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Travelastic Adventskalender 2016


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Die ultimative Packliste für deinen Meditationskurs

Im Februar 2016 war ich für 10 Tage in einem Meditationskurs in Bogor/Jave/Indonesien. Ich wäre froh gewesen eine gute Packliste zu haben um mir diese Tage noch ein wenig angenehmer zu gestalten.

Du willst auch für 10 Tage in einen Meditationskurs gehen? Dann wünsche ich dir schon jetzt eine sehr intensive und inspirierende Zeit. Doch was genau solltest du eigentlich einpacken?

Hier findest du die ultimative Packliste für deinen nächsten Meditationskurs. Wichtig: Die Packliste kann isch je nach Land und Jahreszeit leicht ändern. Die Basis jedoch ist die gleiche.

DAS SOLLTEST DU AUF JEDEN FALL EINPACKEN

  • Bettwäsche

Kläre vor Anreise mit dem Zentrum ab, ob Bettwäsche bereitgestellt wird oder nicht.

  • Dünne Decke oder Schlafsack

In Bogor habe ich eine sehr dünne Decke gestellt bekommen. Jedoch war der Temperatur-unterschied zwischen Tag und Nacht so groß, dass ich Nachts gefroren habe. Nimm daher lieber eine eigene Decke mit.

  • Sarong

Ich bin ja ein absoluter Fan von Sarongs. Immer vielfältig einsetzbar, leicht, klein und pflegeleicht. Beim meditieren hat sich ein großteil immer einen Sarong über die Beine oder den Rücken gelegt. Das macht es gleich noch angenehmer.

  • Bequeme Kleidung die nicht eng am Körper anliegt, nicht durchsichtig ist und alles bedeckt

Je nach Land ist die Kleidung sehr wichtig. Kläre vor Kursbeginn mit dem Zentrum ab was zu beachten ist. Generell ist weite bequeme Kleidung zu empfehlen in der du dich wohlfühlst.

  • Waschmittel für Handwäsche

In einigen Meditationszentren ist Technik komplett verboten, inkl. Waschmaschinen. Wenn du Wäsche waschen musst, dann per Hand. Dazu ist es sinnvoll ein Handwaschmittel mitzubringen.

  • Handtuch

Ein eigenes Hand- und/oder Badetuch sollte bei jeder Reise im Gepäck sein.

  • Hygieneprodukte

Bring deine eigenen Hygieneprodukte mit. Denk dran: Schminke, Parfüm und alles weitere lenkt ab und ist daher nicht gern gesehen. Also lieber gleich alles zuhause lassen. Hilfreich ist auch Desinfektionsgel oder -spray.

  • Taschenlampe

Die meisten Meditationszentren liegen abgelegen von Städten in der Natur. Sinn ist dem Stress, der Lautstärke und der Beeinflussung von außen zu entfliehen. Daher ist es auf dem Gelände öfters dunkel. Eine Taschenlampe macht dann einiges leichter.

  • Regenschirm oder -jacke

Ich war zur Regenzeit in Java. Geregnet hat es daher jeden Tag und ich war über meine Regenjacke sehr froh. Kläre auch hier vor Kursbeginn ab, ob dies notwendig ist oder nicht.

  •  ggf. eine Uhr oder ein Wecker

Zum aufstehen und für den jeweils nächsten Tagesabschnitt benötigst du keinen Wecker. Die Glocke ist mehr als laut genug. Selbst mit Ohropax konnte ich diese nicht überhören. Ein Uhr ist jedoch ganz nett um sich hin und wieder zu orientieren.

  • Mückenspray und -netz

Ich hatte Glück und keine Probleme mit Mücken. Du solltest aber auf jeden Fall abklären ob Mücken im Bereich des Zentrum unterwegs sind und ggf. Vorsorge treffen.

  • Ohropax

Ich habe immer ein paar dabei. Ob im Flugzeug bei der Meditation oder bei Konzerten.

  • Schlafmaske

Ich schlafe besser wenn es richtig dunkel ist, daher empfehle ich grundsätzlich immer eine Schlafmaske dabei zu haben.

  • warme Socken

Wenn du viele Stunden am Stück sitzt, wird es irgendwann selbst an warmen Tagen kalt an den Füßen, jedenfalls bei mir. Also einmal warme Kuschelsocken einpacken.

  • Trinkflasche zum nachfüllen

Ich habe meine Trinkflasche vergessen – nicht gut. Deshalb habe ich zu jeder Mahlzeit versucht 4 Gläser zu trinken.  Hat ganz gut geklappt. Aber zwischendurch wäre es dennoch gut gewesen einfach einen Schluck Wasser trinken zu können. Also immer deine Trinkflasche dabei haben.

DAS SOLLTEST DU AUF KEINEN FALL EINPACKEN

Bei einem Meditationskurs geht es um Ruhe und in sich kehren. Ablenkungen jeglicher Art stören bei deiner Meditation. Also bringe die folgenden Dinge gar nicht erst mit.

  • MP3 Player
  • Laptop
  • Kamera
  • EBook
  • Bücher
  • Schreibsachen
  • Musikinstrumente
  • kurze Hosen, Kleider, Tops, usw.
  • Lebensmittel
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Drogen
  • Zigaretten, Tabak u.ä.
  • Tiere
  • Pelz
  • Schmuck
  • religiöse Objekte
  • Wertgegenstände
  • Parfüm

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Wenn der Hahn noch nicht kräht…

Am Ankunftstag im Vipassana Meditaitons Center in Bogor habe ich mich als neuer Student für den Vipassana Meditationskurs angemeldet. Ab dem ersten Tag und für die nächsten 10 Tage werde ich einen strengen und für mich sehr herausfordernden Zeitplan einhalten. Der Zeitplan dient den Teilnehmern um das kontinuierliche meditieren zu gewährleisten. Du sollst die best möglichen Resultate mit Hilfe des Zeitplans im 10-Tages Meditationskurs erreichen. Da du dich freiwillig anmeldest und teilnimmst, wird erwartet, dass du den Zeitplan möglichst genau einhältst. Was das genau bedeutet und warum ich definitiv kein Frühaufsteher bin erfährst du jetzt.

