Highlights auf den Philippinen

Ihr habt in meinem letzten Beitrag 5 Fakten zum Philippinen Start gelesen. Auf meinem Blog findest Du außerdem auch noch einige Hintergrundinfos und hübsche Unterkünfte. Heute ist die Rückkehr von meiner Reise bereits 2 Monate her. Meine Weltreise steht nun bevor (am 04.07.2016 geht´s los- aber mehr dazu in meinem nächsten Artikel) und definitiv werde ich die Philis noch einmal besuchen. Warum diese atemberaubende Insellandschaft mich so begeistert hat und was meine Highlights waren? Das liest du jetzt.

MEIN HIGHLIGHT MIT (MENSCH UND) TIER

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Laura (c) Placeless

Vor meiner Reise habe ich viel zu den Philippinen gelesen. Über 7000 Inseln, viele unbewohnte Inseln, tolle Menschen, Backpacker und wundervolle Felskulissen. Ich wurde nicht enttäuscht. Vor meiner Reise war ich total scharf darauf mit den Walhaien zu tauchen. Es sollte mein persönliches Highlight werden. Ist es das auch geworden? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Mein liebster Kumpel und Reisepartner hatte schiss. Das war für mich umso witziger. Ich muss allerdings zugeben, die Tiere sind unglaublich groß, um nicht zu sagen riesig. Aber gleichzeitig scheinen sie so friedfertig und ruhig.

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Laura (c) Placeless

Der Haken an der Sache? Die Tierchen leben zwar im Meer und sind dort auch frei. Um die Touristen und Einheimischen jedoch zu unterhalten, werde diese in Oslob (Insel Cebu) angefüttert. 20 Euro kostet es für Touristen etwa 20 Minuten mit den Tieren zu schwimmen. Ich fand es unglaublich und habe meine Moral kurz zur Seite geschoben. Ob das richtig war? Ich weiß es nicht, aber das Erlebnis war wundervoll.

HIGHLIGHT: ROBINSON CRUSOE FÜR EINEN TAG

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Kanu (c) Placeless

Die Philis sind für mich übrigens auch eine kleine eigene Welt voller Möglichkeiten. Ein weiteres Highlight war eine private Kanutour. Wieso privat? Es gab nur mich, meinen Reisepartner, ein Kanu und das Meer. Und schon ging es los. Vorher haben wir uns auf der Karte alles genau angeschaut und waren ganz sicher, dass wir die Entfernungen locker schaffen. Wir sind ja recht sportlich. Pah. Pustekuchen. Mitten auf dem Meer riefen wir SOS und hofften, dass uns ein Touri- Schiff mit ans Ufer zieht. Es hatte aber niemand erbarmen 😉  Das war auch gut so, denn wer sich durchbeißt wird auch belohnt. Das war unsere persönliche Lektion. Trotz Gegenwind und leichten Strömungen erkundeten wir während unseres unkoordinierten 9- Stunden Ausfluges 4 wundervolle Inseln. Zwei davon unbewohnt. Schau Dir die Bilder an und lass es wirken! Unsere Tour haben wir in El Nido auf Palawan gestartet und haben umgerechnet 10 Euro für das Paddelbötchen bezahlt. Eine gute Übersichtskarte steht vor dem “Art Cafe”, die wir einfach fotografiert und somit dabei hatten. Dringend zu empfehlen: Dry Bag. Also trocken kamen wir am Ende nicht aus dem Boot 🙂

Fazit: Ein Traum und 2 Tage Muskelkater, aber ich werde es definitiv wiederholen!

