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Cape Town – All in one

Kapstadt! Für mich die schönste Stadt, die ich in meinen Leben bisher gesehen habe. Für manche schon zu touristisch, wobei ich es in der Hochsaison vollkommen verstehen kann, aber ist es nicht überall so? Kapstadt hat alles zu bieten: Berge, Seen, Meer, den Tafelberg, die schönsten Landschaften, alles nur ein paar Kilometer von einen entfernt und trotzdem hast du das moderne Stadtleben. Ich liebe Kapstadt! Es gibt so viele andere tolle Dinge um Kapstadt herum zu sehen, dass ich dir davon in zwei Teilen davon erzählen werde.

Es ist auch sehr interessant zu sehen, wie anders Südafrikaner hier drauf sind. Verglichen mit den Südafrikanern im Norden, sogar schon wie in Knysna, ist ein riesen Unterschied! Sie sind Kapstädter und wissen das auch. Es kommt dem europäischen Standard schon sehr nah! Ob man es mag oder nicht, ist Ansichtssache.

MAGIC OF THE MOTHER CITY

Ein absolutes Highlight ist und bleibt der Tafelberg. Er ist eines der 7 Naturwunder und ich bin sehr stolz, es schon von meiner List gestrichen zu haben! Die Aussicht ist kaum in Worte zu fassen. Außerdem siehst du seltene Pflanzen, die auch nur auf dem Tafelberg wachsen. Es führen mehrere Wandertage (einfach, mittel, schwer) bis nach oben, doch für Faule (wie ich) gibt es auch eine Gondel, die nach oben fährt. Je nach Wetterlage und Season hast du lange oder auch kurze Wartezeiten – das Glück spielt wie immer auch eine Rolle.

Wer neben dem Tafelberg oft verblasst, ist der Lions Head – sehr unfair, denn es ist genauso schön! Super zu bewandern und abends mit einer Flasche Wein und einer Picknickdecke den Sonnenuntergang genießen. Bis zum Signal Hill (ab dort müsstest du nach oben laufen) kannst du auch mit dem Auto fahren, parken, dich dort niederlassen…und das Leben ist schön! Und ich beneide die Südafrikaner, die diese Gelegenheit jeden Tag haben. Sie könnten sich dieses Schauspiel jeden Abend anschauen – denn der Lions Head ist von der Innenstadt nicht sehr weit weg. Einer der Punkte, warum ich Kapstadt so liebe. Übrigens werden auch für den Tafelberg spezielle Sonnenauf- und Untergangswanderungen angeboten, genauso wie Vollmondwanderungen.

Ein absolutes Highlight für mich – als großer Sushi Fan, wie inzwischen schon bekannt – ist der „Cape Town Fishmarket“ an der Waterfront! Donnerstagabend, 18 Uhr und das Buffet ist eröffnet. Es geht kaum besser! Aber nicht nur das Sushi, auch alles andere wird frisch gemacht und das Ambiente ist einfach traumhaft.

WINE & SHOPPING

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Aussicht vom Tafelberg (c) Nathalie Richter

Nicht weit entfernt von Kapstadt liegt Stellenbosch – hier findest du eines der besten Weingebiete der Welt! Von der Landschaft her einfach nur ein Paradies und ein Weingut nach dem anderen. Dazu kannst du dir viele verschiedene Dinge aussuchen. Soll es ganz klassisch sein, Wein mit Käseprobe, oder doch lieber Champagner mit Schokolade oder einer „Cold Meat“ Platte? Ein paar Tage Urlaub in dieser Gegend und du bist wieder bereit, dich in das Stadtleben zu stürmen! Wer ein paar Geheimtipps zu Weingütern haben will, einfach Bescheid geben in den Kommentaren.

Back in the City –  Außerdem hat Kapstadt eine kleine Long Street – eine schöne Boutique nach der anderen. Übrigens auch sehr zu empfehlen: Das „Two Ocean Aquarium“ – ganz in der Nähe der Waterfront und immer einen Besuch wert!

Und jetzt ein kleiner Geheimtipp: Der „Neighbourgoods Market“ im schönen Viertel Woodstock.  Dort präsentieren die Kunst- und Design Studenten ihre eigenen Kreationen, du kannst dir liebevoll gestaltete Ringe, Börsen, Kleider uvm. anschauen und kaufen. Dazu gibt es eine Markthalle mit einem riesen Angeboten von Essen. Frische Wraps, liebevoll kleine Kuchen und Törtchen, Kekse, Salate, Joghurt…der Samstag ist gerettet. Und auch der Stadtteil ist eine schöne Ecke von Kapstadt. Es gibt viele kleine versteckte Lädchen, wo du ein Schmuckstück ergattern kann.