WENN DER HAHN NOCH NICHT GEKRÄHT HAT…

Jeden morgen um 4 Uhr beginnt das Läuten der Glocke mit 12 Wiederholungen. Ich werde aus meinem Schlaf gerissen und frage mich “Warum? Ich will schlafen! Es ist viel zu früh!” Ich habe 30 Minuten Zeit um aufzustehen, mein Bett zu machen, mich anzuziehen, mich zu waschen und in die Meditationshalle zu gehen.

Wie du bereits gemerkt hast bin ich absolut kein Frühaufsteher. Ich schlafe gern aus. Deswegen gab es auch mal ein oder zwei Tage an denen ich mir gedacht habe “mhhhhh…ich bleib liegen und geh später zur Meditation” – falsch gedacht. Wer liegen bleibt wird kurz nach 4:30 Uhr mit einer kleien Glocke direkt vor der Zimmertür oder alternativ auch direkt im Zimmer nochmals geweckt und gebeten sich in die Meditationshalle zu begegeben. Guten Morgen!

MEDITATION BEI SONNENAUFGANG

Der Tag beginnt entspannt mit zwei Stunden Meditation ab 4:30 Uhr morgens. Ich gehe in die Meditationshalle, setzte mich auf mein Kissen, packe mich warm mit meinen Kuschelsocken und Sarong ein und meditiere. Ich bin müde, es ist kalt mitten in Java und es fällt mir schwer die richtige Körperhaltung über die gesamte Dauer zu halten. Aufrecht sitzen, im Schneidersitz, Augen zu und sich ganz der Technik widmen. Doch von Tag zu Tag fällt es mir leichter.

LECKER FRÜHSTÜCK!

Langsam beginnt mein Magen zu knurren – ich habe hunger. Um 6:30 Uhr endet die erste Meditations Sitzung, die Glocke läutet und alle begeben sich zur “Kantine”. Es wartet jeden Tag ein  ausgiebiges Frühstück. Heißes Wasser, schwarzer Tee und Kaffeepulver zum trinken. In einer Ecke steht Toastbrot, Schokocreme, Erdnussbutter, Marmelade und Butter. Auf einem großen Tisch steht jeden Tag ein leicht abgewandeltes typisch Indoensisches Frühstück mit Reis oder Nudeln und Gemüse, auf jeden Fall herzahft. Jeden Tag bekommst du zwei bis drei Stückchen Obst – immer lecker und für deutsche oftmals exotisch. Das Frühstück geht ca. 30 Minuten, dann ist Pause.

NUTZE DEINE ZEIT

Ab 7 Uhr morgens habe ich für eine Stunde Pause. Wie ich diese Stunde nutze ist mir überlassen. Wie schon erwähnt – ich schlafe gern aus. Was habe ich also gemacht? Richtig – geschlafen!

GRUPPENMEDITATION

Um 8 Uhr leutet wieder die Glocke. Ich bgegebe mich auf meinen festen Platz in der Meditaitonshalle und lost geht es. Wie bei jeder Sitzung wird zu Beginn und Ende ein Audiotext vorgespielt um sich richtig auf die Meditation einzulassen und wieder entspannt zurückzukehren.

LERNE DIE TECHNIK

Nach einer 5 minütigen Pause beginnt direkt die nächste Meditationsphase um 9 Uhr. In dieser zwei stündigen Phase gibt es via Audiodatei neue Anweisungen wie du genau meditieren sollst. Es ist wichtig, alle bekannte und bereits erprobten Techniken außen vor zu lassen und isch ausschließlich auf diese eine zu konzentrieren. Jeden Tag werden entweder die neuen oder die alten Studenten durch die jeweiligen Meister geprüft. Geprüft wird die zuletzt erlernte Technik und die richtige Ausführung.

ICH HABE HUNGER

Was soll ich sagen? Ja, ich esse gern. Und auch wenn sich den ganzen Tag zu meditieren nach keiner großen Anstrengung anhört, kann ich dir versichern, es ist anstregnend. Für Körper und Geist. Um 11 Uhr gibt es Mittag essen. Und ich bin überrascht von der Qualität und Auswahl. grundsätzlich gibt es jeden Tag ein neues typisch indonesisches Gericht. Immer mit Gemüse und meistens mit Tofu. Es wird ausschließlich vegetarisch gegessen. Auch immer dabei ist Reis – das Grundnahrungsmittel in Indonesien! Achtung bei den separaten Saucen. Es gibt meistens eine kleine Schüssel mit einer dünenn Sauce in der viel Obst, Kräuter und vor allem Chillis schwimmen – super scharf aber richtig lecker. Einfach ausprobieren, nur nicht zu viel nehmen. Essen kannst du dir immer so viel nehmen wie du magst, denn es ist nicht gestattet eigenes Essen mitzubringen.

EIN KLEINER SPAZIERGANG

Von 11:30 Uhr bis 13 Uhr ist Pause. In dieser Zeit wasche ich meine Wäsche per Hand – ja, hier gibt es keine Technik, auch keine Waschmaschinen – und gehe spazieren. Während dieser 10 Tage ist es nicht gewünscht Sport zu treiben. Dieser könnte die Konzentration stören und den Erfolg minimieren. Wenn du Fragen an den Lehrer hast, kannst du dies nach vorheriger Anmeldung in dieser Pause wahrnehmen.

MEDITATION DEN GANZEN TAG

Ab 13 Uhr meditiere ich wieder. Zunächst bis 15:30 Uhr. In dieser Zeit sitze ich auf meinem Kissen in der Meditationshalle und veresuche die Anweisung richtig umzusetzten. Es ist schwieriger als du es dir vermutlich vorstellst. Wie genau diese Technik aussieht erfährst du in einem weiteren Artikel.

