Gesunde Ernährung auf Reisen

Zum Thema gesunde Ernährung gibt es diverse Empfehlungen und jede Menge Literatur. Es gibt Verfechter jeder Art von Ernährung, ob es Vegetarische, Vegane, Steinzeit oder Low Carb Ernährung ist. Sich damit zu beschäftigen dauert ein Leben lang und man ist trotzdem nicht schlauer. Unsere Gesellschaft muss sich heute mit einer Ernärungssituation auseinander setzen, die der Mensch nicht gewohnt ist. Wir haben ein Überangebot an Nahrung, wir müssen nicht mehr einen Großteil unserer Zeit dafür aufbringen Nahrung zu beschaffen um zu Überleben. Wir sind nicht mehr den ganzen Tag in Bewegung um zu Jagen und zu Sammeln. Dadurch entstehen unsere Zivilisationskrankheiten wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Narungsunverträglichkeiten. Klar müssen wir uns mit unseren Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzen, wir sollen es aber nicht zu einem Wahn werden lassen. Gibt es eine Allergie oder eine Unverträglichkeit hat, dann musst du das natürlich beachten bei deiner Speisenauswahl. Im Prinzip muss jeder selbst Wissen was und wie er Isst. Ich gebe dir hier Empfehlungen die sich nach denen der DGE richten und die du auf deinen Reisen umsetzen kannst. Ich sage nicht dass es einfach ist, du musst dir schon ein paar Gedanken machen wie du es umsetzen kannst.

Was du beachten solltest?

Für uns Deutsche Hygenerichtlinen selbstverständlich und wir bekommen nichts zu kaufen oder zu essen, was nicht mindestens einmal kontrolliert worden ist. Alles wird unter bestimmten Richtlinien vorbereitet, zubereitet oder verkauft. Im Ausland, besonders im nicht europäischen, ist das anders, wir treffen auf ungewohnt unhygienische Zustände. Unser Immunsystem ist nicht vertraut mit der fremden Mikrobenflora und kann diese krank machenden Eindringlinge nicht beim ersten Kontakt abwehren. Wir müssen uns erst Abwehrkräfte dagegen aufbauen. Es gibt einige Sachen die man grundsätzlich vermeiden sollte, besonders in warmen Klimazonen.

  • Meidet Eis und Eiswürfel und kalte Speisen, dort fühlen sich Salmonellen wohl.
  • Habt Ihr das Essen selber nicht zubereitet, verzehrt es nur durchgegart.
  • Kauft intakte ungeschälte Früchte und schält sie selbst.
  • Kauft Flaschen nur original verschlossen und mit unbeschädigtem Siegel, es gibt viele die die Flaschen mit Wasser vor Ort neu befüllen, welches nicht immer sauber ist.
  • Merkt euch: Cook it, boil it, peel it or forget it. Dann werden euch viele Magen Darm Beschwerden vorenthalten bleiben.

Was solltest du essen?

Als erstes, esst was Ihr mögt und was euch schmeckt. Wollt Ihr euch bei etwas umstellen, bedenkt dass der Körper drei Monate braucht um sich umzustellen, auch der Geschmackssinn. Ihr könnt alles lernen und alles ändern. Zwingt euch zu nichts, fühlt euch wohl mit eurem Essen.

  1. Lebensmittelvielfalt genießen, Esst abwechslungsreich und nicht immer das gleiche
  2. Reichlich Getreideprodukte sowie Kartoffeln, nehmt Produkte aus Vollkorn sie enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
  3. Gemüse und Obst Nimm 5 am Tag, zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse möglichst frisch und die Menge die in die Handfläche passt
  4. Milch und Milchprodukte täglich, Fisch ein – zweimal die Woche, Fleisch, Wurst und Eier in Maßen, wählt fettarme Produkte und nicht aus der Massentierhaltung
  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel, bevorzugt pflanzliche Öle und bedenkt Fett liefert lebensnotwendige Fettsäuren
  6. Zucker und Salz in Maßen, Zucker fördert Fettleibigkeit und Salz den Bluthochdruck
  7. Ausreichend Flüssigkeit, der Wasser bedarf des Körpers hängt von Bewegung und Außentemperatur ab, also passt euer Trinkverhalten den Bedingungen an
  8. Schonend zubereitet, kurze garzeiten bei niedrigen Temperaturen und mit möglichst wenig Fett und Wasser zubereitet
  9. Zeit nehmen und genießen, nicht schnell mal was runterschlingen
  10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben, erklärt sich von selbst

Wenn Ihr an einem Straßenstand oder in einem Restaurant essen wollt, schaut euch gut um, ob euch die Zustände zusagen. Riecht etwas komisch oder sieht nicht gut aus, lasst die Finger davon. Seit trotzdem aufgeschlossen neues Auszuprobieren und testet euch durch einen neue Speisewelt.

Was solltest du meiden?

Generell gilt, meidet Weißmehl, Zucker und Fett, sie liefern viel Energie und kaum Nährstoffe. Paracelsus, der Vater der Toxikologie, hat uns gelehrt: „Die Dosis macht das Gift“. Wir brauchen Zucker und Fett um funktionieren zu können, aber bei dem Überangebot essen wir zu viel davon. Streicht es nicht rigoros von Eurem Speiseplan, es klappt sowieso nicht. Geniest es ein Eis zu essen und macht euch bewusst, dass es keinen Nährwert hat sondern ein Genussmittel ist.

Es schmeckt uns erst richtig gut, wenn wir Süß, Sauer und Salzig schmecken. Das weiß auch die Lebensmittelindustrie. Es wird mit vielen Tricks gearbeitet um möglichst günstig zu Produzieren und den Kunden an den Geschmack zu binden. Mittlerweile ist die Lebensmittelindustrie Healthy und Funktional Food gekommen, es wird billig Produziert und mit künstlichen Zusätzen eine gesundheitsfördernde Wirkung versprochen. Nur das diese Lebensmittel in der Regel nicht gesund sind und wichtige Nährstoffe fehlen sondern, wenn überhaupt, künstlich zugesetzt sind. Wir fallen gerne auf diese Versprechen rein und machen uns nicht die Mühe auf die Zutatenliste zu schauen. Zudem die wirklich ungesunden Zutaten mit Typenbezeichnungen versehen sind, die man kennen muss. Was also tun? Vermeidet Fertigspeisen, klar eine Tiefkühlpizza macht keine Arbeit, aber sie bietet auch keinen Nährwert. Das gleiche Prinzip gilt auch für Junkfood, wenig Nährstoffe und viel Geschmack möglichst günstig Produziert.

Also nehmt Euch die Zeit und bereitet Euer Essen selber zu, dann wisst Ihr auch was drin steckt.

In diesem Sinn „Lass es dir schmecken“


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