Im Interview: Francesca zu Sport auf Reisen – Teil II

Travelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil ITravelastic - Beitragsbild - Sport - Francesca zuSport auf Reisen Teil IIChristina: Es gibt eine Studie, an der 96 Probanden teilnahmen um herauszufinden, wie lange es dauert, bis eine Handlung zur Gewohnheit wird. Durchschnittlich 66 Tage dauert es, manche Handlungen wurden jedoch bereits nach 18 Tagen zur Gewohnheit. Beim Joggen zum Beispiel sagt man, sind es die 18 Tage, bis man sich an die Routine gewöhnt hat.

Überall auf der Welt gibt es Fitnessstudios. Meistens werden die guten Vorsätze Anfang des Jahres ins Fitnessstudio getragen, dort in einen Vertrag umgewandelt, der dann den Rest seiner Laufzeit dort liegt – die Routine bleibt dabei leider meistens auch auf der Strecke.

Um sich fit zu halten, bedarf es keines Studios, keiner Geräte oder anderen Drumherums. Die Natur bietet unheimlich viele Möglichkeiten, die das Training abwechslungsreich und intensiv gestalten können. Wo trainierst du am liebsten?

Francesca: In Deutschland ging es mir genau so. Ich habe einen Vertrag in einem Fitnessstudio abgeschlossen und bin auch regelmäßig hin gegangen um Sport zu treiben, ich habe auch positive Veränderungen bemerkt. Dann habe ich meinen Job gewechselt, immer mehr gearbeitet und irgendwann war das Fitnessstudio Geschichte. Die Abbuchungen liefen natürlich weiter – Fehler!

Auf Reisen kannst Du auch in Fitnessstudios gehen, es gibt einige die Dir einen weltweiten Zugang ermöglichen. Ich persönlich habe einige Bekannte die das auch tatsächlich machen. Die Mehrheit jedoch nicht. Ich habe keinen festen Wohnort mehr. Ich liebe es in der Natur zu sein. Also wird im botanischen Garten in Sydney, in der Wüste im Red Centre, auf einen Berggipfel im Outback, am Strand auf Bali oder im Regenwald in Java trainiert.

Christina: In Australien gibt es am Strand, in Parks und selbst in den Städten Outdoor-Trainingsmöglichkeiten zur freien Nutzung. Hast du selbst schon solche Trainingsmöglichkeiten ausprobiert? Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?

Australia - Tasmania - Devonport - Sportpark
Sportanlage in Devonport/ Tasmanien/ Australien (c) Travelastic Photography

Francesca: Ja. Ich war ziemlich überrascht. Es sind oftmals Trainingsgeräte wie im Fitnessstudio. Klar, nicht unbedingt auf dem neuesten Stand und glänzend poliert, aber funktionsfähig. Du hast in der Regel zu jedem Gerät eine kurze Erklärung in Schrift und Bild was zu tun ist um die Geräte richtig zu bedienen und Deinem Körper gutes zu tun. Viele Reisende, aber auch Leute die in der Pause oder nach Feierabend trainieren wollen nutzen diese Möglichkeiten. Ich persönlich finde es eine willkommene Abwechslung. Du kannst wieder auf eine andere Art trainieren und das kostenlos. Zudem lernst Du oftmals neue Leute kennen, kannst Dir Tipps zum Training holen oder einfach mit Blick auf den Strand und das offene Meer gleichzeitig den Geist entspannen.

Christina: Um nochmal auf das Training mit Geräten zurück zu kommen: Gerade bei Reisen ist es wichtig, dass die Geräte überschaubar sind, denn wohl niemand wird seine Hanteln einpacken.

Kleingeräte wie Therabänder, Rubberbänder oder Schlingentrainer sind Trainingstools, mit denen sehr effektiv trainiert werden kann und die in jedes Gepäck passen. Hast du ein Lieblingstrainingstool oder eine Lieblingsübung?

Francesca: In Australien war ich zuletzt mit dem Auto unterwegs. Da ist es definitiv leichter mal das ein oder andere Trainingsgerät einzupacken. Im Auto habe ich ein Sprungseil, eine Frisbee, einen Volleyball und die Blackroll Mini. Auch hier gilt wieder – die Abwechslung bring den Spaß.