Ab 15:30 Uhr werden die Anweisungen wiederholt und ergänzt. Du hast grundsätzlich immer genug Zeit alle Anweisungen zu hören, zu verstehen und umzustetzten.

TEATIME

Nach 4 Stunden Meditation gibt es wieder eine Pause inkl. Essen. Moment, da war noch was…achso – Abends gibt es keine Mahlzeit. Was? Ja! Am ersten Tag habe ich gedacht “Nein, bitte nicht, ich habe hunger!” Also habe ich mir Alternativen gesucht. Zunächst einmal viel trinken. Ich habe zu jeder Mahlzeit versucht vier Gläser Tee zu trinken. Damit nimmst du Flüssigkeit zu dir und füllst deinen Magen. Mehr zum Thema “Richtiges Trinken” erfährst du hier… Eine Kleinigkeit gab es für die neuen Studenten allerdings schon noch: drei Stückchen Obst. Am ersten Tag habe  ich wirklich gehungert. Ab den zweiten Tag habe ich morgens und Mittags einfach noch mehr gegessen und damit das fehlende Abendessen ausgeglichen.

ABENDMEDITATION

Draußen wird es langsam dunkel und die Abendmeditation beginnt. Um 18 Uhr treffen sich wie gewohnt alle in der Meditationshalle. Für eine Stunde wird meditiert.

TAGESABSCHLUSS AUF VIDEO

Jeden Tag gibt es um 19 Uhr einen Abschluss auf Video. Für eine Stunde wird die Technik des meditierens erläutert, die Hintergründe und die Entstehung dieser Technik. Auf was zu achten ist und wie du die Meditaiton in dein tägliches Leben einbauen kannst. Alle Viedeos findest du kostenlos online bei YouTube. Die Links Liste ich dir direkt auf und ein Video (Tag 1) kannst du dir direkt ansehen um einen Eindruck zu bekommen. Wichtig: Die Viedeos sind alle auf englisch.

10 Day Vipassana Course – English

GEMEINSAMES EINSTIMMEN AUF DIE NACHT

Nach einem anstrengenden und intensives Tag geht es nach dem Abschluss mittels Video noch ein letztes mal in die Meditationshalle um bis 21 Uhr zu meditieren. Ein letztes mal zur Ruhe kommen, den Tag für sich Revue passieren lassen und sich auf die Nachtruhe einstellen. Spätestens um 21:30 Uhr müssen die Lichter in den Zimmer aus sein. Gute Nacht

Hier kannst du dir gern nochmal den genauen Zeitplan ansehen:

Vipassana Timeplan – English


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Highlights auf den Philippinen

Ihr habt in meinem letzten Beitrag 5 Fakten zum Philippinen Start gelesen. Auf meinem Blog findest Du außerdem auch noch einige Hintergrundinfos und hübsche Unterkünfte. Heute ist die Rückkehr von meiner Reise bereits 2 Monate her. Meine Weltreise steht nun bevor (am 04.07.2016 geht´s los- aber mehr dazu in meinem nächsten Artikel) und definitiv werde ich die Philis noch einmal besuchen. Warum diese atemberaubende Insellandschaft mich so begeistert hat und was meine Highlights waren? Das liest du jetzt.

MEIN HIGHLIGHT MIT (MENSCH UND) TIER

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Laura (c) Placeless

Vor meiner Reise habe ich viel zu den Philippinen gelesen. Über 7000 Inseln, viele unbewohnte Inseln, tolle Menschen, Backpacker und wundervolle Felskulissen. Ich wurde nicht enttäuscht. Vor meiner Reise war ich total scharf darauf mit den Walhaien zu tauchen. Es sollte mein persönliches Highlight werden. Ist es das auch geworden? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Mein liebster Kumpel und Reisepartner hatte schiss. Das war für mich umso witziger. Ich muss allerdings zugeben, die Tiere sind unglaublich groß, um nicht zu sagen riesig. Aber gleichzeitig scheinen sie so friedfertig und ruhig.

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Laura (c) Placeless

Der Haken an der Sache? Die Tierchen leben zwar im Meer und sind dort auch frei. Um die Touristen und Einheimischen jedoch zu unterhalten, werde diese in Oslob (Insel Cebu) angefüttert. 20 Euro kostet es für Touristen etwa 20 Minuten mit den Tieren zu schwimmen. Ich fand es unglaublich und habe meine Moral kurz zur Seite geschoben. Ob das richtig war? Ich weiß es nicht, aber das Erlebnis war wundervoll.

HIGHLIGHT: ROBINSON CRUSOE FÜR EINEN TAG

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Kanu (c) Placeless

Die Philis sind für mich übrigens auch eine kleine eigene Welt voller Möglichkeiten. Ein weiteres Highlight war eine private Kanutour. Wieso privat? Es gab nur mich, meinen Reisepartner, ein Kanu und das Meer. Und schon ging es los. Vorher haben wir uns auf der Karte alles genau angeschaut und waren ganz sicher, dass wir die Entfernungen locker schaffen. Wir sind ja recht sportlich. Pah. Pustekuchen. Mitten auf dem Meer riefen wir SOS und hofften, dass uns ein Touri- Schiff mit ans Ufer zieht. Es hatte aber niemand erbarmen 😉  Das war auch gut so, denn wer sich durchbeißt wird auch belohnt. Das war unsere persönliche Lektion. Trotz Gegenwind und leichten Strömungen erkundeten wir während unseres unkoordinierten 9- Stunden Ausfluges 4 wundervolle Inseln. Zwei davon unbewohnt. Schau Dir die Bilder an und lass es wirken! Unsere Tour haben wir in El Nido auf Palawan gestartet und haben umgerechnet 10 Euro für das Paddelbötchen bezahlt. Eine gute Übersichtskarte steht vor dem “Art Cafe”, die wir einfach fotografiert und somit dabei hatten. Dringend zu empfehlen: Dry Bag. Also trocken kamen wir am Ende nicht aus dem Boot 🙂

Fazit: Ein Traum und 2 Tage Muskelkater, aber ich werde es definitiv wiederholen!

