Mabuhay! Willkommen! 5 Fakten zum Philippinen-Start

Ich weiß nicht, ob Du es wusstest, aber ich bin verliebt in Asien und das schon seit einigen Jahren. Allerdings bin ich kein Fan davon, einen der tausend Touristenpfade zu gehen. Ich mag es neue Wege zu entdecken, oder zumindest Wege, die nicht damit glänzen, dass alle 2 Meter ein Sightseeing-Schild auftaucht. Ich finde es toll neue Ecken zu erkunden, nicht alle tollen Erlebnisse mit 500 anderen Menschen zu teilen, die gerade mit 10 Bussen angekarrt werden. Aber das ist ja gar nicht so einfach.

Die Challenge war also folgende: Ein Reiseziel, das nicht völlig überlaufen ist, in Asien liegt, aber trotzdem eine verhältnismäßig gute Traveller- Infrastruktur hat, da mein Reisepartner seine erste Fernreise antrat. Es sollte also entspanntes Reisen voller Abenteuer sein. Gesucht: Die eierlegende Wollmilchsau. Und die gute Nachricht zuerst.

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Wir haben die Sau gefunden. Und ich habe mich verliebt. Die schlechte: Wir hatten nur drei Wochen Zeit und es gab einen Unfall. Aber beginnen wir von vorne. Das ganze begann ungefähr so:

Dienstag:

„Hast du das gesehen, es gibt voll das gute Angebot zum Backpacken, lass uns fliegen!“

„Ja klar, was kostet es und wohin? Ich will unbedingt in die Sonne und mein Rucksack langweilt sich auch!“

„Flüge auf die Philippinen für nur 500 Euro, aber nur bestimmte Termine und wir müssten glaub ich schnell buchen!“

Freitag:

„Sollen wir heute Abend buchen? Ich hab mir die Bilder bei Google angeguckt und das sieht meeeega da aus.“

„Ja, klar, buchen, buchen, buchen. Du kennst mich, ich bin immer am Start, wenn es ums Reisen geht.“

Gesagt, gebucht. Die Philippinen sollten es werden!

Lies weiter, hol Dir die wichtigsten Hinweise & Tipps und finde heraus ob wir die Entscheidung nach dem ersten Eindruck bereut haben.

1. GRATIS WLAN & TRINKWASSER

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Philippinen (c) Placeless.de

Über Hongkong ging es also nach Cebu, eine Insel die zu der Gruppe der Visayas gehört, im Zentrum der Philippinen. Reisezeit mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Hong Kong ca. 10 Stunden. Von Hongkong nach Cebu noch einmal etwa 2 Stunden. In Hongkong hatten wir 2 Stunden Aufenthalt, ist aber super entspannt dort am Flughafen und Trinkwasser & WLAN sind am Flughafen Hongkong International gratis. Also, alles easy.

2. VOR DER REISE GELD WECHSELN? AUF KEINEN FALL!

In einem Reiseführer hatte ich gelesen, dass es Sinn machen würde, im Voraus Geld zu wechseln, um zu mindest Geld für die Fahrt zur ersten Unterkunft, etwas zu Trinken und eben das Nötigste nach der Ankunft zu haben. Es gäbe nicht allzu viele Geldautomaten. Und das war auch schon der erste FAIL.

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Da ich das bisher aufgrund der schlechten Wechselkurse in Deutschland noch nie so gehandhabt hatte, vergaß ich natürlich die bei der Bank bestellten Philippinischen Peso vor der Reise abzuholen. Und das war auch gut so. Am Flughafen Cebu angekommen, gibt es natürlich wie nahezu an allen Flughäfen weltweit einen Money Changer mit einem annehmbaren Wechselkurs und auch einen Geldautomaten, der auch internationale Karten akzeptiert. Zum Vergleich: Am Flughafen Cebu erhielt ich für 100 Euro etwa 4800 Philippinische Peso. Die Sparkasse in Deutschland bot mir für 100 Euro 3500 Peso. Also, es hat nicht viel mit Mut zu tun, ohne Peso loszufliegen, sondern es macht schlichtweg Sinn. Vor der Reise Geld wechseln: Sparfaktor gleich null. Weder Zeit noch Geld.

