Entspannungstipps nach langen City Ausflügen zu Fuß

Es gibt Menschen, die verbringen ihren Urlaub mit tagelangem am Strand herum liegen. Und es gibt Menschen, die fahren in den Urlaub, um die Welt zu entdecken. Sie sind immer in Bewegung, reisen von einem Ort zum anderen und erfreuen sich der vielen Sehenswürdigkeiten, Menschen, Sitten und Bräuche, die verschiedene Länder zu bieten haben. Sie bereisen die Welt mit dem Zug, dem Flugzeug, dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß. Erst vor kurzem habe ich einen Spruch auf der Facebook-Seite von Travelastic gelesen, der sehr passend zum Thema dieses Artikels ist: “Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du wirklich gewesen.”

NUR WO DU ZU FUß WARST, BIST DU AUCH WIRKLICH GEWESEN.Was bedeutet „zu Fuß“ überhaupt? Für uns Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, laufen zu können und zu Fuß an jedes Ziel zu gelangen. Die meisten Menschen haben zwei Füße, doch kaum einer macht sich Gedanken darüber, was diese Füße eigentlich leisten.

Bereits die Konstruktion unserer Füße ist sehr beeindruckend: Ein Fuß besteht aus 26 Knochen, 27 Gelenken, 32 Muskeln und mehr als 100 Bändern. Die Füße sorgen für Stabilität, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Die Füße verfügen über mehr Sinneszellen als das Gesicht. Circa 1.700 Nervenenden und Sensoren sitzen nicht nur an der Fußsohle, wodurch sie jede Unebenheit und jedes Steinchen (im Schuh) melden und die verschiedenen Untergründe wie Sand, Kieselsteine und Waldboden zu einem angenehmen Erlebnis werden lassen können.

Die Füße müssen das gesamte Körpergewicht halten. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, ein ganzes Leben lang. Alleine die Achillessehne kann einer Belastung von etwa einer Tonne widerstehen. Es gibt Untersuchungen die belegen, dass nur während eines Tages, an dem man viel zu Fuß unterwegs ist, die Füße einer ca. 70 Kilo schweren Person circa 2.520 Tonnen (!) Gewicht tragen. Zum Vergleich: Ein ausgewachsener Elefant wiegt im Schnitt 4 Tonnen. Die Füße tragen also täglich ein Gewicht, welches 630 Elefanten entspricht!

Beim normalen Gehen wird der Hinterfuß mit dem 5-fachen des eigenen Körpergewichts belastet. Beim Joggen ist es sogar das Neunfache.

Plant man nun im Urlaub einen langen Fußmarsch, sollte man bereits im Voraus einige Dinge beachten, um seinen Füßen nicht zu sehr zuzusetzen. Das richtige Schuhwerk spielt hierbei eine große Rolle. Wichtig ist, dass der Schuh bequem am Fuß sitzt. Der Schuh sollte nicht drücken, nirgends reiben und einfach perfekt passen. Bereits beim Kauf der Schuhe sollte man sich bewusst sein, welche Wege man gehen wird: Geht es in die Berge mit Strecken über Stock und Stein, geht es an die See mit überwiegend flachen und geteerten Strecken, wird es ein City-Ausflug oder geht es sogar in die Wüste? Die Farbe sollte bei der Auswahl der Schuhe nur eine untergeordnete Rolle spielen. Viel wichtiger sind die Passform und die Funktionalität.

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Sehr gut ist es, wenn man die Schuhe schon einige Wochen vor der Reise kauft und sie einläuft. Dann steht einem langen Fußmarsch im Urlaub nichts mehr im Wege.

Doch trotz sorgfältigster Vorbereitung spürt man seine Füße nach einem langen Tag unweigerlich. Während eines langen Ausflugs zu Fuß haben die Füße wieder Höchstleistungen vollbracht und dürfen danach zu Recht müde sein. Es gibt Tricks die dabei helfen, die Füße zu verwöhnen und wieder auf Vordermann zu bringen.