HIGHLIGHT: DIE MENSCHEN- ES GIBT SIE NOCH, DIE NÄCHSTENLIEBE

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Walhaie (c) Placeless

Ich bin viel gereist und war auch viel als typischer Touri unterwegs. Ich habe viel zu hohe Preise gezahlt, habe mich vermutlich etliche Male “abzocken” lassen und habe mich Reisegruppen bei Tagesausflügen angeschlossen. Aber ich bin auch als Backpacker gereist, habe in Autos und Zelten geschlafen und Bohnen aus der Dose vom Gaskocher gefrühstückt. Was mir aber unglaublich selten passiert ist, ist es Menschen zu treffen, die herzensgut, nächsten liebend und einfach selbstlos sind. Trotz minimaler Mittel und purer finanzieller Unsicherheit. Auf den Philippinen wurde ich daran erinnert, wie toll Menschen sein können, auch wenn offensichtlich ist, dass ich eine “reiche” Europäerin bin. Lass mich Dir ein Beispiel nennen. Ja, in einer Situation war ich zu Tränen gerührt.

Es ging mit dem Flieger nach Puerto Princesa (Flughafen der Insel Palawan) um dort für eine Nacht zu bleiben. Spontan entschieden wir allerdings direkt weiterzureisen. Hatten jedoch keine Ahnung wie und wohin und natürlich auch kein WLAN. Kein Cafe war in Sicht, wir waren dazu noch total ko (hatten vorher einen 10 Stunden Trip mit Fähre, Trycycle, Texi, Bus und Flugzeug hinter uns) und keine Ahnung wohin mit uns. Wir fanden eine Kirche. Ich bin in Deutschland aus der Kirche ausgetreten und habe keinerlei Bezug dazu. Ich ging trotzdem hinein und fragte ob wir das Wlan benutzen dürften. Wir würden auch dafür bezahlen. Natürlich durften wir. Ein Gemeindemitglied kam zu uns und suchte das Gespräch mit uns. Wir unterhielten uns mit Hand und Fuß, sein Englisch war sehr gebrochen, sein Herz jedoch war offen für die Welt und er war sehr neugierig. Wir tauschten uns aus, bekamen wundervolle Tipps und Ratschläge. Und Wlan. Als wir uns sehr herzlich verabschiedeten wollten wir dem jungen Mann als Dank etwas Geld geben. Er lehnte ab und wir dachten das wäre Höflichkeit und bestanden darauf. Wir konnten ihn auch nach Minuten nicht dazu überreden das Geld zu nehmen.  Sein Shirt war kaputt, seine Menschlichkeit in Takt. Er nahm uns in den Arm und er sagte er freue sich, wenn Menschen aus aller Welt seine Heimat besuchten und er helfen könne das Land zu erleben. Mit Tränen in den Augen verließen wir die Kirche. Einen Augenblick überlegte ich in Deutschland wieder einzutreten. Aber dieser Mensch war unabhängig von der Kirche einfach wundervoll. Auch jetzt wenn ich daran zurückdenke wird mir ganz warm ums Herz. Genau das sind die Momente, die das Reisen so einzigartig machen. Ich werde diese Situation niemals vergessen und mich daran erinnern, wenn ich einmal Menschen auf Ihrer Reise unterstützen kann. Ich hoffe auf meiner Weltreise werde ich viele dieser Momente erleben und gutes Karma verbreiten!

Ja, du hast recht. Es hat vielleicht nichts mit den Philis zu tun. Verbinden werde ich es trotzdem immer mit diesem wundervollen Inselparadies!

Hast Du auch solche Situationen erlebt, Momente auf Deinen Reisen, die Dich für immer begleiten werden?

Herzlichst,

Laura


Mein Jahresrückblick 2015 – Teil I

Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil I Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil II
Dieses Jahr habe ich verdammt viel erlebt. 2015 ist für mich eines der schönsten Jahre meines Lebens. Was ich alles erlebt habe, welche Abenteuer ich hinter mir habe, welche Menschen ich getroffen habe und was nicht so tolles passiert ist will ich Dir jetzt einfach mal zusammen gefasst erzählen.

WIE ALLES BEGANN 

Australia - Sydney - Opera House 4 (c) Travelastic
Sydney Opera House (c) Travelastic Photography

Im Januar bin ich nach meiner Abschiedsparty in Frankfurt am Main/Deutschland abgeflogen. Nach meinen Zwischenstopp in Neu Delhi/Indien bin ich nach insgesamt zwei Tagen in Sydney/Australien gelandet. Dort wurde ich von einem strahlend blauen Himmel und angenehm warmen Temperaturen empfangen. Zunächst habe ich direkt im CBD (Innenstadt) gewohnt, mir Sydney angesehen und dabei einen ersten Eindruck von Australien bekommen.

Dann bin ich an Bondi Beach gezogen. In einer Minute war ich direkt am Strand – einem der weltweit beliebtesten und bekanntesten. Im Sydney Wildlife Zoo habe ich u.a. den ersten Koala aus nächster Nähe sehen dürfen. Beim Sydney Festival gab es in der ganzen Stadt kostenlose Konzerte und viele tolle Events. Von einem Geburtstags-/Abschiedsgeschenk habe ich den Sydney Harbour Bridge Walk gemacht. Obwohl es in strömen geregnet hat war es beeindruckend – ich habe mir einen meiner Träume damit erfüllt. Ich habe die ersten Australier kennen gelernt welche vom ersten Tag an und bis heute alle sehr hilfsbereit, aufmerksam und Lebensfroh sind.