Für Erstbesucher lege ich dir wirklich die „Hop on – Hop off Tour“ ans Herzen – es gibt eine blaue Linie (eine Wein Tour ist hier inklusive – super als Vorgeschmack auf Stellenbosch) und die rote Linie führt durch alle Highlights im Herzen von Kapstadt, z.B. auch das Castle of Good Hope. Die blaue Linie bietet auch einen Einblick in das Township leben und du fährst bis nach Hout Bay – genau auf die andere Seite des Tafelberges, wo du oft das Glück hast, Robben zu sehen (natürlich kannst du auch hier wieder frisches Seafood essen).

So sehr ich Kapstadt auch liebe – ich bleibe im Herzen ein Dorfmädel und war froh, als ich wieder in meinen kleinen Knysna war und ich das ruhigere, langsamere Farmleben (sobald du eine Farm besitzt – südafrikanischer geht es nicht!) wieder genießen durfte!

I AM THE CAPTAIN OF MY SOUL

Natürlich gibt es da noch die ganz typischen Dinge, z.B. Robben Island (oder auch das Stadion, was für die WM im Jahre 2010 erbaut wurde), auf der Nelson Mandela über 20 Jahre festgehalten wurde, immer mit dem Tafelberg im Blick, der ihm Hoffnung geschenkt hat.

Ich möchte dir nur dieses Gedicht kurz zeigen, wo ich schon von Nelson Mandela & Robben Island erzähle. Das kommt im Film „Invictus“ vor, wo über die Rugby Weltmeisterschaft im Jahre 1995 erzählt wird und Mandela es schafft, über die universelle Sprache des Sportes ein Land zu vereinen (sehr zu empfehlen!):

Out of the night that covers me,

Black as the pit from pole to pole,

I thank whatever gods may be

For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance

I have not winced nor cried aloud.

Under the bludgeonings of chance

My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears

Looms but the horror of the shade,

And yet the menace of the years

Finds and shall find me unafraid.

It matters not how strait the gate,

How charged with punishments the scroll,

I am the master of my fate:

I am the captain of my soul.

Geschrieben wurde es von William Ernest Henley. Wer mehr über ihn erfahren möchte, einfach googeln.

Es inspiriert mich unheimlich und auch Mandela hat aus diesem Gedicht Kraft geschöpft, was im Film ausgegriffen wird und als er gestorben ist, hat auch Präsident Obama die letzten beiden Zeilen davon zitiert. Das war nur ein kleiner Mini – Exkurs zu Nelson Mandela….schließlich sind wir hier in Südafrika:

Da gibt es natürlich noch Cape of Good Point, Bo Kapp (die bunten Häuser), die botanischen Gärten von Kirstenbosch (die Blaue Linie vom Hop-on Hop off hält dort auch – bitte steige aus, und schau es dir an!) und natürlich die Pinguine von Boulders Beach. Und so vieles mehr.

Bevor ich dir aber zu viel in einen Artikel verrate und mit Informationen überflute, hebe ich mir das für den zweiten Teil auf! Ich hoffe, ich konnte dir schon mal einen Vorgeschmack auf Kapstadt geben.


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Andere Länder, andere Sitten

Ich gewöhnte mich schnell ein und obwohl ich mich manchmal einsam fühlte, mal mehr mal weniger, genoss ich es doch mehr, als ich es mir anfangs erhofft hatte.

Ein paar Dinge über Südafrika. In Knysna oder auch ganz allgemein. Was mich wohl am meisten beeindruckt – Achtung, Klischee – ist die Lebensfreude! Wie schaffen die Menschen das? Wo es ihnen doch so viel schlechter geht, als uns ach so „reichen“ Menschen in Europa. Wenn ich unsere Lebensfreude vergleiche, fühle ich mich überhaupt nicht reich, sondern eher arm. Vielleicht weil sie die einfachen und alltäglichen Sachen schätzen? Im Hier und Jetzt leben? Ich habe keine Ahnung und habe in dieser Zeit sehr viel über das Leben und die Menschen gelernt und doch ist es in Deutschland so unfassbar schwer, diese neu gewonnene Mentalität auszuleben, ohne als Freak abgestempelt zu werden. Vielleicht kennst du das Gefühl?