HIGHLIGHT: DIE MENSCHEN- ES GIBT SIE NOCH, DIE NÄCHSTENLIEBE

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Walhaie (c) Placeless

Ich bin viel gereist und war auch viel als typischer Touri unterwegs. Ich habe viel zu hohe Preise gezahlt, habe mich vermutlich etliche Male “abzocken” lassen und habe mich Reisegruppen bei Tagesausflügen angeschlossen. Aber ich bin auch als Backpacker gereist, habe in Autos und Zelten geschlafen und Bohnen aus der Dose vom Gaskocher gefrühstückt. Was mir aber unglaublich selten passiert ist, ist es Menschen zu treffen, die herzensgut, nächsten liebend und einfach selbstlos sind. Trotz minimaler Mittel und purer finanzieller Unsicherheit. Auf den Philippinen wurde ich daran erinnert, wie toll Menschen sein können, auch wenn offensichtlich ist, dass ich eine “reiche” Europäerin bin. Lass mich Dir ein Beispiel nennen. Ja, in einer Situation war ich zu Tränen gerührt.

Es ging mit dem Flieger nach Puerto Princesa (Flughafen der Insel Palawan) um dort für eine Nacht zu bleiben. Spontan entschieden wir allerdings direkt weiterzureisen. Hatten jedoch keine Ahnung wie und wohin und natürlich auch kein WLAN. Kein Cafe war in Sicht, wir waren dazu noch total ko (hatten vorher einen 10 Stunden Trip mit Fähre, Trycycle, Texi, Bus und Flugzeug hinter uns) und keine Ahnung wohin mit uns. Wir fanden eine Kirche. Ich bin in Deutschland aus der Kirche ausgetreten und habe keinerlei Bezug dazu. Ich ging trotzdem hinein und fragte ob wir das Wlan benutzen dürften. Wir würden auch dafür bezahlen. Natürlich durften wir. Ein Gemeindemitglied kam zu uns und suchte das Gespräch mit uns. Wir unterhielten uns mit Hand und Fuß, sein Englisch war sehr gebrochen, sein Herz jedoch war offen für die Welt und er war sehr neugierig. Wir tauschten uns aus, bekamen wundervolle Tipps und Ratschläge. Und Wlan. Als wir uns sehr herzlich verabschiedeten wollten wir dem jungen Mann als Dank etwas Geld geben. Er lehnte ab und wir dachten das wäre Höflichkeit und bestanden darauf. Wir konnten ihn auch nach Minuten nicht dazu überreden das Geld zu nehmen.  Sein Shirt war kaputt, seine Menschlichkeit in Takt. Er nahm uns in den Arm und er sagte er freue sich, wenn Menschen aus aller Welt seine Heimat besuchten und er helfen könne das Land zu erleben. Mit Tränen in den Augen verließen wir die Kirche. Einen Augenblick überlegte ich in Deutschland wieder einzutreten. Aber dieser Mensch war unabhängig von der Kirche einfach wundervoll. Auch jetzt wenn ich daran zurückdenke wird mir ganz warm ums Herz. Genau das sind die Momente, die das Reisen so einzigartig machen. Ich werde diese Situation niemals vergessen und mich daran erinnern, wenn ich einmal Menschen auf Ihrer Reise unterstützen kann. Ich hoffe auf meiner Weltreise werde ich viele dieser Momente erleben und gutes Karma verbreiten!

Ja, du hast recht. Es hat vielleicht nichts mit den Philis zu tun. Verbinden werde ich es trotzdem immer mit diesem wundervollen Inselparadies!

Hast Du auch solche Situationen erlebt, Momente auf Deinen Reisen, die Dich für immer begleiten werden?

Herzlichst,

Laura


Ein Gedanke zu „Highlights auf den Philippinen“

  1. Oh ja, liebe Laura. Das kannn ich sehr gut nachvollziehen. Herzensgüte, nächstenliebe und hilfsbereitschaft ist in den Philippinen nicht nur leeres gerede. Ich bin seit 10 Jahren mit meiner Frau zusammen. Und jeder einzelne Tag ist ein Wunder für mich. Aber ich sehe und erlebe das auch immer wieder bei mir völlig fremden Einheimischen. Ich finde dass wir uns davon eine dicke Scheibe abschneiden können.
    Danke dass du dein Erlebnis mit uns teilst.
    LG, Urs

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