Von Sydney aus bin ich für 5 Tage in den Blue Mountains National Park gefahren. Bis zum Horizont konnte ich beim Sonnenaufgang die mit Dschungel bedeckten Bergketten beobachten. Ja, die Blue Mountains sind tatsächlich blau beim Sonnenaufgang (Warum? Wegen der Eukalyptusbäume!). Im Dschungel bin ich jeden Tag ca. 20 km mit Rikke aus Dänemark gewandert. Dabei haben wir nicht nur großartige Landschaften, sondern auch tiefe Schluchten, steile Felswände und riesige Wasserfälle mit Wasserlöchern in denen wir schwimmen waren entdeckt.

DIE HAUPTSTADT AUSTRALIENS

So schnell ist dann schon der Januar rum gewesen. Im Februar bin ich mit dem Bus 8 Stunden von Sydney nach Canberra, der Hauptstadt Australiens gefahren. Canberra ist eine Verwaltungsstadt und geplant gebaut wurden. Ich war eine Woche dort und fand es relativ schnell langweilig. Die Einheimischen sind hauptsächlich zum arbeiten dort. Am Wochenende fahren alle nach Melbourne oder Sydney zum leben. Jedoch habe ich in Canberra meine ersten wilden Kängurus, Opossums, Fledermäuse und viele andere Tiere sehen dürfen. Das war super!

DIE LEBENSWERTESTE STADT DER WELT

Australia - Melbourne - White Night III (c) Travelastic
White Night in Melbourne (c) Travelastic Photography

Nach ca. 10 Stunden Fahrt mit dem Bus von Canberra bin ich in Melbourne angekommen. Das ich dort fast zwei Monate Leben würde und meinen ersten Job in Australien bekommen würde, mir mein erstes eigenes Auto im Leben kaufe und so viele tolle Menschen vom ersten Tag an kennen lerne habe ich nicht erwartet. Melbourne ist nicht nur laut Statistik, sondern auch meiner Meinung nach eine der Lebenswertesten Städte weltweit. Es gibt einfach alles. Die Innenstadt bietet alles was man zum Leben braucht. Überall kam ich gut zu Fuß hin, die öffentlichen Verkehrsmittel sind kostenlos und in wenigen Minuten war ich am Yarra River und in tollen Parks oder am Strand. Nur wenige Stunden Autofahrt entfernt befinden sind viele Nationalparks mit einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt. In Melbourne gibt es viele Festivals, Konzerte, eine große Kunstszene und immer wieder spontane Veranstaltungen. Die Lebenshaltungskosten sind allerdings auch entsprechend hoch. Daher habe ich mich auf die Suche nach einen Job gemacht und bei Vue de Mond, einem 3 Sterne Restaurant im 55. Stockwerk im Rialto Tower angefangen. Der Ausblick war unvergesslich. Kilometerweit sah ich die Region Melbourne, bei Nacht die beleuchtete Stadt unter mir. Bald wurde mir klar, dass ich ohne Auto nicht alles entdecken kann was ich gerne will. Da ich nicht auf andere angewiesene sein wollte und meine Flexibilität bewahren wollte habe ich entscheiden mir ein Auto zu kaufen.

AUF EINMAL ZU ZWEIT

Australia - Victoria - Great Ocean Road - Wale Watching - Car (c) Travelastic_1080
Mein Auto an der Great Ocean Road in Australien (c) Travelastic Photography

Bei Facebook habe ich ein Gesuche nach einem Reisepartner gelesen und gedacht, prima – das ist genau meine Route und er hört sich sympathisch an, ich habe geantwortet. Nach einigen male hin- und herschreiben haben wir entschieden zusammen ein Auto zu kaufen und damit in Tasmanien einen Roadtrip zu machen. Nach langer Suche haben wir, Chris und ich, unseren Holden Frontera gefunden und gekauft. Da Chris zu diesem Zeitpunkt noch in Asien war haben wir uns in Tasmanien getroffen. Seit Mitte April bin ich also zu zweit am Reisen. Es ging von 0 auf 100 – wir haben uns nicht persönlich gekannt und dann jede Minute zusammen verbracht. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten ist es mittlerweile schön zusammen zu Reisen.

AUSFLUG NACH PHILIPP ISLAND

Auf Philipp Island habe ich tatsächlich kleine süße Pinguine in echt direkt vor meinen Füßen sehen dürfen 😀 Fantastisch. Generell ist die kleine Insel ein Traum.

83KM ZU FUß DURCH DIE TASMANSCHE WILDNIS

Australia - Tasmania - Overland Track 61 (c) Travelastic Photography_1868
Francesca auf dem Overland Track (c) Travelastic Photography

Mit der Fähre bin ich nach Tasmanien gefahren. Nachdem ich Chris vom Flughafen in Hobart abgeholt hatte ging es noch am selben Tag in die Cradle Mountains. Dort haben wir unser Auto abgestellt und den Overland Track gemacht. Ein 83km langer Wanderweg durch den Cradle Mountains / Lake St. Clair National Park in der Mitte von Tasmanien. Diesen Hike wollte ich schon lange machen – und nun war es so weit. Es war unglaublich schön, die Landschaften, die Ruhe, keine Zivilisation, keine Technik. Nur die Natur und wir. Ich würde den Track auf jeden Fall wieder wandern.

ROADTRIP DURCH TASMANIEN

Kilometer lange Strände und kein Mensch dort. Das habe ich in Tasmanien jeden Tag gefunden. Eine vielfältige Tierwelt die sich immer wieder zeigt. Fremde die zu Freunden wurden. Schnee in Australien mit dem wir einen Schneemann gebaut haben, wie es sich in Hobart gehört. Und dem lokalen Brauch entsprechend mit dem Schneemann auf der Motorhaube vom Berggipfel in das Tal gefahren sind. Wir haben das 5 Minuten lang geschafft – ziemlich gut. Dann war es zu warm und zu kurvig ^^ Ich bin über Hängebrücken gelaufen, über einen Baumwipfel Walk, habe einen Eagle Hawk Glide gemacht und vieles mehr. in Tasmanien war ich ca. 6 Wochen.