Es wurde für mich ganz alltäglich, dass mich Affen zur Arbeit begleiteten, mich Frösche nachts nicht schlafen ließen (das Gequake hörte nie auf….) und riesige Vögel im Garten morgens rumturnten und unsere neugierigen Gäste nach draußen lockten.

Afrikaner sind sehr religiös, deswegen habe ich immer viel „Ärger“  („do you know what you are saying?“) bekommen, sobald ich die uns wohlbekannte Formulierung „Oh mein Gott!” verwendete, sei es auch nur aus Reflex. Das war einer der Dinge, die ich mir schnell abgewöhnen musste. Und dass das „Braai“ hier auch einer Religion gleich kommt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Fleisch gegessen, wie in diesen 9 Monaten. Und noch nie so viel Leckeres! Und Sie lieben Zucker – es ist einfach in jedem Essen, in jedem Drink und dies habe ich auch auf der Waage bemerkt. Manchmal bin ich immer noch überrascht, nicht als Diabetiker zurückgekehrt zu sein.

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Start vom Braai (c) Nathalie Richter

Ein Tipp vorab: Solltest du jemals zum „Grillen“ in Südafrika bei Einheimischen eingeladen sein – bitte esse etwas davor! Das ist nicht wie uns in Deutschland. Wenn du ankommst, gibt es, wenn du Glück hast, 3-4 Stunden danach was zum Essen. Davor wird sich unterhalten und vo rallem sehr, sehr viel getrunken.  Oft gibt es das Grillfleisch erst zum Mitternacht Snack 😉 Das ist eine große Traditionssache – der Teil vor dem Braai, wo alle zusammen kommen, macht am meisten Spaß. Bloß nicht, wenn man mit leeren Magen kommt – ich spreche aus eigener Erfahrung.

In Knysna und Umgebung gibt es ein paar schöne Dinge, die man erleben kann, u.a. den Knysna Elefant Park, eine Autostunde entfernt.  Für dich vielleicht zu touristisch, aber ich finde es eine Erfahrung wert! Live einen Elefanten anzufassen (auch die Zunge) und die Haut zu berühren und zu streicheln ist einfach ein tolles Erlebnis. Außerdem Plettenberg Bay, einen kleinen Nachbarschaftsort, wo es auch tolle Plätze zum Feiern gibt und ein Strand nach dem anderen, dich anlacht und zum Vergnügen einlädt. Es gibt auch einen Golfplatz, dazu noch Leisure Island und Thesen Island.

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Thesen Island (c) Nathalie Richter

Auf Thesen Island gibt es tolle Restaurants und das beste Sushi, was man sich vorstellen kann – schnell wurde ich ein Stammgast und ich habe bisher kaum besseres Sushi gegessen, als dort. Für zukünftige Besuche auf jeden Fall sehr sehenswert.

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Leisure Island (c) Nathalie Richter

Leisure Island ist eine ruhige Gegend, wo sich die wohlhabenden Leute von Knysna aufhalten und ihre Ferienhäuser haben (und nur ein Cafe!) – jedoch gibt es kaum ein schöneres Fleckchen, als einen Spaziergang an der Lagune zu machen und die Füße ins Wasser zu tauchen. Obwohl Knysna bekannt für seine Austern ist (es gibt sogar ein Oysterfestival), muss ich zugeben, dass man mich in fast einen Jahr, nie dazu gebracht hat, es auch nur zu probieren. Möchtest du es für mich testen?

Knysna ist übrigens auch toll zum Fischen, Tauchen, Surfen und Wandern. Das Sportlerherz ist hier gut bedient. Jedoch ist auch Knysna nicht von der Armut verschont geblieben und neben den schönsten Villen wartet oft schon mal das nächste Township, wo der schöne Schein zerstört wird.  Arm und Reich direkt nebeneinander, eine Sache die mich immer noch sehr mitnimmt und ich mich unglaublich hilfslos und auch oftmals schlecht gefühlt habe. Schließlich habe ich im besseren Ortssteil gewohnt.