In Asien reise ich mit dem Rucksack und habe diesen fast immer auf dem Rücken dabei. Da zählt jedes Gramm, das bedeutet keine Sportutensilien dabei zu haben.


Anzeige: Personal Fitness Kassel und Travelastic empfehlen:


Christina: Die Begriffe Sport und Fitness sind sehr weit definierbar. Es gibt unzählig viele Sportarten und Fitnessmöglichkeiten. Indoor-, Outdoormöglichkeiten, alleine oder Gruppenfitness, schnelle oder ausdauernde Sportmöglicheiten, die Liste ist lang. Gibt es für dich Sportarten, die du besonders gerne magst oder schon immer einmal ausprobieren wolltest?

Francesca: Ich persönlich bevorzuge zum einen Pilates, da es mich zum einen geistig und körperlich entspannt, zum anderen durch die vielfältigen Übungen alle Muskelpartien im Körper trainiert. Das kann ich alleine oder in einer Gruppe und an jedem Ort der Welt machen. In einigen Städten, z.B. Melbourne, gibt es kostenlose Pilates oder Yoga Kurse. Das sind immer schöne Möglichkeiten Sport mit neuen Bekanntschaften zu kombinieren.

Christina: Beim Training ist es wichtig, dass die Trainingskleidung passt. Zu kalt ist nicht gut, zu warm auch nicht und auch auf das Material kommt es an, so ist schwere Baumwolle zum Beispiel nicht zum joggen geeignet, weil sie nass und der Körper kalt wird. Eine Erkältung ist dann vorprogrammiert. Als Backpacker musst du darauf achten, dass du nicht zu viel Gepäck hast.

Worauf achtest du bei der Auswahl deiner Trainingskleidung?

Francesca: Ich habe nur wenige Kleidungsstücke im Gepäck, daher keine große Auswahl. Richtiges packen ist das Stichwort. Generell achte ich auf das Gewicht und die Atmungsaktivität der Kleidung. Das ist immer wichtig. Ein paar gute Turnschuhe, die kannst Du immer nutzen. Und natürlich muss alles bequem sein und mich auch vom Design her ansprechen. Ich mag starke Farben, die Kleidung muss mir Spaß am Sport machen.

In Australien gibt es sehr viele Kmart-Märkte. Kmart ist eine große Kette in Australien, die ein sehr großes Angebot hat an Nonfood-Waren wie Sportkleidung, Fitnessgeräte, Campingzubehör, Spielsachen etc. Dort gibt es viele Sachen für wenig Geld und von der Qualität her passt das Preis- Leistungsverhältnis. Diese Märkte sind bei Backpackern, aber auch bei der australischen Bevölkerung sehr beliebt.

Travelastic - Blog Empfehlung - Peresonal Fitness Kassel

Christina: Für viele Trainierende spielt Musik eine wichtige Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass Läufer ihr Tempo unterbewusst dem Beat der Musik anpassen. Andere Trainierende verzichten lieber auf Musik, denn sie fühlen sich dadurch gestört.

Zu welchem Typ zählst du dich? Wenn du lieber mit Musik trainierst, hast du ein Lieblingslied oder eine Lieblingsplaylist?

Francesca: Ich liebe Musik. Beim Training höre ich lieber ruhige Musik. Dabei kann ich mich besser entspannen. Wenn ich mich jedoch richtig auspowern will und einen schnelleren Sport mache darf es gern Rock sein. Ich habe dafür keine spezielle Playlist und höre oft einen lokalen Radiosender, der die jeweilige Musikrichtung spielt.

Germany - Kassel - Interview Sport auf Reisen
Gastautorin Christina von Peresonal Fitness Kassel mit Francesca von Travelastic (c) Travelastic Photography

Christina: Francesca, ich danke dir herzlich für dieses schöne Interview und wünsche dir viel Spaß auf deinen Reisen, bleib fit und gesund und habe viel Erfolg bei deinem Training und dem Erreichen deiner Trainingsziele.


Kommentar verfassen