EIN ZWISCHENSTOPP IN ABU DHABI

Aufgrund eines Sterbefalls in der Familie bin ich so schnell wie möglich zurück nach Deutschland geflogen und musste auch bei diesem Flug um die halbe Welt…lies weiter


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Mein Jahresrückblick 2015 – Teil II

Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil ITravelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil II

EIN ZWISCHENSTOPP IN ABU DHABI

Aufgrund eines Sterbefalls in der Familie bin ich so schnell wie möglich zurück nach Deutschland geflogen und musste auch bei diesem Flug um die halbe Welt einen Zwischenstopp einlegen. Diesmal in Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate. Da der Stopp 19 Stunden gedauert hat, hatte ich die Gelegenheit mir von Waleed die Stadt zeigen zu lassen. Spontan haben

Emirates - Abu Dhabi - Sunset
Wüste bei Abu Dhabi (c) Travelastic Photography

wir eine Jeep Tour durch die Wüste gemacht, waren auf Kamelen reiten, haben in einem Wüstencamp den typischen Bauchtanz gesehen und ein leckeres Buffet genossen. Ich habe mir ein Henna Tattoo machen lassen und bin mit dem Quad durch den Sand gefahren. Sand Boarding habe ich auch gemacht, was gar nicht so einfach war. Zum Abschluss wurde ich wieder zum Flughafen gefahren und bin weiter geflogen.

ZURÜCK NACH DEUTSCHLAND

Über Abu Dhabi und Amsterdam bin ich Mitte Mai in Hannover gelandet. Ich habe Freunde getroffen und die Zeit mit meiner Familie genossen. Anfang Juni bin ich wieder nach Australien geflogen.

DIE GRAT OCEAN ROAD

Über Amsterdam und Kuala Lumpur bin ich nach zwei Tage wieder in Melbourne gelandet. Nach ein paar Tagen zum Ankommen und Vorbereitung sind wir zu unserem Roadtrip über die Great Ocean Road nach Adelaide gestartet. An der Great Ocean Road habe ich meinen Tandem Skydive gemacht – ein großartiges

Australia - Victoria - Great Ocean Road - Twelve Apostel I (c) Travelastic_1183
Twelve Apostels an der Great Ocean Road (c) Travelastic Photography

Gefühl, ich will das auf jeden Fall wiederholen! Ein Wal ist neben uns her geschwommen und wunderschöne Küstenabschnitte haben uns begleitet. Beim Sidetrip in den Grampians National Park durften wir in die Ferne schweifen und das erste mal Emus aus nächster Nähe in freier Wildbahn sehen.

ADELAIDE – DIE JOBSUCHE BEGINNT

In Adelaide habe ich Bekannte aus Melbourne getroffen, die Stadt und Umgebung erkundet. Nachdem wir in Adelaide angekommen waren ging direkt die Jobsuche los, leider weniger erfolgreich, da einfach nicht die richtige Saison war. Da wir nach drei noch keine Vollzeit Jobs gefunden haben hatten wir uns entschlossen Richtung Darwin zu fahren.

EIN ROADTRIP DURCH DAS OUTBACK AUSTRALIENS

Nicht enden wollende Straßen, wilde Emus, Ziegen, Schafe, Rinder, Pferde, Kängurus, Adler, uvm. In der Wildnis unter einer traumhaft schönen und intensiven Milchstraße übernachten. Auf Berge klettern, in Schluchten blicken und in die Fern schweifen. Das alles war ein sehr aufregender Roadtrip der unerwartet abwechslungsreich war. Inkl. Überraschung wie einem platten Reifen, einen zu tauschenden Reifen und einer nicht startenden Batterie. Wir hatten zum Glück Menschen getroffen die mitten im nirgendwo auf einmal vor Ort waren und uns geholfen haben.

Red Center

Das rote Zentrum in der Mitte von Australien. Mitten im Outback, in der Wüste. Endlich bin ich da. Der

Australia - NT - Uluru bzw. Ayers Rock XII (c) Travelastic Photography_2191
Uluru im Sonnenuntergang (c) Travelastic Photography

Uluru vor meiner Nase und das bei Sonnenuntergang – ein unvergesslicher Anblick! Aber auch alle drum herum und Kata Tjuta sind beeindruckend.

Tjorita

Über die West MacDonnell Ranges fahren wir weiter nach Alice Springs. Wir wandern zwischen Schluchten hindurch, gehen in Wasserlöchern schwimmen, besteigen Berggipfel, erleben eine Nachtwanderung zu einem Traumort und machen flambierte Pfannkuchen am Lagerfeuer während wir mit selbstgebauten Instrumenten Musik machen.

Mein Leben in der Wüste

Von Ende Juli bis Anfang Dezember lebe, wohne und arbeite ich in Alice Springs. Ich habe in dieser Zeit viele Festivals miterlebt, Konzerte, tolle Menschen kennen lernen dürfen, House- und Pet-Sitting gemacht und mein verdientes Geld für meine weiteren Reisepläne gespart. Halloween, Nikolaus und Weihnachtsfeiern habe ich in Alice Springs gefeiert und viel über Australische Gebräuche gelernt.

AUS DER WÜSTE IN DIE TROPEN

Anfang Dezember bin ich in Alice Springs gestartet um kurz vor Weihnachten in Berry Springs anzukommen. Aus der Wüste in die Tropen, an die Nordküste Australiens. Wunderschöne natürliche Thermalquellen zum schwimmen und tauschen, nicht enden wollende Wasserfälle mitten im Dschungel und riesige Termitenbauten haben mich auf der gesamten Strecke begleitet.