BABOONS – NOT REALLY MY BEST FRIEND

Mein Alltag wurde eines Tages auf sehr „afrikanische“ Weise (wie auch sonst?) unterbrochen. Von Baboons! Nicht die süßen kleinen Äffchen, die man am liebsten einmal streicheln würde, nein, riesige Viecher, die schlau genug sind, in Häuser einzubrechen und Essen zu klauen (Mist, die Avocado war gestern erst gekauft worden….) Die machen Türen und Schubladen auf, als hätten sie noch nie was anderes getan.  Planlos, wie ich einmal war, bin ich aus mein Zimmer in die Küche

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Muffin (c) Nathalie Richter

gelaufen, neugierig, woher denn dieser Lärm kommt… Und wurde von einer ganzen Herde Baboons angestarrt.  Fünf lange Sekunden habe ich gebraucht, bis ich panisch wieder in mein Zimmer gerannt bin, die Tür geschlossen und verriegelt habe. Eigentlich total sinnlos, aber reflexartig. Diese Tiere könnten Sie mir einfach eintreten und ich danke Gott, dass sie es nicht versucht haben. Panisch rief ich meine Arbeitskollegin an und wir verbrachten den Nachmittag damit, das Chaos zu beseitigen, was angerichtet wurde. Wenn ich abends an der Bar stand, und mich unsere Gäste fragten „ob man denn aus dem Auto steigen könnte, um diese Tiere zu fotografieren“ – ich denke, du kannst dir meine Antwort denken! Und vor allem hat es nochmal das ganze Personal daran erinnert, nicht die Türen offen zu lassen.

Übrigens Menschen sind komisch – kaum sind sie von Zuhause weg, wo Sie alle kennen – öffnen Sie sich total. Ich glaube, ich kenne von 80% unserer Gäste die Lebensgeschichte und ich finde es toll! Sobald das Thema „Nein, bitte nicht aus dem Auto steigen und Baboons fotografieren!“ beendet war,  kamen so viele tolle Gespräche ins Laufen, dass ich am nächsten Morgen inspiriert und voller Ideen aufgewacht bin. Oder wenn ein süßer Norweger schon so tief ins Glas geschaut hat, seine Gitarre hervorholt, dir ein Lied vorspielt und um ein Uhr nachts anfangen will, mit dir Billard zu spielen. You only live once, right?


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Oudtshoorn

DIE GANZE WELT IN EINEM LAND

Etwa 1 ½  2 Stunden von Knysna entfernt liegt Oudtshoorn, wohl die bedeutendste Stadt in der Region „Klein Karoo“. Es gibt ein Sprichwort über Südafrika:

„Die ganze Welt in einen Land“

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Strauß in Outdshoorn (c) Nathalie Richter

Und es stimmt! Wer hätte gedacht, dass vom grünen Knysna mit der Lagune nach nicht mal 2 Stunden eine „Halbwüsten Landschaft“ vor einen liegt, meistens immer 10 Grad wärmer? Es war wohl eines der größten Highlights meines Südafrikas Aufenthalts und ich würde jederzeit wieder dorthin zurückkehren, um noch mehr zu entdecken!

Oudtshoorn ist bekannt für die Straußenindustrie und ich konnte kaum meinen Augen trauen, als ich zum ersten Mal endlich einen Strauß sah. Wusstest du, dass die männlichen Exemplare schwarze Federn haben und Weibchen graue?  Ein weiteres Geheimnis: Zu sehen, wie ein Strauß sein „Geschäft“ erledigt…ist etwas, worauf du gut verzichten kannst!

ABENTEUER STRAUß

Du solltest unbedingt der „Highgate Ostrich Farm“ einen Besuch abzustatten. Es gibt eine ganz tolle Tour, man lernt alles über die großen „Vögel“, es gibt einen ganz tollen Shop und sehr leckeres Essen und preiswert noch dazu! Außerdem ist es die erste Straußenfarm der Welt! Übrigens hast du auch die Chance, auf Straußeneiern zu stehen (die sind der Wahnsinn) und auf einen Strauß zu sitzen oder auch zu reiten (da hört der Spaß für mich auf). Jedoch hatte mich mein Guide  auf dem „Kicker.“ Sie war vollkommen davon überzeugt, dass ich dieses Erlebnis nicht verpassen sollte und beförderte mich mit den Worten „Come on, you can´t do this in Germany“ auf den Strauß.

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Nathalie auf einem Strauß (c) N.R.

Und nachdem der Mann von mir vom Strauß gefallen war, war ich nicht besonders scharf auf dieses Erlebnis. Mit panischen Blick schaute ich meinen Freundin und ihre Mutter an und gab panische Laute von mir u.a. eine unendliche Wiederholung von „I am scared!“…und whup, ritt ich auch schon auf dem Strauß durch das Gehege, ohne zu wissen, was da gerade mit mir geschah. Und ich überlebte! Nach ein paar Sekunden, nachdem mein Strauß mitten in die Herde ritt und ich immer wieder „Stop, stop!“ rief, fingen mich die verrückten Helfer, die stets hinter mir waren,  wieder auf. An diesen Tag fand ich das überhaupt nicht lustig, jedoch muss ich nun zugeben, dass es wohl ein Erlebnis sein wird, was ich niemals in meinen Leben vergessen werde! Trotzdem kann ich dir auch bestätigen, dass einmal auf einen Strauß zu sitzen oder ihn einfach nur zu bewundern, vollkommen ausreichend ist. Jedoch wurde das Erlebnis mit viel Lachen und dem Spruch des Tages „Gute Werbung für unsere Agentur“ kommentiert.

