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Im Interview: Anja von das Fliegende Klassenzimmer zu “Warum bist Du Blogger?”

Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog
Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog

Auch, wenn es allem SEO Gedöhne etc. widerspricht, mein Blog ist ein Mix aus Unterrichtsbeiträgen, Hinweisen auf solche und Themen rund um das Thema Reisen. Kurz gesagt: Mein Blog ist eben mein Blog. Deshalb wechseln vermutlich auch die Genres. Mal eine nüchterne Tourenbeschreibung, dann wieder ein ausführliches Reisetagebuch oder eine sarkastische Momentaufnahme. Gleiches gilt für die Unterrichtsbeiträge. Hier versuche ich die Waage zwischen kostenlosen Beiträgen, kostenpflichtigen und Werbung für meine Veröffentlichungen zu halten.

WARUM BIST DU BLOGGER?

Du liebst es zu schreiben, deine Gedanken mit Fremden zu teilen, neue Produkte zu testen, Menschen zu inspirieren, deinen Alltag zu teilen. Du bist Blogger! Warum bloggst du und über welche Themen? Was ist dir wichtig und was weniger? Ist es nur Zeitvertreib für dich oder willst du etwas bewegen? Erzähle mir warum du Blogger bist. Travelastic berichtet heute von Anja von dem Blog “Das fliegende Klassenzimmer”

Welche Begriffe treffen auf Dich zu und warum? (Blogger, Digitaler Nomade, Globetrotter, Quer-Denker, Abenteurer)

Uff, das ist schwer. Zum einen, weil ich mich mit so Kategorien immer etwas schwer tue, denn sie haben für mich auch was mit Abgrenzung zu tun. Zum anderen, weil ich die meiste Zeit ja ein fast normales Leben führe. Gut ich bin gerne unterwegs und es gibt im Moment nichts schöneres für mich als nach einem anstrengenden Tag auf dem Rad auf meiner Isomatte zu sitzen und etwas zu kochen. Aber erstens sage ich ganz bewusst „Im Moment“, denn das kann ja in ein paar Jahren schon wieder ganz anders aussehen. Vielleicht gibt es dann nichts schöneres als … keine Ahnung, mit Reisen und Zelt wird es aber in jedem Fall zu tun haben. Und zweitens gibt es ja auch die vielen Tage und Wochen an denen ich morgens aufstehe, damit meine Tochter rechtzeitig zur Schule kommt und ich anschließend auch zur Arbeit gehe oder eben an den Schreibtisch, um Unterrichtsmaterialien zu erstellen, was ja auch Arbeit ist.

In welcher Form bist Du zum aller ersten Mal mit dem Bloggen in Berührung gekommen?

 

Unbewusst immer bei meiner Recherche nach Unterrichtsthemen und Informationen. Bewusst darüber nachgedacht, selber einen Blog zu machen habe ich in einer mehr oder weniger verzweifelten Nacht, als ich mich mal wieder gefragt habe, wie ich meine ganzen Ideen am Besten an die Menschheit bringen kann und im Idealfall auch noch Geld damit verdiene.

An welchen Orten bloggst Du?

 

 

Eigentlich überall. Ich bin ja noch nicht so lange dabei, angefangen habe ich natürlich an meinem Schreibtisch. Nach Weihnachten habe ich mir dann ein Tablet gekauft und nun weite ich meinen Radius immer weiter aus. Im Moment bevorzuge ich den Balkon und der Text über die Zugfahrkarte ist entstanden als ich auf einer Bank im Grünen gesessen habe und meiner Tochter bei der Reitstunde zugeguckt habe, na ja oder eben nicht zugeguckt habe.

Was ist ein No-Go auf einem Blog?

 

 

Ein absolutes NO-GO und das betrifft nicht nur Blogs sind für mich rassistische, fremdenfeindliche und in jedweder Weise diskriminierende Äußerungen.

Was ist ein Must-Do auf einem Blog?

 

 

Oje, da triffst du einen wunden Punkt. Ich finde es total wichtig, dass man weiß, mit wem man es zu tun hat. Sprich eine ordentliche Seite ÜBER MICH. Wunder Punkt deshalb, weil ich mich da selber noch scheue. Fotos von mir sind nicht so mein Ding, ich bin eben keine zwanzig mehr und sehe in Radklamotten auch nicht so prickelnd aus. Na ja mit diesem Interview gebe ich ja immerhin ein Foto preis, In Zeiten von Selfies, Facebook, etc. werden das viele sicher nicht verstehen, aber ich habe mich innerhalb kürzester Zeit entschieden sozusagen die analoge Welt zu verlassen und nun taste ich mich sozusagen Schritt für Schritt vor. Wer weiß, vielleicht gibt es in ein paar Jahren Bikinibilder, wobei ich hoffe, soweit wird es nicht kommen.

Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

 

 

Das ist eigentlich ganz unterschiedlich. Natürlich gucke ich mir auch andere Blogs an, aber meistens fallen mir einfach Bruchstücke und Formulierungen ein und die versuche ich dann zu einem Text auszubauen.

Ein perfekter Tag als Blogger?

 

 

Ist doch klar oder? Morgens in der Sonne sitzen und einen Artikel schreiben und den Tag über verfolgen, wie die Säule in der Statistik nach oben schnellt. Der krönende Abschluss sind dann noch ein paar nette Kommentare etc.

Wie waren Deine aller ersten Erfahrungen mit Deinem Blog?

 

Super. Ich fand es einfach klasse, dass sich gleich ein paar Leser gefunden haben und hatte das Gefühl, dass die Idee mit dem Blog vielleicht doch nicht so doof war, wie ich am Morgen nach der Erstellung gedacht habe.

Wie viele Stunden pro Woche investierst Du in das Bloggen?

 

Immer wollen alle von mir wissen, wie viele Stunden ich für was brauche. Das ist bei meinen Unterrichtsbeiträgen auch so, zumal sie teilweise auch stundenweise abgerechnet werden. Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht und es hängt auch von meiner Auftragslage ab. Außerdem habe ich einen Job in dem ich oft Leerlauf habe und schon mal die ein oder andere Zeile schreibe. Na ja und dann gibt es natürlich all die Momente in denen einem Ideen durch den Kopf gehen, was man schreiben könnte. Also Hut ab, vor allen, die hier genaue Zeitangaben machen können, ich kann es nicht. Sicher ist allerdings, dass ich gerne noch viel mehr Zeit für meinen Blog hätte.

