichts lange zu überlegen, selbstverständlich bin ich gerne dabei.

Ich bin abenteuerlustig, aber auch sicherheitsbedürftig. Ich bin kreativ, lustig und ideenreich, aber auch zielorientiert, konsequent und innerlich ausgeglichen. Schon von Kindesbeinen an bin ich immer in Bewegung, habe schon viele Sportarten ausprobiert, so auch Laufen, Speed-Skaten, Bouldern, Klettern, Schwimmen, Krafttraining mit Hantel, mit Geräten, funktionelles Training, Training mit Kleingeräten und dem eigenen Körpergewicht und vieles mehr.

Sport begeistert mich, das Gefühl nach dem Sport begeistert mich noch mehr: Es ist das Gefühl der Unbesiegtheit, das Gefühl der  Freiheit, das Gefühl, etwas wichtiges Gewonnen zu haben: Lebensqualität!

Was begeistert dich in deinem Leben?

CHRISTINA GANZ PRIVAT…

Ich reise sehr gerne, auch wenn sich mein ‚reisen‘ auf kurze Zeiträume beschränkt, nämlich wenn Ferien sind und mein Mann Urlaub hat. Ja, ich bin verheiratet und habe 2 Kinder. Meine Familie ist der Mittelpunkt meines Lebens, um sie dreht sich alles. Direkt nach meiner Familie kommt mein Job. Ich liebe meinen Job, lebe meinen Traum. Ich arbeite selbstständig als Vitalcoach und Personal Fitness Trainerin, leite mein eigenes kleines Studio und biete Outdoor-Kurse (buggyFit) bei uns in Kassel an. (Vielleicht kommen eines Tages auch Fitnessreisen in mein Angebot, aber das ist bisher noch eine Vision ohne nähere Planung.)

Ich bin Vitalcoach, Personal Fitness Trainerin mit TÜV-Rheinland geprüfter Qualifikation, Gehirnfitnesstrainerin, Trainerin zahlreicher VIPs, Bloggerin, Ebook-Autorin und Youtuberin.

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Christina Dann (c) Personal Fitness Kassel

Meine Selbstständigkeit erlaubt es mir, Termine so zu legen, wie es mir passt. Ich kann mir Zeit für meine Kinder nehmen, wann immer ich möchte. Die Arbeit wird dann eben später erledigt. Niemand macht mir Vorschriften, ich bin mein eigener Herr, ich bin flexibel, ich fühle mich frei.

Die Entscheidung, den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, habe ich Anfang 2013 getroffen. Ich war – nachdem ich kurz vor einem Burnout stand – auf Sylt. Es war eine meiner schönsten Reisen bisher, 4 Wochen Nordseeinselfeeling im Winter, eine Auszeit vom Alltag, zu mir finden, mir mein Leben bewusst machen und die Frage stellen, wie mein Leben in Zukunft aussehen soll. Es hat gut getan darüber nachzudenken und innerlich zur Ruhe zu kommen. So war es nachher keine Frage mehr, ob ich diesen Weg gehe, sondern wie ich ihn gehe.

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Ich habe Visionen und Ziele, wie ich meine Tätigkeitsfelder noch ausbauen kann und wo ich in einem und in fünf Jahren stehen will, denn ohne diese Visionen würde ich den Weg nicht gehen können:  Der Weg, der einst klein anfing und der Erfolg, der diesen Weg immer größer werden lässt. Mein Weg, gepflastert von Erfahrungen, neuen Ideen, neuen  Partnern, und hin und wieder auch Rückschritte – aus denen ich dann versuche etwas Positives zu machen.

WAS ICH BISHER SCHON ALLES VON DER WELT GESEHEN HABE…

…beschränkt sich dann doch eher auf Fotos…

Geboren bin ich 1982 in Kassel. Dort bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe meine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau absolviert, meinen Mann kennengelernt und lebe auch immer noch dort. Kassel ist eine weltoffene Stadt, sehr kulturell und seit Juni 2013 ist unser traumhafter Bergpark Wilhelmshöhe Weltkulturerbe. Kassel hat viele schöne Ecken und ist immer eine Reise wert. Früher war das nicht so, den Kasselanern  und Kasselänern fehlte viel Selbstbewusstsein, welches durch die Zerstörung im zweiten Weltkrieg und den hässlichen Wiederaufbau der Innenstadt danach zunichte gemacht wurde. Selbstbewusstsein, welches die Kasselaner und Kasseläner erst seit einigen Jahren wiederfinden, nachdem sie viel an ihrer Stadt veränderten und nun auch stolz sind auf ihre Stadt, die sich nicht mehr verstecken braucht. Ich bin übrigens Kasselaner, sprich: Ich wurde in Kassel geboren, aber meine Vorfahren stammen nicht aus Kassel. Kasseläner sind alle Personen, die mindestens in der zweiten Generation in Kassel geboren wurden und dann gibt es  da noch die Kassler: Die zugezogenen Personen. Aber das nur am Rande 😉