Wusstest du außerdem, dass Straußenfedern unschlagbare Staubwischer sind? Während der Tour wird man auch in eine kleine Fabrik geführt, wo du Arbeiter bei der Herstellung beobachten kannst. Du kannst sie in allen verschiedenen Größen, sogar im Miniformat für den Schlüsselanhänger, in sehr vielen Geschäften erwerben. Die Straußenindustrie hat auch eine ganz eigene Geschichte. Wer sich genauer dafür interessiert, kann sich im Internet schlau darüber machen – es gibt sehr viele Informationen darüber! Ein Strauß ist in Europa beinahe eine Millionen Euro wert!

Und by the way: Straußenfleisch ist auch das gesündeste Fleisch, was du essen kannst, denn seine Cholesterinwerte sind sehr niedrig! Außerdem passen in ein Straußenei 23-24 Hühnereier. Diese sind übrigens auch essbar. Für mich persönlich bleibt es jedoch beim guten alten Hühnerei.

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(c) Nathalie Richter

Es gibt auch um Oudtshoorn ein paar Dinge, die du besichtigen kannst. Obwohl auch schon die Landschaft für mich persönlich einen Besuch wert sind. Um nach Outshoorn zu gelangen, kannst du auch einen Stop beim Outeniqua Berg machen.

VON TROPFSTEINHÖHLEN UND NEUEN ERKENNTNISSEN

Ca. 30 Kilometer hinter Oudtshoorn liegen die Cango Caves, eine der schönsten Höhlensysteme der Welt. Es gibt verschiedene Touren, u.a. auch eine Abenteuertour, für die Mutigen unter euch, wenn ihr beweglich seid und euch durch enge Öffnungen in den Tropfsteinhöhlen kämpfen wollt. Ein weiteres Highlight ist auch „Cango Wildlife Ranch“, eine Art Reha für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind.  Geier gehören übrigens inzwischen auch dazu. Du wirst viele interessante, jedoch auch traurige Fakten erzählt bekommen. Ein Spaßfaktor: Wenn du möchtest, kannst du Bilder mit einen von den Tieren haben – ein ganz besonderes Erlebnis! Die Guides sind alle super nett und man bemerkt die Leidenschaft und Liebe, die sie für die Tiere empfinden.

Ich weiß, es hört sich alles sehr tourimäßig an – jedoch ist nicht alles davon schlecht und es wird einen die Gelegenheiten geboten, sich auch zukünftig für die Tiere einzusetzen, sei es mit Spenden oder gar einer Adoption.

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(c) Nathalie Richter

Dann gibt es noch was ganz Besonderes, was ich dir gerne präsentieren möchte: die Route 62 – noch fast unbekannt und nicht zu verwechseln mit der Route 66 in den USA! Ein absolutes Highlight und ein Muss, wenn du in Südafrika bist! Es ist eine Traumstraße und man wird mit wunderschönen Aussichten belohnt. Es ist eine tolle Alternative zur doch vielbefahrenen N2, vor allem in der Hochsaison! Sie ist die längste Weinstraße der Welt. Wenn du ein noch kein Weinkenner bist, kommst du auf den Geschmack!

Ich bin damals von Kapstadt über die Route 62 bis nach Knysna, wieder zurück in die Garden Route gefahren, jedoch geht es noch weiter bis nach Port Elizabeth. Ein Zwischenstopp ist z.B. das bezaubernde Dorf Montagu, mit gerade mal 9.000 Einwohnern.

Oudtshoorn ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Übrigens ist die Innenstadt ein Punkt, den du ruhig überspringen kannst. Meine Freundin und ich haben die Stadt erkundet und sind nach 15 Minuten wieder zum Auto zurück und haben uns mit einen Glas Wein in 30 Grad im Schatten zufrieden gegeben, bevor wir den Rücktritt angetreten haben.

Übrigens war es einer der ersten Gegenden, die ich während meiner Zeit in Südafrika erkundet habe. Und von da an wusste ich: Es wird noch besser! Aber davon beim nächsten Mal mehr.


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