Erzielst Du Einnahmen mit dem Bloggen und kannst Du davon leben?

 

Nein, ich nehme zwar an verschiedenen Affiliatetprogrammen teil, aber soweit ich das bisher überblicke ohne Erfolg. Aber mein Traum ist natürlich schon mit 65 irgendwo in Hinterpusemuckel zu sitzen und von dem Blog leben zu können.

Wie bist Du auf Deinen Blognamen gekommen?

 

Eigentlich wollte ich meinen Blog Lebenskünstlerin nennen, aber das gab es irgendwie schon. Na ja und da ich mich ja nicht zwischen einem Blog für Unterrichtsmaterial und einem Reiseblog entscheiden konnte habe ich mich dann für eine Kombination entschieden und da fand ich die Geschichte von Erich Kästner ganz passend. Wobei der Titel etwas irreführend ist, denn ich habe irrsinnige Flugangst und fliege grundsätzlich nicht, wenn zwischen Hin- und Rückflug nicht mindestens vier Wochen liegen.

Eine Woche ohne Technik – wie reagierst Du?

 

Ich weiß es noch nicht. Bis zum letzten Sommer hatte ich nicht einmal ein internetfähiges Handy und ehrlich gesagt hab ich mich immer über die Leute aufgeregt, die Abends auf dem Campingplatz über ihren Computern gehockt haben. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich bald genau zu diesen Leuten gehöre, ich hätte ihn ausgelacht. Aber ich hätte auch jeden ausgelacht, der mir in meiner Motorradzeit gesagt hätte, dass ich die Strecke 10 Jahre später mit dem Rad fahre. Solange ich mit meiner Tochter fahre ist Arbeiten und da gehört für sie auch der Blog dazu, TABU, also werde ich mich heimlich, wenn sie duschen ist mit meinen Mails zufrieden geben und wie in all den Jahren all meine Gedanken erst einmal auf Papier bringen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ordentlich in den Fingern jucken wird.

Wie lange brauchst Du im Durchschnitt für einen Beitrag?

 

Da beißen sich sozusagen Frage 9 und Frage 13 in den Schwanz. Bei manchen Texten setze ich mich einfach hin und sie dauern eben so lange, wie ein Text mit einem immerhin flotten Zweifingersystem braucht und mit anderen verbringe ich Tage und Nächte. Dummerweise weiß ich bis heute nicht, welche letztendlich besser sind.

Welche Reaktionen erhältst Du von Familie und Freunden zu Deiner Tätigkeit?

 

Durchweg positive, denn irgendwie haben mir immer alle in den Ohre gelegen, dass ich schreiben soll. Selbst meine Mutter, die den ganzen neuen Medien eher ablehnend gegenüber steht findet es gut.

Herzlichen Dank an Anja für dieses tolle Interview und die spannenden Themen!


Travelastic - Kommentare

Im Interview: Anja von das Fliegende Klassenzimmer zu “Erzähl mir wer Du bist”

Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog
Anja Joest (c) Das fliegende Klassenzimmer Blog

Auch, wenn es allem SEO Gedöhne etc. widerspricht, mein Blog ist ein Mix aus Unterrichtsbeiträgen, Hinweisen auf solche und Themen rund um das Thema Reisen. Kurz gesagt: Mein Blog ist eben mein Blog. Deshalb wechseln vermutlich auch die Genres. Mal eine nüchterne Tourenbeschreibung, dann wieder ein ausführliches Reisetagebuch oder eine sarkastische Momentaufnahme. Gleiches gilt für die Unterrichtsbeiträge. Hier versuche ich die Waage zwischen kostenlosen Beiträgen, kostenpflichtigen und Werbung für meine Veröffentlichungen zu halten.

ERZÄHL MIR WER DU BIST

Travelastic berichtet nicht nur von Reisezielen und Aktivitäten, sondern auch von Menschen. Von Menschen aus aller Welt. Die Geschichte eines jeden ist das, was die Welt und das Reisen so faszinierend macht.

Jeder hat seinen eigenen Lebensstil, eigenen Prioritäten, eigene Vorstellungen vom Leben. Genau das ist es, was dich unter anderem ausmacht. Du zeigst eine von vielen Varianten, ein inspirierendes, glückliches Leben zu leben. Es gibt kein richtig und kein falsch.

Du glaubst, dein  Leben ist nicht besonders? Dann geh auf reisen und lerne, wie besonders du und dein Leben sind. Lerne, dass jeder eine Geschichte zu erzählen hat. Dein Leben ist für einen Menschen im Urvolk mitten im Dschungel eine unglaubliche Geschichte, ebenso wie du fasziniert vom Leben im Dschungel oder vom Wüstennomaden bist. Travelastic veröffentlicht Geschichten von Menschen. Travelastic berichtet von dir und heute von Anja von dem Blog “Das fliegende Klassenzimmer”

Francesca: Was sind Deine herausstechenden Eigenschaften?

Anja: Ich behalte solange die Ruhe bis ich  innerlich koche und nur noch brüllen kann. Aber davon abgesehen, meint zu mindestens mein Umfeld, dass ich gut erzählen und schreiben kann. Ohne jetzt nazistisch wirken zu wollen, manchmal stimme ich sogar zu.

Francesca: In welchen Städten / Ländern / Kontinenten hast Du gelebt?

Anja: Ich bin in Köln geboren und habe dreizehn Jahre meines Lebens in Tübingen gelebt. Bis ich wieder nach Köln, bzw. nach Bergisch Gladbach gezogen bin. Zuhause fühle ich mich allerdings überall dort, wo ich die Heringe für mein Zelt in den Boden schlagen kann.

Francesca: Welches waren wichtige Ereignisse in Deinem Leben?

Anja: Das hört sich jetzt vielleicht pathetisch an, aber es war tatsächlich die Geburt meiner Tochter.

Francesca: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Anja: Mal ehrlich, müssen Reiseblogger immer glücklich sein? Ich  für meinen Teil kenne durchaus Tage an denen mich das Kopfkino nicht in Ruhe lässt und ich mir über Tod und Teufel Sorgen mache. Um dem zu entgehen, versuche ich im Heute zu leben, wenn das nicht hilft gibt es immer noch Gesichtsmasken und Schaumbäder oder ein gutes Buch. Kommt es ganz hart empfehle ich Schokoladeneis mit Schlagsahne im Schaumbad mit Gesichtsmaske.

Francesca: Was entfaltet bei Dir große Emotionen?