Und was kenne ich noch, außer Kassel? In meinen Urlauben zieht es mich meistens ans Meer. Geheiratet habe ich auf Pellworm, viele Urlaube habe ich auf Amrum verbracht, Sylt ist mir sehr ans Herz gewachsen, Teile Dänemarks habe ich bereits kennengelernt und im Süden habe ich es bis Spanien und Süditalien gebracht. Meistens reisen wir innerhalb Deutschlands, gerade wegen der Kinder wollten wir nicht allzu weit weg, da sie noch sehr jung sind. Aber auch Deutschland hat schöne Ecken, sowohl am Meer als auch im Gebirge und so suchen wir uns immer neue Orte, dir wir gemeinsam erkunden. Ein All-Inclusive-Urlaub, in dem es nichts außer Hotel und Strand gibt, ist nicht mein Ding. Auch im Urlaub brauche ich Bewegung und möchte die Regionen, die Menschen und Kulturen kennenlernen. Meistens übernachten wir in Jugendherbergen, auf großen Schnickschnack verzichten wir gerne.

MEINE MOTIVATION

Meine Motivation ist es, Menschen dabei zu helfen, sich fit, gesund und stark zu fühlen. Wie sagte bereits Juvenal, ein römischer Dichter und Satiriker? „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“. Einen gesunden Körper hat meiner Meinung nach der Mensch, der sich bewegt, der auf seine Ernährung achtet und der mit sich selbst im Reinen ist. Als Vitalcoach helfe ich den Menschen, ihren persönlichen Weg zu gehen, gesund zu werden oder gesund zu bleiben.

Laufbild Christina Dann
Christina Dann (c) Personal Fitness Kassel

Besonders die Reisenden liegen mir sehr am Herzen, wenn ich für Travelastic schreibe, denn:  Wusstest du, dass der Körper sich bereits ab einer Strecke von 300 Kilometern auf die Entfernung hin umstellen muss? Es macht sich oft bemerkbar durch Magen- und Darmprobleme die auftreten, weil der Körper Schwierigkeiten mit der Umstellung hat. Je fitter und leistungsfähiger der Reisende ist, umso weniger wird er von diesen Problemen spüren und umso mehr kann er seine Reise genießen. Ich möchte dir, lieber Reisende, lieber Leser, lieber Sportsfreund, Tipps geben, wie du selbst fit und gesund bleibst und somit deine Reise noch viel besser erleben und genießen kannst!

Ich freue mich, dass ich dir hier auf Travelastic viel mit auf deine Reise geben kann. Wenn du noch mehr von mir lesen möchtest, dann freue ich mich, wenn du mir auf meinem Blog folgst.

Deine Christina Dann


8 Alltagsgegenstände als Sportgerät

Sich fit zu halten auf Reisen ist wichtig, denn wer fit ist, kann seine Reise viel mehr genießen und wird durch die Strapazen, die eine Reise mit sich bringen kann, nicht geschwächt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich körperlich fit zu halten. Zuhause gehst du ins Fitnessstudio, in vielen Hotels gibt es Fitnessmöglichkeiten und oft gibt es sogar Outdoor-Geräte, zum Beispiel am Strand oder in Parkanlagen.

Theoretisch kannst du auch Kleingeräte ins Reisegepäck einpacken – doch wer versucht nicht, das Gewicht und den Umfang seines Gepäcks möglichst gering zu halten? Bei jedem Gramm wird gespart, und so bleiben die Fitnessutensilien dann doch zuhause liegen.

Schaust du dich einmal mit offenen Augen um, bietet die Natur von sich aus viele Möglichkeiten als gute Alternativen für Fitnessgeräte. Doch nicht nur dort gibt es viele Trainingsgelegenheiten, auch der Alltag bietet Equipment, welches ein intensives Training ermöglicht. So ist das Wetter keine Ausrede mehr und selbst bei übelstem Dauerregen kann intensiv drinnen sowohl Ausdauer als auch Kraft trainiert werden.

Aus diesem Grund möchte ich heute einige Alltagsgegenstände vorstellen, mit denen ein effektives Training möglich ist, um richtig fit zu werden und zu bleiben:

1) Flaschen

Flaschen sind nicht nur gut, um daraus zu trinken. Füllst du sie mit Sand, können Sie als Zusatzgewichte eingesetzt werden. Je nach Wahl der Flasche (Glas oder PET) und nach Menge des Sandes kann das Gewicht dem aktuellen Trainingsstand angepasst werden.

Auch kann die Flasche maximal bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden. Durch den Widerstand, den das Wasser beim vor- und zurück pendeln erzeugt, entsteht ein intensiver Trainingseffekt für die tieferliegende Muskulatur.

Mit 2 Flaschen und etwas Klebeband kannst du ein Trainingsgerät „basteln“, welches ebenfalls sehr individuell eingesetzt werden kann und viele Vorteile bietet: Eine Flasche wird mit Wasser gefüllt, beide Flaschen werden mit den Öffnungen so aufeinander gestellt und mit Klebeband fixiert, dass das Wasser nicht auslaufen kann. Trainiert man dann zum Beispiel Kniebeugen und hält die Flaschen in den ausgestreckten Armen horizontal, so dass das Wasser nicht hin und her plätschert sondern die Wage hält, wird noch viel mehr das Zusammenspiel aller Muskeln untereinander gefördert, Kraft- und Kraftausdauer können gesteigert werden und auch die Konzentration und Aufmerksamkeit wird geschult.