Hinweis: Auf der Insel Palawan findest Du tatsächlich wenig Geldautomaten. In Puerto Princesa ist das kein Problem. In El Nido jedoch ist der einzige Automat im Ort oftmals einfach leer. Nimm also ein paar Euro mit für alle Fälle, dann kannst du bei Bargeld- Not bei einem der vielen Money Changer zu einem fairen Kurs Geld wechseln.

3. „WIE IST DENN DAS WETTER DA?“

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In Cebu angekommen empfing uns ein angenehm warmes und sonniges Wetter. Natürlich ist die Luft etwas feucht, aber ich persönlich liebe dieses Klima. Also, Palawan im Dezember? Go, das passt super!

Meine Erfahrungen: Ich habe Cebu von Cebu City bis Oslob, Panglao, Bohol, Palawan von Puerto Princesa bis El Nido im November 2015 besucht. Die Philis haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Mal ein angenehmer Schauer zwischendurch und auf Boracay einmal ein paar Stündchen Regen. Ganz entspannt.

Warst Du auch auf den Phlis und hast Wettererfahrungen gemacht? Denn die Tabellen können wir ja überall finden, aber Erfahrungswerte wären super. Haut Eure Erfahrungen gern in die Kommentare oder schreibt mir. Helft mir bei meiner nächsten Reise nicht im Regen zu stehen. Ich will doch braun werden.

4. TAXI FAHREN? IST MIR ZU LANGWEILIG UND NICHT INDIVIDUELL GENUG…

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Bei der Ankunft am Wunschziel ist es ja meistens so: Man ist K.O., will ins Bett und das mit wenig Aufwand und alles andere ist egal. Generell bin ich nicht gerade ein Verfechter der Taxen, aber es sollte nach unserer Ankunft trotzdem eines werden. Wir stiegen also in ein hübsches Taxi- es hatte sogar Anschnallgurte- ein (was ich keine 20 Minuten später bereute, gleich mehr dazu). Das gute an dem Prinzip Taxi auf den Philippinnen ist, dass es an öffentlichen Plätzen eine Art Taxistand gibt. Dort steht ein „Manager“, der Dir beim Einsteigen einen Zettel in die Hand drückt. Auf diesem Zettel stehen das Kennzeichen deines Wagens, sowie eine Beschwerdehotline. Safety first.

Dieser Zettel brachte uns letztendlich jedoch auch nicht weiter. Wie in Asien so üblich bestand unsere Fahrt zum Hotel aus Gas geben- Bremsen- Gas geben- Scharf Bremsen- Gas geben, wenn Du schon einmal in einer Großstadt Asiens warst, dann weißt Du jetzt genau was ich meine. Das Problem war jedoch, dass unser lieber Fahrer einmal das Bremsen vergaß. Konkret: Er schlief ein. Mitten auf der Hauptstraße in Cebu City, mit dem Fuß auf dem Gas. Alles ging recht schnell während wir mit vollem Gas auf einen Jeepney zurasten. Ich war sicher der Typ würde im letzten Moment noch bremsen. Mir entwich nur noch ein „Ohaaa“ und es knallte. Ein Glück, dass die Jeepneys schon Kriege überstanden haben, es wurde niemand verletzt. Unser Taxi jedoch hatte einen Totalschaden. Wir stiegen aus und waren geschockt. Das Auto war nicht wiederzuerkennen. Mein Newbie- Travellerfreund auch nicht, erste Fernreise startete wohl eher suboptimal. Sein Gesicht sah aus als wollte er nach Hause. Wir stiegen aus und wollten los, endlich Richtung Hotel (das hatten wir uns ausschließlich für die erste Nacht gegönnt) und nach dem Flug und dem Trouble zur Ruhe kommen. Der Fahrer bestand auf die Summe, die auf dem Taxometer stand. Wir gaben es ihm, ohne Trinkgeld. Ist das frech?