Anja: Wenn viele Menschen zusammen etwas Gutes erreichen.

Francesca: Wie sieht Dein persönlicher Lebensentwurf für Deine Zukunft aus?

Anja: Ganz einfach, ich habe gar keinen Lebensentwurf, dass habe ich vor circa sechzehn Jahren bemerkt, als ich mit meiner Tochter schwanger war und ich nicht wusste ob ich das Kind wirklich haben wollte. Damals sagte eine Freundin zu mir:,, Anja du musst wissen, ob das Kind in dein Lebensentwurf passt!“ Da erst ist mir klar geworden, dass ich gar keinen Lebensentwurf hatte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Klar gibt es viele Dinge, die ich gerne noch machen möchte, aber ich habe auch gelernt, dass es oft anders kommt als man denkt. Was ich in keinem Fall will, ist eine typische alte Frau werden, aber das sagen sicher alle in einem gewissen Alter und werden es dann doch. Mir schwebt da eher so etwas wie Wagenburg vor. Aber auch das sehe ich realistisch: welche Wagenburg hat schon Bock auf eine alte Rentnerin. Ich lass es einfach mal auf mich zukommen, das hat bisher auch immer ganz gut funktioniert.

Francesca: Welchen Einfluss hat Deine Umgebung auf Deinen Charakter und Dein Handeln?

Anja: Ich denke, dass man sich noch so oft vornehmen kann, sich nicht von seiner Umgebung beeinflussen zulassen, doch gelingen tut es vermutlich in den seltensten Fällen. Dennoch versuche ich immer meinen eigenen Weg zu gehen und meine Meinung und zu vertreten.

Francesca: Wie sieht ein typischer Tag in Deinem Leben aus?

Anja: Ich ärger mich, weil meine Tochter um kurz vor 6 aufsteht, obwohl sie erst um 7.30 aus dem Haus geht und ich jedes Mal wach werde. Um kurz vor 7 dröhnt dann ein Mama durch mein Zimmer und ich quäle mich mühsam aus dem Bett und leiste ihr beim Frühstück Gesellschaft. Ich selber bekomme um die Uhrzeit noch nicht runter. Wenn sie weg ist mache ich mich fertig und gehe je nach Wochentag arbeiten oder schreibe an meinen Unterrichtsbeiträgen. Abends essen wir dann gemeinsam und zweimal die Woche gehe ich schwimmen. Wenn ich richtig gut drauf bin schaffe ich es nach der Arbeit auch noch für eine kurze Runde auf’s Rennrad, aber das ist leider viel zu selten.

Francesca: Wie setzt Du das Thema “Nachhaltigkeit” um?

Anja: Ganz einfach: Ich fahre Rad und Zug. Wobei ich ehrlich gesagt dabei auch aus der Not eine Tugend gemacht habe, denn erstens habe ich kein Auto und zweitens habe ich Flugangst. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mit Auto auf mein Rad verzichten würde. Ich finde einfach, dass man nicht jeden Kilometer mit dem Auto zurücklegen muss. Gleiches gilt für den Flieger. Klar gibt es Ziele, die mit der Bahn nicht gehen, aber es gibt auch ganz viele Locations, die man durchaus mit der Bahn erreichen kann und ich kann allen Nichtbahnreisenden nur sagen: „Die DB ist immer für ein Abenteuer gut, zumindest, wenn man ein Rad dabei hat.“

Francesca: Wie engagierst Du Dich sozial?

Im Moment leider gar nicht, da ich zu viel arbeite und das bereitet mir auch immer wieder ein schlechtes Gewissen. Aber ich schaffe es einfach nicht mich regelmäßig irgendwo einzubringen. Dafür versuche ich bei meiner Arbeit so viel zu helfen, wie möglich. Beispielsweise indem ich immer wieder versuche Dolmetscher aus dem nahegelegenen Dönerladen heranzuziehen, wenn es bei mir Verständigungsproblemen kommt. Na ja und wenn dann mal wieder so ein paar rechte Spinner Stimmung machen versuche ich auch bei der Gegendemonstration dabei zu sein.  Und wenn es letztendlich auch nur die Tat einer Schreibtischtäterin ist: Indem meine Unterrichtsbeiträge sensible Themen behandeln hoffe ich natürlich in dem ein oder anderem Schüler eine gewisse Sensibilität zu wecken.

Herzlichen Dank an Anja für dieses tolle Interview und die spannenden Themen!


Travelastic - Kommentare

Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Travelastic – Fantastic Travel ist auf Reisen. Du gestaltest die Reise mit! Wie? Du stellst Travelastic deine Aufgabe.

Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Diese Aufgabe ist etwas umfangreicher und nicht leicht zu erfüllen. Ich soll während meiner Reise die Personen die ich treffe fragen, was das Rezept zum Glücklich sein ist. Die Frage zu stellen ist einfach. Die Frage zu beantworten sehr schwer. Ich gebe Unterhaltungen teilweise Wort wörtlich, teilweise sinngemäß wieder. Es handelt sich um die Aussagen der antwortenden Personen. Die Namen wurden teilweise abgeändert. – Was ist dein Rezept zum Glücklich sein?

Corinne & Laurens von Mighty Traveliers

zum Reiseblog

Vier Räder und eine Landkarte. Mehr braucht´s nicht zum Roadtrip. Und mehr braucht´s auch nicht zum glücklich Sein.

Nathalie von Travelastic

zu allen Artikel von Nathalie

Im Hier und Jetzt zu Leben – was sich als sehr schwierig herausstellt! Ich finde es sogar beinahe die größte Herausforderung. Tatsächlich macht mich das Reisen sehr sehr glücklich – doch auch die kleinen Dinge, die das Leben schön machen, sind meine Highlights. An einen kalten Wintertag einfach abends im Bett liegen, eine warme Tasse Kakao und die ganze Nacht Folgen einer Lieblingsserie anschauen – und ich bin glücklich! Ich denke, dass auch das richtige “Mindset” sehr wichtig ist, direkt morgens nach dem Aufwachen. Glücklich sein ist eine Wahl!

Jonas von JourneyBook

zu JourneyBook

Ich versuche oft dankbar zu sein für die guten Dinge die mir passieren und sie nicht als selbstverständlich zu nehmen. Das fängt bei Kleinigkeiten im Alltag an und geht über die Familie bis zum Job und all die Erlebnisse, die darüber hinaus gehen.