Wechselbäder können wahre Wunder bewirken. Durch den Wechsel der Temperatur werden Spannungen des vegetativen Nervensystems aufgehoben, zusätzlich wird das Herz- Kreislaufsystem trainiert. Für ein Wechselbad werden zwei Fußwannen benötigt: In einem befindet sich kaltes Wasser (ca. 12 – 20 Grad), im anderen Behälter warmes Wasser (ca. 36 – 38 Grad). Zuerst werden die Füße für etwa fünf Minuten in das warme Wasser gestellt, anschließend für ca. 15 bis 20 Sekunden in das kalte Wasser. Etwa drei bis fünf Mal sollte der Wechsel durchgeführt werden. Man endet mit dem kalten Wasser, danach werden die Füße gründlich abgetrocknet und in warme Socken verpackt.

Auch ein angenehmes, warmes Fußbad kann müde Füße wieder munter machen. Gibt man in das Wasser ein paar Tropfen wohlriechendes ätherisches Öl, ist der Entspannungseffekt noch größer. Vor dem Fußbad sollten ein Handtuch und die dicken, warmen Lieblingssocken bereit gelegt werden. Eine entspannte Sitzhaltung, zum Beispiel in einem Sessel, sollte selbstverständlich sein. Während des Badens können die Füße mit kleinen Bewegungen aufgelockert werden: Kreisen, beugen und strecken aus dem Fußgelenk, bewusstes anziehen und entspannen der Fußzehen regen die Durchblutung an und helfen beim Entspannen.

Nach dem Fußbad werden die Füße gründlich abgetrocknet. Jetzt geht nichts an einer wohltuenden Massage vorbei. Diese kann auch vom Partner übernommen werden. Ein wohlriechendes Massageöl ist gleichzeitig gut für die Haut. Die Massage startet mit kreisendenden Bewegungen über den Fußrücken mit der flachen Hand. Langsam streicht die Hand zum großen Zeh. Dieser wird mit kleinen kreisenden und langsamen Bewegungen massiert, dann geht es weiter über die anderen Zehen bis zum kleinen Zeh. Bei den Bewegungen sollte immer ein leichter, angenehmer Druck ausgeübt werden. Nach den Fußzehen folgt der Fußballen. Der Fuß wird so in die Hand genommen, dass beide Daumen den Ballen massieren können. In kleinen, wechselnden Bewegungen gehen die Daumen hoch und runter über den Ballen.

Nun ist die Fußsohle an der Reihe: Wieder geht es mit beiden Daumen und leichtem Druck von den Zehen bis zur Ferse im Zickzack-Muster. Ein kleiner Hinweis für den Partner: Bei kitzeligen Menschen hilft es, den Druck zu erhöhen. Je fester der Druck, umso weniger kitzelt die Massage. Nur nicht zu fest drücken, sonst wird es unangenehm. Danach wird die Ferse mit einem Daumen im Kreis massiert. Zum Schluss wird der Fuß in Richtung Zehenspitzen ausgestrichen und die Kuschelsocken angezogen.

Wer während seines Ausflugs einen Bach oder vielleicht sogar das Meer vor den Füßen hat, sollte sich immer ein kleines Handtuch einpacken. In der Pause gibt es nichts schöneres, als barfuß im kalten Wasser zu waten, danach schnell die Füße leicht abtupfen und wieder in die Strümpfe und Schuhe geschlüpft. Die Füße fühlen sich dann so richtig schön warm an. Das Gefühl ist einzigartig, versprochen!

Um die Füße zu trainieren ist es gut, möglichst viel barfuß zu laufen. Egal ob Strand, Wiese oder Waldboden: Der Barfußgang schärft die Sinne und trainiert die Muskulatur. Je trainierter die Füße sind, umso weniger neigen sie zu Verspannungen und umso länger halten sie bei City-Ausflügen durch.


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