HOUSE- UND PET-SITTING IM REGENWALD

Von Mack und Sage, den zwei Hunden wurdeich bereits am Gartentor begrüßt. Bis zu meiner Abreise im Januar 2016 habe ich auf die zwei aufgepasst. Weihnachten habe ich bei Regen, aber warmen Temperaturen mitten im Regenwald verbracht. Meinen Geburtstag habe ich in Palmerston gefeiert und zu Silvester bin ich an die Waterfront in Darwin gefahren. Bei richtig guten Live Konzerten habe ich mein leckeres Essen vom Inder auf meiner Picknick Decke am Meer genossen. An diesem Abend gab es nicht nur ein, sondern gleich zweimal ein Feuerwerk. Beide waren fantastisch anzusehen und zu passender Musik vom Didgeridoo begleitet. Einen so entspannten, trockenen und schönen Start in das neue Jahr hatte ich noch nie.

DANKE!

Danke für Deinen Unterstützung und Intersse an den Inhalten auf Travelastic!
Danke für Deine Kommentare, E-Mails und Nachrichten!
Danke für ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2015!

Ich will einfach mal Danke sagen! Ohne Dich wäre Travelastic nicht möglich. Du bist der Grund warum ich Travelastic aufbauen kann. Für Dich schreibe ich die Artikel, veröffentliche Bilder von Travelastic Photography und manage den Blog. Das alles nimmt viel Zeit von mir in Anspruch. Ich mache das für Dich.

Dir kann ich schon jetzt versprechen das es spannend weitergeht in 2016. Zu viel will ich noch nicht verraten…

WIE WAR DEIN JAHR?

Du siehst, ich hatte ein spannendes, abenteuerliches, inspirierendes Jahr 2015. Wie war Dein Jahr? Welche Higlights hast Du erlebt? Ich freue mich immer über neue Ideen für meine nächsten Reisen – also her damit – hinterlasse Deine Highlights in den Kommentaren.

Deine Francesca


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Mabuhay! Willkommen! 5 Fakten zum Philippinen-Start

Ich weiß nicht, ob Du es wusstest, aber ich bin verliebt in Asien und das schon seit einigen Jahren. Allerdings bin ich kein Fan davon, einen der tausend Touristenpfade zu gehen. Ich mag es neue Wege zu entdecken, oder zumindest Wege, die nicht damit glänzen, dass alle 2 Meter ein Sightseeing-Schild auftaucht. Ich finde es toll neue Ecken zu erkunden, nicht alle tollen Erlebnisse mit 500 anderen Menschen zu teilen, die gerade mit 10 Bussen angekarrt werden. Aber das ist ja gar nicht so einfach.

Die Challenge war also folgende: Ein Reiseziel, das nicht völlig überlaufen ist, in Asien liegt, aber trotzdem eine verhältnismäßig gute Traveller- Infrastruktur hat, da mein Reisepartner seine erste Fernreise antrat. Es sollte also entspanntes Reisen voller Abenteuer sein. Gesucht: Die eierlegende Wollmilchsau. Und die gute Nachricht zuerst.

Travelastic - Blog Empfehlung - Placeless

Wir haben die Sau gefunden. Und ich habe mich verliebt. Die schlechte: Wir hatten nur drei Wochen Zeit und es gab einen Unfall. Aber beginnen wir von vorne. Das ganze begann ungefähr so:

Dienstag:

„Hast du das gesehen, es gibt voll das gute Angebot zum Backpacken, lass uns fliegen!“

„Ja klar, was kostet es und wohin? Ich will unbedingt in die Sonne und mein Rucksack langweilt sich auch!“

„Flüge auf die Philippinen für nur 500 Euro, aber nur bestimmte Termine und wir müssten glaub ich schnell buchen!“

Freitag:

„Sollen wir heute Abend buchen? Ich hab mir die Bilder bei Google angeguckt und das sieht meeeega da aus.“

„Ja, klar, buchen, buchen, buchen. Du kennst mich, ich bin immer am Start, wenn es ums Reisen geht.“

Gesagt, gebucht. Die Philippinen sollten es werden!

Lies weiter, hol Dir die wichtigsten Hinweise & Tipps und finde heraus ob wir die Entscheidung nach dem ersten Eindruck bereut haben.

1. GRATIS WLAN & TRINKWASSER

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Philippinen (c) Placeless.de

Über Hongkong ging es also nach Cebu, eine Insel die zu der Gruppe der Visayas gehört, im Zentrum der Philippinen. Reisezeit mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Hong Kong ca. 10 Stunden. Von Hongkong nach Cebu noch einmal etwa 2 Stunden. In Hongkong hatten wir 2 Stunden Aufenthalt, ist aber super entspannt dort am Flughafen und Trinkwasser & WLAN sind am Flughafen Hongkong International gratis. Also, alles easy.

2. VOR DER REISE GELD WECHSELN? AUF KEINEN FALL!

In einem Reiseführer hatte ich gelesen, dass es Sinn machen würde, im Voraus Geld zu wechseln, um zu mindest Geld für die Fahrt zur ersten Unterkunft, etwas zu Trinken und eben das Nötigste nach der Ankunft zu haben. Es gäbe nicht allzu viele Geldautomaten. Und das war auch schon der erste FAIL.

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Philippinen (c) Placeless.de

Da ich das bisher aufgrund der schlechten Wechselkurse in Deutschland noch nie so gehandhabt hatte, vergaß ich natürlich die bei der Bank bestellten Philippinischen Peso vor der Reise abzuholen. Und das war auch gut so. Am Flughafen Cebu angekommen, gibt es natürlich wie nahezu an allen Flughäfen weltweit einen Money Changer mit einem annehmbaren Wechselkurs und auch einen Geldautomaten, der auch internationale Karten akzeptiert. Zum Vergleich: Am Flughafen Cebu erhielt ich für 100 Euro etwa 4800 Philippinische Peso. Die Sparkasse in Deutschland bot mir für 100 Euro 3500 Peso. Also, es hat nicht viel mit Mut zu tun, ohne Peso loszufliegen, sondern es macht schlichtweg Sinn. Vor der Reise Geld wechseln: Sparfaktor gleich null. Weder Zeit noch Geld.