Susan aus Adelaide

Susan hat einen typisch deutschen Nachnamen: Schmidt. Ihre Eltern sind vor vielen Jahren nach Australien ausgewandert. Sie ist hier aufgewachsen. Sie hat bereits viel durchgemacht. Sie war Alkoholsüchtig, schafft es seit vielen Jahren jedoch diese Krankheit zu bekämpfen. Alkohol im Haus ist verboten. Sie hat Epilepsie und hat sich im Alltagsleben darauf eingestellt. Susan hat zum zweiten mal Krebs. Die wöchentlichen Chemotherapien setzten Ihr körperlich stark zu. Ihre Mutter ist geistig nicht mehr ganz da und benötigt Hilfe. Der Zustand der Mutter wurde von Susan’s Bruder monetär ausgenutzt. Ihr Bruder hat schon des öfteren Probleme verursacht, welche sich auf die gesamte Familie auswirken. Ihre Cousine ist geistig Behindert und benötigt Unterstützung im Alltag. Viele Probleme und Umstände, die vermuten lassen, dass die Frage nach dem Rezept zum Glücklich sein schwierig wird. Die Antwort zeigt jedoch, dass jeder Glücklich sein kann.

Für Susan ist das Rezept zum Glücklich sein die Liebe zu Familie und Freunden. Sich aufeinander verlassen können. Gegenseitig geben ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Einfach nur geben, weil du es willst, weil du jemanden etwas gutes tun willst. Das macht Susan Glücklich.

Gerhard von GerHeartsWorld

zum Reiseblog

Die richtige Mischung aus kontinuierlichen und verlässlichen Eingebunden seins in ein soziales Beziehungsnetzwerk und dem Raum für Freiheit, Abenteuer und der Entdeckung von immer wieder Neuem.
Das grösste Glück – und auch die grösste Herausforderung – liegt für mich in einer erfüllenden Liebesbeziehung.
Das Erfolgserlebnis Dinge selber gestalten zu können und Neues zu kreieren.

Katy aus Adelaide

Katy ist seit Ihrer Geburt blind. Songs sind für sie wie Bilder für mich – viele Erinnerungen. Sie selbst ist Sängerin und hat bereits Ihre eigenen CDs produziert. Der Tod ihrer Eltern vor einigen Monaten ist noch heute schwer für sie. Sie lebt alleine in ihrem Haus mit Orchid – Katy’s Blindenhund. Sie schaut mir beim Gespräch jedesmal direkt in die Augen. Auch sonst ist sie genauso selbständig wie jeder andere. Beim Uno spielen (mit Braille) kommen wir auf das Thema – Was ist dein Rezept zum Glücklich sein?

Für Katy ist das Rezept zum Glücklich sein, sich selbst so zu akzeptieren wie du bist und damit im positiven Sinne zu Leben.  Das Schöne und Gute in dem, was dich umgibt zu sehen, auch in schlechten Zeiten. Zu realisieren was einem das Umfeld gibt. Generell nicht am negatien festhalten, sondern nach dem positiven suchen und das Leben genießen.

Haley aus Sydney

Haley
Haley (c) Travelastic

Ich habe gerade den Tamarana Beach entdeckt und treffe zufällig Haley, sie ist die erste Person, der ich diese Frage stelle. Haley ist im Rentenalter und ursprünglich aus Deutschland. Sie reist ihr ganzes Leben, auch beruflich bedingt, um die Welt. Sie hat in Deutshland, England, Australien, Indien und anderen Länder für viele Jahre gelebt. Ihre Söhne leben in Kanada und Australien. Ihr Mann ist an einer schweren Krankheit vor vielen Jahren verstorben. Haley treffe ich am Tamarama Beach bei Sydney. Es ist wie so oft eine Zufallsbegegnung. Ich frage sie, ob sie auf meine Tasche am Strand aufpassen würde während ich im Meer schwimme gehe. Kein Problem. Als ich wieder bei ihr bin kommen wir ins Gespräch. Was ist Ihr Rezept zum Glücklich sein?

Das Gestern ist eine Erfahrung.

Die Gegenwart ist ein Genuss.

Die Zukunft bringt Neues.

Für Haley ist das Rezept zum Glücklich sein, nicht immer über vergangenes Nachzudenken – die Vergangenheit kann nicht verändert werden. Wichtig ist im hier und jetzt, in der Gegenwart zu leben. Diese können wir beeinflussen. An die Zukunft zu denken ist gut und wichtig, jedoch nicht zu viel, denn auch diese ist fern, wird aber neues für uns bereithalten. Auch gehört zum Rezept zum Glücklich sein, das wir die kleinen Glücksmoment wahrnehmen. Wenn wir blind nur unser nächstes ToDo abhaken wollen, so werden wir nicht das wahre Glück im Alltag finden können. Das Herz muss offen für Glück sein.

Rikke aus Dänemark

Rikke (links) und Francesca von Travelastic (rechts) (c) Travelastic

In den Blue Mountains treffe ich nach einer langen Wanderung Rikke im Hostel. Rikke ist aus Dänemark und seit Jahren immer wieder für einige Monate auf Reisen. Sie ist beruflich als Physiotherapeutin tätig und hat dies schon als Volontärin in Nepal genutzt. Wir treffen uns beim kochen im Hostel in den Blue Mountains und gehen einige Tage gemeinsam wandern. Was ist ihr Rezept zum Glücklich sein?

Morgens beim Aufstehen überlegen was du heute tun möchtest – und das dann machen. Klar, das muss mit deinem Leben vereinbar sein. Aber jeden Morgen aufstehen,  denken was ich alles tun möchte und es nie machen – das ist deprimierend. Außerdem den Moment genießen, nicht zu viel über vergangenes und zukünftiges nachdenken.

Tine von Träume um die Welt

zum Reiseblog

Wir haben uns über die Nominierung zum Liebster Award kennen gelernt. Sie wurde von Travelastic gefragt: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

“Sich selbst zu lieben und sich zu akzeptieren. Erst wenn du selbst glücklich bist, kannst du andere glücklich machen und mitreißen. Mein Lebensmotto: Der kürzeste Weg zwischen 2 Menschen ist ein Lächeln.”

Hooshang aus dem Iran

Hooshang ist ursprünglich aus dem Iran. Als junger Erwachsener ist er nach Neuseeland gegangen und hat einige Jahre dort gearbeitet. Mittlerweile ist er mit seinem Auto in Australien unterwegs und arbeitet an unterschiedlichen Orten. Seine Familie lebt weiterhin im Iran.  Wir treffen uns als Zimmernachbarn im Hostel in Katoomba. Was ist sein Rezept zum Glücklich sein?