5. Aus gegebenen Anlass: Kurzer Exkurs Fortbewegung auf den Philis

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Alternativ kannst Du auf den Philippinen über Land natürlich auch mit Tricycles, Motoradtaxen, Jeepneys, Vans und Bussen fahren. Motoradtaxen sind am günstigsten (einfach bei einem Einheimischen hinten mit drauf setzen), Tricycles bieten sich für kurze Strecken mit Gepäck an und Jeepneys sind mit umgerechnet 32 Cent besonders günstig, wenn auch wenig komfortabel für lange Strecken. Vans sind eher was für die bequemen und die Busse mit AC auch. Die Reise mit dem Bus ohne Klimaanlage ist recht günstig und vor allem kommt man in den Genuss mit den Einheimischen zusammen zu fahren. Es können tolle Gespräche und Erlebnisse entstehen. Mein Highlight war absolut diese Fahrt und ich würde die günstigen Verkehrsmittel jederzeit der „Touristenklasse“ vorziehen. Denn alltägliche und ungezwungene Kontakte mit Einheimischen sind sehr kostbar. Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass wir natütlich weiterhin auch zwischendurch mit dem Taxi gefahren sind. Hatten halt Pech mit dem Fahrer und glücklicherweise auch Anschnallgurte. Also lass Dich von nichts Abhalten, genieß Deine Reise.

Das war nur der Anfang. Natürlich wirst Du in den nächsten Wochen noch weitere Infos zu Deinem ersten oder nächsten Phili-Trip finden. Ich kann Dir sagen. It´s more fun in the philippines. Also, lass Dich nicht aufhalten. Wir sehen uns dort!

♥- lichste Grüße

Laura von placeless.de


6 Gedanken zu „Mabuhay! Willkommen! 5 Fakten zum Philippinen-Start“

  1. Hallo Laura, Du schreibst am Anfang:
    Allerdings bin ich kein Fan davon, einen der tausend Touristenpfade zu gehen. Ich mag es neue Wege zu entdecken, oder zumindest Wege, die nicht damit glänzen, dass alle 2 Meter ein Sightseeing-Schild auftaucht. Ich finde es toll neue Ecken zu erkunden, nicht alle tollen Erlebnisse mit 500 anderen Menschen zu teilen, die gerade mit 10 Bussen angekarrt werden.”
    Wenn ich aber dann sehe welche Ziele Du bereist hast (Panglao, Boracay, Oslob …), dann warst Du aber genau an den Ecken die inzwischen so vom Tourismus überrannt sind, das ich (seit 1996 auf den Philippinen unterwegs) einen Riesen Bogen darum mache.
    Die Philippinen bieten mit Ihren 1000enden Inseln soviele wundervolle Ziele, das man um die o.g. mit ruhigem Gewissen einen Riesen Bogen machen kann. Die Menschen sind überall freundlich und hilfsbereit und wenn man sich nicht auf die o.g. Ziele beschränkt ist es zudem extrem günstig.
    Mein Tip fürs nächste Mal, lasse Dich mehr darauf ein, nimm z.B. einen Überlandbus und begibt Dich an der Endstadion auf die Reise. Du wirst angenehm überrascht sein.
    Liebe Grüße aus Sandingan Island
    Andreas

    1. Hallo Andreas,

      lieben Dank für Dein Feedback. Ich selbst Reise demnächst zum ersten Mal auf die Philippinen. Mein Flug landet in Manila. Welche Inseln kannst du mir empfehlen?

      Liebe Grüße aus Gili-Trawangan
      Francesca

    2. Lieber Andreas, herzlichen Dank für Deine Inspiration. Du hast bezüglich meiner Inselauswahl sicherlich recht, dass die Inseln recht Touristisch sind. Allerdings habe ich diese eher als roten Faden gesehen, an dem ich mich entlang gehangelt habe. Letztendlich war dies unser grober Weg, von welchem wir die kleinen Pfade aus entdeckt haben. Aber ich gebe Dir dahingehend recht, ich könnte mich beim nächsten Mal auf jeden Fall noch ein Stück weiter aus dem Fenster lehnen. Das habe ich auch vor, auf meiner Weltreise Herzliche Grüße und verzeih mir meine verspätete Reaktion. Ich freue mich übrigens immer sehr, wenn Menschen auch mal kritische Kommentare äußern und mich vielleicht in die richtige Richtung “schubsen”. Danke Dir!

    1. Liebe Ashleigh,

      lieben Dank für Deinen Kommentar! Wenn Du noch mehr zu den Philis wissen möchtest, schau doch einfach mal wieder vorbei. Eine Fortsetzung wird hier auf travelastic.de folgen 😉

      Viele Grüße,
      Laura

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