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2) Bücher

Bücher sind ein optimales Zusatzgewicht fürs Training, wenn gerade keine Hanteln verfügbar sind. Durch ihre unterschiedlichsten Größen und Dicken gibt es für jeden Trainierenden das passende Gewicht. So bekommt ein großes, schweres Fachbuch, welches sonst nur selten aus dem Regal geholt wird, eine ganz neue Bedeutung.

3) Handtücher oder saubere Putzlappen

Wichtig ist, dass die Tücher gut auf dem Fußboden gleiten, dann sind der Trainingsvielfalt keine Grenzen gesetzt: Zum warm werden steht der Trainierende mit jedem Fuß auf jeweils einem Handtuch und gleitet über den Fußboden vor und zurück, ohne die Füße anzuheben. Die Arme gehen im Rhythmus passend vor und zurück. Schon das richtige Tempo und die Schrittlänge lassen den Trainierenden ordentlich ins Schwitzen kommen. Fortgeschrittene können die Handtücher unter die Hände legen und gleitende Liegestütze machen.

4) Der Tisch

Klimmzüge mal anders: Der Trainierende hängt sich von unten an die Tischplatte. Der Rumpf ist fest und der Oberkörper wird hochgezogen, bis sich das Kinn über der Tischplatte befindet. Bei der Abwärtsbewegung wird der Körper soweit nach unten bewegt, dass er den Fußboden noch nicht berührt, dann geht es gleich wieder in die Aufwärtsbewegung. Diese Übung kann auch mit einem Besenstiel durchgeführt werden. Dieser wird dann über 2 Stühle gelegt, die links und rechts des Trainierenden stehen. Durch die Stange sind die Hände besser positioniert und je nachdem, ob im Obergriff oder Untergriff trainiert wird, variiert die Belastung der verschiedenen Muskeln.

5) Zollstöcke

Einen Zollstock findest du in jedem Werkzeugkeller, manchmal sogar mehrere. Die Zollstöcke werden auseinander geklappt und zu einem Kreis gefaltet. Hast du mehrere Zollstöcke zur Verfügung, können die einzelnen Kreise in einer Reihe auf den Fußboden gelegt werden und bieten nun eine perfekte Trainingsmöglichkeit für die unterschiedlichsten Koordinationsübungen.

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6) Rucksäcke

Einen Rucksack hat sicherlich jeder Reisende bei sich und auch dieser kann mit ins Training einbezogen werden. Zum Beispiel als Gewicht für die unterschiedlichsten Kräftigungsübungen: Je nachdem, womit der Rucksack befüllt wird, kann sein Gewicht variieren. Er muss nicht nur auf dem Rücken getragen werden, füllt man einen ausrangierten Rucksack zum Beispiel mit Sand, kann er auch wie ein Medizinball ins Training involviert werden.

7) Bobbycar

Welches Kind hat es nicht in seinem Fuhrpark? Das klassische Bobbycar steht noch immer hoch im Kurs bei den Kleinsten. Einfach mal nachfragen bei dem Kind vom Hotelzimmer nebenan oder bei der Kinderbetreuung am Pool, ob man sich das Gefährt für einen Moment ausleihen kann und dann loslegen: Die Füße auf dem Fußboden, den Rumpf stabil, kein Hohlkreutz, die Hände halten das Bobbycar seitlich fest. Mit langsamen Bewegungen wird nun das Bobbycar vor und zurück geschoben, die Füße bleiben immer an der gleichen Stelle auf dem Fußboden. Das gibt einen festen straffen Bauch, versprochen! Und mit einem lockeren Lächeln während der Übung findet man sicher gleich ein paar Fans, die einen vom Pool aus zujubeln und anfeuern.

Zum Abschluss möchte ich noch eine Trainingsmöglichkeit vorstellen, die überall vorzufinden ist:

8) Treppen

Sowohl treppauf als auch treppab trainieren die Muskulatur und die Ausdauer sehr effektiv. Besonders wer viel unterwegs ist, wird immer wieder auf Treppen stoßen. Statt diese gemütlich zu erklimmen, sollten auf folgende Kleinigkeiten geachtet werden und schon hast du nebenbei etwas für dich getan: Den Körper in eine Grundspannung bringen, sprich Po und Bauch fest anspannen, der Rücken wird gerade gehalten, die Schultern fallen lassen, Schulterblätter hinten aktiv zusammenziehen und die Arme werden im rechtem Winkel in Schulter- und Ellbogengelenken locker neben dem Oberkörper gehalten. Zügig geht es jetzt die Treppen nach oben oder nach unten. Wer möchte, kann noch die Knie bei jedem Schritt betont nach oben ziehen. Besonders das Absteigen der Treppen hat einen positiven Effekt auf die Haltemuskulatur der Beine, die Kniegelenke erhalten hierdurch eine gute Stabilität.