Meditation! Eine ganz einfache Antwort. Wenn Hooshang meditiert, alles um sich herum ausblendet und sich ganz und gar auf seinen Geist konzentriert ist er glücklich. Oftmals ist die Welt um einen sehr laut, schnell und anstrengend. Man verliert sich selbst. Meditation bringt Körper und Geist wieder in Einklang.

Yvonne aus Deutschland

Wir teilen uns ein Zimmer im YHA Hostel in Canberra. Yvonne ist schon seit mehreren Monaten auf Reisen nachdem Sie Ihren Job als Ingenieurin in der Automobilindustrie in Deutschland gekündigt hat. Sie ist bereits seit einigen Jahren immer wieder auf Reisen, hat schon ein Jahr in China gelebt und ist demnächst in Japan verabredet. Was ist ihr Rezept zum Glücklich sein?

Familie und Freunde, der engste Kreis, und die Liebe zueinander. Die zwischenmenschlichen Beziehungen spenden Kraft. Auch eine erfüllende Aufgabe, ein Job bei dem man fühlt: Das will ich, hier und jetzt, ich mach das richtige, das was ich tun will.

Ihre Mutter hat Yvonne ein kleines Säckchen mit Steinen mitgegeben. Jedes mal, wenn sie einen glücklichen Moment erlebt wird ein Stein von der einen in die andere Tasche gemacht. Eine schöne Idee. Noch schöner ist Yvonnes Aussage: Die Steine reichen gar nicht aus, so viele glückliche Momente habe ich beim reisen.

Milla aus Finnland

Milla aus Finnland treffe ich im Hostel, wir teilen uns das Hochbett. Sie ist seit 1,5 Jahren auf Reisen. In Finnland hat sie Biologie studiert. Sie hat es jedoch in die Ferne gezogen. Über Russland, die Mongolei und viele andere Länder ist sie nach Australien gereist. Bald ist es Zeit für sie zurück zu kehren nach Finnland. Was ist ihr Rezept zum Glücklich sein?

Reisen! Klar und deutlich, kein Zweifel: Reisen! So viele glückliche Momente die das Reisen bietet – das ist das ultimative Rezept.


Ein wundervolles Video von Silbermond zu der Frage “Was ist Glücklich sein?”


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Travelastic Themenreihe: Erzähl mir wer Du bist!

Travelastic berichtet nicht nur von Reisezielen und Aktivitäten, sondern auch von Menschen. Von Menschen aus aller Welt. Die Geschichte eines jeden ist das, was die Welt und das Reisen so faszinierend macht.

Jeder hat seinen eigenen Lebensstil, eigenen Prioritäten, eigene Vorstellungen vom Leben. Genau das ist es, was dich unter anderem ausmacht. Du zeigst eine von vielen Varianten, ein inspirierendes, glückliches Leben zu leben. Es gibt kein richtig und kein falsch.

Du glaubst, dein  Leben ist nicht besonders? Dann geh auf reisen und lerne, wie besonders du und dein Leben sind. Lerne, dass jeder eine Geschichte zu erzählen hat. Dein Leben ist für einen Menschen im Urvolk mitten im Dschungel eine unglaubliche Geschichte, ebenso wie du fasziniert vom Leben im Dschungel oder vom Wüstennomaden bist. Travelastic veröffentlicht Geschichten von Menschen. Travelastic berichtet von dir!

LENA VON BOHEMIAN LENA

zum Beitrag: Erzähl mir wer Du bist!

Am Wichtigsten ist Lena natürlich Gesundheit, Ihre Familie, ein Job, der sie erfüllt und auslastet, sich mit Dingen zu beschäftigen, die ihr Spaß machen und zu ihrer persönlichen Entfaltung beitragen.

SONJA VON SONJA’S BESONDERE WELT

zum Beitrag: Erzähl mir wer Du bist!

Sonja träume davon, dass es keinen Krieg gibt und ihre Tochter in einer friedlichen Welt aufwächst.

GERHARD VON GERHEARTSWORLD

zum Interview

Abenteuerlustig, neugierig, Spass an Veränderungen, Langer Atem um Dinge konsequent bis zum Ende auch gegen Widerstände durchziehen können, Starker Wille (wenn ich mir erst mal was in den Kopf gesetzt habe…), Realitätssinn, freiheitsliebend und…mehr

JONAS VON JOURNEYBOOK

zum Interview

Gelebt habe ich die meiste Zeit in Deutschland und wenn ich von Reisen absehe bleibt noch ein 4 monatiger Schüleraustausch in Australien (Hobart, Tasmanien) und ein Monat bei dem ich gemeinsam mit meiner Freundin während der letzten langen…mehr

NATHALIE VON TRAVELASTIC

zum Interview

Was wohl die eigenen Freunde sagen würden? Wenn ich selbst ein Wort dabei haben darf, wähle ich die große Abenteuerlust und meine Weltoffenheit. Ich habe nichts dagegen, die verrücktesten und neusten Sachen aufzuprobieren oder etwas zu essen…mehr

ZU SPÄT?

Du hast erst jetzt die Blog-Parade “Erzähl mir wer Du bist!” entdeckt und willst noch mitmachen? Dann einfach auf die Verlinkte Seite klicken, Teilnahmebedingungen durchlesen und per E-Mail (info@travelastic.de) nach freien Plätzen fragen.

Du willst noch an der Interwievreihe “Erzähl mir wer Du bist!” teilnehmen? Zur Teilnahme sende eine E-Mail an info@travelastic.de!


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Im Interview: Gerhard zu “Erzähl mir wer Du bist”

Travelastic Gastautor Gerhard erzählt über sich im Interview zum Thema “Erzähl mir wer du bist!”. Wenn du mehr über Gerhard erfahren willst, dann lies weiter.

Francesca: Was sind Deine herausstechenden Eigenschaften?

Gastautor Gerhard Gant
Gerhard Gant (c) GerHeartsWorld

Gerhard: Abenteuerlustig, neugierig, Spass an Veränderungen, Langer Atem um Dinge konsequent bis zum Ende auch gegen Widerstände durchziehen können, Starker Wille (wenn ich mir erst mal was in den Kopf gesetzt habe…), Realitätssinn, freiheitsliebend und Nähe bedürftig, eher Generalist als Spezialist, breites Interessengebiet, unkonventionell, Individualist und Gemeinschaftsmensch, Sinnsucher und Meditierender. Tiefgang statt Oberflächlichkeit. Organisationstalent und die Fähigkeiten Menschen zusammen bringen zu können. Mein Sternzeichen ist Skorpion mit Aszendent Steinbock, falls das jemandem was sagt…

Francesca: Ich bin auch Steinbock – das passt ja.