Hinweis: Auf der Insel Palawan findest Du tatsächlich wenig Geldautomaten. In Puerto Princesa ist das kein Problem. In El Nido jedoch ist der einzige Automat im Ort oftmals einfach leer. Nimm also ein paar Euro mit für alle Fälle, dann kannst du bei Bargeld- Not bei einem der vielen Money Changer zu einem fairen Kurs Geld wechseln.

3. „WIE IST DENN DAS WETTER DA?“

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In Cebu angekommen empfing uns ein angenehm warmes und sonniges Wetter. Natürlich ist die Luft etwas feucht, aber ich persönlich liebe dieses Klima. Also, Palawan im Dezember? Go, das passt super!

Meine Erfahrungen: Ich habe Cebu von Cebu City bis Oslob, Panglao, Bohol, Palawan von Puerto Princesa bis El Nido im November 2015 besucht. Die Philis haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Mal ein angenehmer Schauer zwischendurch und auf Boracay einmal ein paar Stündchen Regen. Ganz entspannt.

Warst Du auch auf den Phlis und hast Wettererfahrungen gemacht? Denn die Tabellen können wir ja überall finden, aber Erfahrungswerte wären super. Haut Eure Erfahrungen gern in die Kommentare oder schreibt mir. Helft mir bei meiner nächsten Reise nicht im Regen zu stehen. Ich will doch braun werden.

4. TAXI FAHREN? IST MIR ZU LANGWEILIG UND NICHT INDIVIDUELL GENUG…

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Bei der Ankunft am Wunschziel ist es ja meistens so: Man ist K.O., will ins Bett und das mit wenig Aufwand und alles andere ist egal. Generell bin ich nicht gerade ein Verfechter der Taxen, aber es sollte nach unserer Ankunft trotzdem eines werden. Wir stiegen also in ein hübsches Taxi- es hatte sogar Anschnallgurte- ein (was ich keine 20 Minuten später bereute, gleich mehr dazu). Das gute an dem Prinzip Taxi auf den Philippinnen ist, dass es an öffentlichen Plätzen eine Art Taxistand gibt. Dort steht ein „Manager“, der Dir beim Einsteigen einen Zettel in die Hand drückt. Auf diesem Zettel stehen das Kennzeichen deines Wagens, sowie eine Beschwerdehotline. Safety first.

Dieser Zettel brachte uns letztendlich jedoch auch nicht weiter. Wie in Asien so üblich bestand unsere Fahrt zum Hotel aus Gas geben- Bremsen- Gas geben- Scharf Bremsen- Gas geben, wenn Du schon einmal in einer Großstadt Asiens warst, dann weißt Du jetzt genau was ich meine. Das Problem war jedoch, dass unser lieber Fahrer einmal das Bremsen vergaß. Konkret: Er schlief ein. Mitten auf der Hauptstraße in Cebu City, mit dem Fuß auf dem Gas. Alles ging recht schnell während wir mit vollem Gas auf einen Jeepney zurasten. Ich war sicher der Typ würde im letzten Moment noch bremsen. Mir entwich nur noch ein „Ohaaa“ und es knallte. Ein Glück, dass die Jeepneys schon Kriege überstanden haben, es wurde niemand verletzt. Unser Taxi jedoch hatte einen Totalschaden. Wir stiegen aus und waren geschockt. Das Auto war nicht wiederzuerkennen. Mein Newbie- Travellerfreund auch nicht, erste Fernreise startete wohl eher suboptimal. Sein Gesicht sah aus als wollte er nach Hause. Wir stiegen aus und wollten los, endlich Richtung Hotel (das hatten wir uns ausschließlich für die erste Nacht gegönnt) und nach dem Flug und dem Trouble zur Ruhe kommen. Der Fahrer bestand auf die Summe, die auf dem Taxometer stand. Wir gaben es ihm, ohne Trinkgeld. Ist das frech?

5. Aus gegebenen Anlass: Kurzer Exkurs Fortbewegung auf den Philis

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Alternativ kannst Du auf den Philippinen über Land natürlich auch mit Tricycles, Motoradtaxen, Jeepneys, Vans und Bussen fahren. Motoradtaxen sind am günstigsten (einfach bei einem Einheimischen hinten mit drauf setzen), Tricycles bieten sich für kurze Strecken mit Gepäck an und Jeepneys sind mit umgerechnet 32 Cent besonders günstig, wenn auch wenig komfortabel für lange Strecken. Vans sind eher was für die bequemen und die Busse mit AC auch. Die Reise mit dem Bus ohne Klimaanlage ist recht günstig und vor allem kommt man in den Genuss mit den Einheimischen zusammen zu fahren. Es können tolle Gespräche und Erlebnisse entstehen. Mein Highlight war absolut diese Fahrt und ich würde die günstigen Verkehrsmittel jederzeit der „Touristenklasse“ vorziehen. Denn alltägliche und ungezwungene Kontakte mit Einheimischen sind sehr kostbar. Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass wir natütlich weiterhin auch zwischendurch mit dem Taxi gefahren sind. Hatten halt Pech mit dem Fahrer und glücklicherweise auch Anschnallgurte. Also lass Dich von nichts Abhalten, genieß Deine Reise.

Das war nur der Anfang. Natürlich wirst Du in den nächsten Wochen noch weitere Infos zu Deinem ersten oder nächsten Phili-Trip finden. Ich kann Dir sagen. It´s more fun in the philippines. Also, lass Dich nicht aufhalten. Wir sehen uns dort!

♥- lichste Grüße

Laura von placeless.de