Francesca: In welchen Städten / Ländern / Kontinenten hast Du gelebt?

Gerhard: Da muss ich zuerst mal den Begriff “gelebt” definieren in Abgrenzung zum bloßen Reisen. An einem Ort zu leben charakterisiere ich als einen Aufenthalt von mindestens 3 Monaten mit Eingebunden sein in ein Alltagsleben mit einer regelmäßigen Tätigkeit und dem Aufbau von Beziehungen zu Einheimischen.
Hannover (frühe Kindheit), Darmstadt (Schulzeit), Südschwarzwald (Zivildienst), Stuttgart (Studium und erster Job), Salta in Argentinien (5 Monate Auslandspraktikum), München (meine Wahlheimat), Monterrey in Mexico (7 Monate Expattätigkeit für meinen langjährigen Münchner Arbeitgeber).
Die Liste der Länder, die ich bereist habe umfasst alle Kontinente und mehr als die Hälfte aller Staaten, die auf dem Planeten existieren.
Grob geschätzt habe ich mich in einzelnen Regionen alles zusammen gerechnet etwa so lange aufgehalten:
Europa (außerhalb Deutschlands): 1,5 Jahre
Afrika: 3 Monate
Indien und Sri Lanka: 7 Monate
Südostasien: 6 Monate
Australien und Ozeanien: 6 Monate
USA und Kanada: 6 Monate
Lateinamerika: 2,5 Jahre

Francesca: Für mich passt deine Definition von “an einem Ort leben” sehr gut.

Francesca: Welches waren wichtige Ereignisse in Deinem Leben?

Gerhard: Mein jahrelanges Engagement als Jugendlicher im Kampf gegen die Startbahn West (Hüttendorf am Frankfurter Flughafen) und mein daraus begründetes Misstrauen gegen staatliche Organisationsformen und das Vertrauen Dinge lieber selber in die Hand zu nehmen.
Als ich mit 15 das erste Mal durch Europa getrampt bin, mit 16 das erste Mal in den USA war, mit 21 alleine mit dem Motorrad durch die Sahara gefahren bin und mit Mitte 20 das erste Mal Südamerika und Südostasien bereist habe.
Der erfolgreiche Abschluss meines Maschinenbau-studiums.
Meine 18 jährige Karriere bei einem global aufgestellten Mittelständler aus München, zunächst als Vertriebsingenieur, dann als Pionier einer neuen Unternehmung in Mexiko, als Vertriebs-innendienstleiter mit Personalverantwortung für 25 Mitarbeiter, als Prozessoptimierer, Leiter von großen strategischen Projekten, Personalcoach, Changemanager und Organisationsentwickler.
Mein erstes Selbsterfahrungsseminar im Alter von 17 Jahren und die vielen Jahrzehnte kontinuierlicher Arbeit an der eigenen Persönlichkeit in unzähligen Workshops und Ausbildungen.
Die Entdeckung der neuen Warmwassertherapien (Wassertanzen, Entspannung, Meditation) und deren 20 jährige Erforschung als Teilnehmer und auch als Ko-Leiter von Gruppen und Seminaren.
Mein abwechslungsreiches Liebesleben und meine tiefe Dankbarkeit an die 10 Partnerinnen, die sich auf eine längere Beziehung mit mir eingelassen haben.
Mein Engagement in verschiedenen öko-sozialen Gemeinschaftsprojekten und mit Mitte 40 mein erstes praktisches Erproben neuer Formen des gemeinschaftlichen Wohnens und Teilens als Alternative zur Konsumgesellschaft.
Nach 4 Jahren der Zusammenbruch der Lebensgemeinschaft, die Kündigung meines Jobs und der Aufbruch zu einer Weltreise auf unbestimmte Zeit mit unbestimmtem Ausgang.

Francesca: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Gerhard: Die richtige Mischung aus kontinuierlichen und verlässlichen Eingebunden seins in ein soziales Beziehungsnetzwerk und dem Raum für Freiheit, Abenteuer und der Entdeckung von immer wieder Neuem.
Das grösste Glück – und auch die grösste Herausforderung – liegt für mich in einer erfüllenden Liebesbeziehung.
Das Erfolgserlebnis Dinge selber gestalten zu können und Neues zu kreieren.

Francesca: Was entfaltet bei Dir große Emotionen?

Gerhard: Die meditative Verbundenheit von Sexualität, Liebe und Spiritualität.
No-Mind-Zustände, bei denen die Kontrolle des Denkes Urlaub macht und 100 % Platz für das Fühlen und All-Eins-Sein ist: In der Liebe, beim Tanzen, im Wasser, beim Meditieren, in der Natur, beim Outdoorsport…

Travelastic - Blog Empfehlung - GerHeartsWorld

Francesca: Wie sieht Dein persönlicher Lebensentwurf für Deine Zukunft aus?

Gerhard: Nach zwei Jahren um die Welt ziehen, zwei Jahren Sommer, zwei Jahren ohne festen Wohnsitz und mit ständig neuen Eindrücken wird es 2016 Zeit mich wieder niederzulassen.

Neben dem ganzen Reisen ist es wichtig für mich wieder eine Heimatbasis zu haben. Bis mich der nächste Reisehunger überkommt…

Meine Prio wird nicht mehr die Arbeit sein, sondern der Ort und die Menschen. Ich möchte mich irgendwo auf der Welt einem ökosozialen Gemeinschaftsprojekt anschliessen oder eines mitgründen. Dabei vertraue ich darauf, dass ich die materiellen Notwendigkeiten dann mit der Zeit auch irgendwie gebacken bekomme.

Die Herausforderung unserer Zeit ist der Postmaterialismus und der Ausstieg aus der Ersatzbefriedigung durch Konsum. Der Weg geht hin zu nachhaltigem Lebensstil und funktionierenden Gemeinschaften im Einklang mit der Natur. You may say I am a dreamer, but I am not the only one…

Francesca: Welchen Einfluss hat Deine Umgebung auf Deinen Charakter und Dein Handeln?

Gerhard: Ich bin ein soziales Wesen und meine Umgebung prägt und beeinflusst mich in vielfältiger Art und Weise…und umgekehrt. Ich bin davon überzeugt, dass alles mit allem zusammen hängt. Mir fällt der Refrain eines Songs ein: And I go my way, and I do my things, and I am connected to all beings.

Francesca: Lebensstil – Wie gestaltest Du Dein Leben?

Gerhard: Welche Lebensstil-Schublade darfs denn sein? Der sicherheitsorientierte deutsche Ingenieur? Der Öko-Revoluzzer? Der Möchtegern-Hippie und Freizeit-Anarcho? Der Bewohner einer Designer-Villa mit Garten und Pool? Der ohne festen Wohnsitz vagabundierende und monatelang nur im Zelt lebende? Der Veganer, der nur im Bioladen einkauft? Der Fastfood-Junkie, der sich nachts um halb zwei noch die fetten Burger und Pommes reinhaut? Der Opern-Besucher oder der freakige Openair-Festival-Gast? Ich bin dies alles und ich liebe diese Palette der (scheinbaren) Gegensätze. Was ich jedoch bei allem stets im Blick habe ist eine ausgewogene Risikoanalyse und das Bewusstsein um meine finanziellen Möglichkeiten. Das heisst nicht, dass ich keine Risiken eingehe – im Gegenteil – aber ich weiss in etwa auf was ich mich einlasse und bin vorbereitet, so dass ich nicht blind in existenziell bedrohliche Situationen hinein stolpere.

Gerhard, vielen Dank für deine Zeit und das tolle Interview zum Thema “Erzähl mir wer du bist!”. Ich glaube, unsere Travelastic Leser können gespannt auf deine nächsten Gastbeiträge sein.


Im Interview: Jonas zu “Erzähl mir wer Du bist”

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Heute im Interview mit Travelastic zum Thema “Erzähl mir wer du bist!” ist Jonas, 30 Jahre jung aus Hannover. Vielleicht kennst du Jonas schon vom JourneyBook – er ist der Mitgründer des tollen Reisetagebuches. Um mehr zu erfahren einfach oben auf den Banner klicken.

Francesca: Was sind Deine herausstechenden Eigenschaften?

Jonas: Ich bin positiv und vielseitig. Das reicht von musikalisch über (recht) sportlich bis hin zu technischen (z.B. Programmieren, online Marketing etc.).

Francesca: In welchen Städten / Ländern / Kontinenten hast Du gelebt?

Jonas: Gelebt habe ich die meiste Zeit in Deutschland und wenn ich von Reisen absehe bleibt noch ein 4 monatiger Schüleraustausch in Australien (Hobart, Tasmanien) und ein Monat bei dem ich gemeinsam mit meiner Freundin während der letzten langen Reise in Neuseeland gewohnt und im Weinberg gearbeitet habe.

Francesca: Welches waren wichtige Ereignisse in Deinem Leben?

Jonas: Die wichtigsten Ereignisse waren eigentlich immer mit Menschen verbunden. Ich bin sehr froh dass ich meinen besten Freund in der Schule kennengelernt habe. Genauso freue ich mich auch über die Freundschaften, die in den letzten sechs Jahren in und um Hannover herum entstanden sind. Deshalb würde ich den „Umzug“ aus der Kleinstadt Bad Salzuflen nach Hannover als wichtige Veränderung aufzählen. Schließlich hat dieser Umzug letztlich auch zu meiner Freundin/Partnerin geführt, wofür ich auch unendlich dankbar bin. Deshalb war für mich auch ein sehr wichtiges Ereignis als sie nach zwei Monaten, in denen ich allein durch Australien gereist bin, zu mir nach Neuseeland gekommen ist, obwohl man sagen kann, dass die Beziehung da noch recht „frisch“ war.

Francesca: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Jonas: Ich versuche oft dankbar zu sein für die guten Dinge die mir passieren und sie nicht als selbstverständlich zu nehmen. Das fängt bei Kleinigkeiten im Alltag an und geht über die Familie bis zum Job und all die Erlebnisse, die darüber hinaus gehen.

Francesca: Was entfaltet bei Dir große Emotionen?

Jonas: Es berührt mich sehr, wenn ich Momente (mit-)erlebe in denen anderen Menschen etwas Gutes passiert und sich dadurch etwas im Leben verändert bzw. verbessert.

Francesca: Wie sieht Dein persönlicher Lebensentwurf für Deine Zukunft aus?

Jonas: Das ist eine sehr gute Frage! Ich habe keinen festen Plan, aber möchte am Ende meines Lebens das Gefühl haben, dass meinetwegen die Welt etwas besser geworden ist und etwas „bleibt“. Dazu zählen dann auch meine Kinder – aber da bin ich noch nicht in Eile 😉

Francesca: Welchen Einfluss hat Deine Umgebung auf Deinen Charakter und Dein Handeln?

Jonas: Ich denke, dass eher mein Charakter und mein Handeln meine Umgebung beeinflusst. Ich umgebe mich mit Menschen die zu mir passen, die mir gut tuen (und ich ihnen hoffentlich auch).
Gleiches gilt zum Beispiel für meinen Job (Artdirektor/Grafik-&Webdesign), den ich nur mache, weil ich Spaß daran habe.
Wenn ich meine „deutsche“ Umgebung bzw. das „deutsch sein“ vergleiche mit Menschen, die ich auf Reisen treffe, merke ich aber auch, dass ich hier sicher mein Leben lang dazu lernen und mich entwickeln kann. Offener auf andere Menschen zu zugehen und mich selbst zu öffnen zähle ich dazu.

Francesca: Lebensstil – Wie gestaltest Du Dein Leben?

Jonas: Meine Mutter würde sagen ich gehe den einfachsten Weg. Manchmal mag sie damit Recht haben, da ich viele Dinge auf mich zukommen lasse und feststelle, dass sie gut werden. Gleichzeitig sind viele Dinge auch gut für mich, weil sie ausreichen. Ich muss nicht 100.000 € pro Jahr verdienen und ein teures Auto fahren (ich besitze gar keines). Viel mehr ist mir der Spaß an der Arbeit und die aktuell so beliebte „Work-Live-Balance“ wichtig. Gleichzeitig bin ich ein vergleichsweise sparsamer Mensch, der nicht ständig neue Dinge shoppen muss.
Mehr Sport ist definitiv ein Vorsatz für das neue Jahr, aber man braucht ja auch Herausforderungen um zu wachsen! Ähnlich verhält es sich mit meiner Ernährung, die zwar nicht dramatisch schlecht oder ungesund ist aber z.B. durch weniger Fleisch und noch weniger Zucker sicher optimiert werden kann.
„Kommt was kommt“ ist etwas was ich häufig gesagt habe. Gleichzeitig mag ich auch das Ghandi Zitat: „Sei die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst“. Ich denke die meiste Zeit befinde ich mich irgendwo dazwischen.

Jonas, vielen herzlichen Dank für deine kostbare Zeit um ein Interview zum Thema “Erzähl mir wer du bist!” für die Leser von Travelastic zu führen. Dir wünsche ich persönlich und beruflich mit dem JourneyBook weiterhin viel Spaß und natürlich Erfolg.


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Im Interview: Nathalie zu “Erzähl mir wer Du bist”

Heute im Travelastic Interview zum Thema “Erzähl mir wer du bist!” ist Gastautorin Nathalie, 23 Jahre jung aus Frankfurt am Main. Wenn du mehr über Nathalie erfahren willst, dann lies weiter.

Francesca: Was sind Deine herausstechenden Eigenschaften?

Nathalie Richter (c) N.R.
Nathalie Richter (c) N.R.

Nathalie: Was wohl die eigenen Freunde sagen würden? Wenn ich selbst ein Wort dabei haben darf, wähle ich die große Abenteuerlust und meine Weltoffenheit. Ich habe nichts dagegen, die verrücktesten und neusten Sachen aufzuprobieren oder etwas zu essen, wovon ich nicht weiß (und vielleicht besser gar nicht wissen will), was ich mir da wohl gerade in den Mund stopfe. Neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen ist das Tollste, was es gibt. Außerdem kann ich schlecht Dinge akzeptieren, solange ich Kontrolle über etwas habe – wenn ich etwas verändern kann (was mich unzufrieden macht), werde ich es verändern.

Francesca: In welchen Städten / Ländern / Kontinenten hast Du gelebt?

Nathalie: Bisher war mein längster Aufenthalt auf einen anderen Kontinent in Südafrika, wo ich 9 Monate lang gelebt und gearbeitet habe. Es stehen noch viele mehr auf meiner Liste!

Francesca: Welches waren wichtige Ereignisse in Deinem Leben?

Nathalie: Ich muss zugeben, so viele wichtige Ereignisse habe ich in meinem Leben noch nicht gehabt – abgesehen vom dem Üblichen – Führerschein, Schulabschluss, Ende der Ausbildung. Mein Aufenthalt in Südafrika ist mir Gold wert und ich würde für nichts in der Welt diese Erfahrung hergeben – das ist bisher mein wichtigstes Ereignis. Dieses tolle Land mit den bezaubersten Menschen kennenzulernen war bisher das größte Geschenk an mich. Es gab viele Schlüsselmomente für mich auf dieser “Reise” – was ein Wochenendtrip oder Kurzurlaub einfach nicht bieten kann (so sehr ich Kurzreisen auch liebe!).

Francesca: Was ist Dein Rezept zum Glücklich sein?

Nathalie: Im Hier und Jetzt zu Leben – was sich als sehr schwierig herausstellt! Ich finde es sogar beinahe die größte Herausforderung. Tatsächlich macht mich das Reisen sehr sehr glücklich – doch auch die kleinen Dinge, die das Leben schön machen, sind meine Highlights. An einen kalten Wintertag einfach abends im Bett liegen, eine warme Tasse Kakao und die ganze Nacht Folgen einer Lieblingsserie anschauen – und ich bin glücklich! Ich denke, dass auch das richtige “Mindset” sehr wichtig ist, direkt morgens nach dem Aufwachen. Glücklich sein ist eine Wahl!

Francesca: Was entfaltet bei Dir große Emotionen?

Nathalie: Die Natur. Kitschig, aber wahr. Es braucht eine atemberaubende Aussicht, ein schöner Sonnenuntergang oder einfach nur die Stille des Waldes, um riesige Wellen der Emotionen bei mir wach zurufen. Es erinnert mich jedes Mal daran, wie klein wir Menschen sind.

Francesca: Wie sieht Dein persönlicher Lebensentwurf für Deine Zukunft aus?

Nathalie: Weit weg und überall! Ich kann nicht sagen, im welchen Land bzw. auf welchen Kontinent ich sein werde, so in den nächsten 2-3 Jahren, doch es wird nicht langweilig. Gerne hätte ich den Luxus, von überall aus arbeiten zu können, was ein wichtiges Ziel von mir ist und ich tagtäglich ein bisschen mehr dafür tue, sei es auch nur, um den Plan in meinen Kopf zu verbessern. Jedoch bin ich auch für alles bereit und nehme das Leben so, wie es kommt! Bloß nicht in Deutschland 😉

Francesca: Welchen Einfluss hat Deine Umgebung auf Deinen Charakter und Dein Handeln?

Nathalie: Sehr großen Einfluss – es macht doch einen wahnsinnigen Unterschied, ob du das Meer/Berge/See/Wald vor deiner Nase hast, wenn du morgens aufstehst oder doch nur das Nachbarhaus, was genauso wie alle anderen aussieht. Da macht mich das Meer doch gleich viel glücklicher und ich starte entspannter in den Tag. Jedoch versuche ich auch in einer nicht-schönen Umgebung die beste Version von mir zu sein, die ich sein kann.

Francesca: Lebensstil – Wie gestaltest Du Dein Leben?

Nathalie: Oft verzichte ich auf vieles – um Geld zu Sparen, um neue Orte zu entdecken. Ich liebe lustige Spieleabende mit meinen Freunden, einen guten Film zu schauen und dabei gaaaaanz viel Sushi essen – das wichtigste von allen! ;D Nichts geht über Seafood! Ein All-you-can eat Sushi Buffet ist schon das halbe Paradies für mich. Aber für eine gute Party bin ich auch immer zu haben. Desweiteren versuche ich wirklich auf eine gute Ernährung zu achten, was auch ganz gut klappt. Nicht so viel Fleisch, viel vegetarisch – vegan esse ich auch gerne mal ab und zu! Wenn im Sommer die Grillsaison anfängt, sage ich zu Fleisch allerdings auch nicht “Nein” 😉

Vielen Dank Nathalie, dass du mir erzählt hast wer du bist. Ich freue mich auf viele weitere spannende Gastbeiträge von dir für Travelastic.


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