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Die ultimative Packliste für deinen Meditationskurs

Im Februar 2016 war ich für 10 Tage in einem Meditationskurs in Bogor/Jave/Indonesien. Ich wäre froh gewesen eine gute Packliste zu haben um mir diese Tage noch ein wenig angenehmer zu gestalten.

Du willst auch für 10 Tage in einen Meditationskurs gehen? Dann wünsche ich dir schon jetzt eine sehr intensive und inspirierende Zeit. Doch was genau solltest du eigentlich einpacken?

Hier findest du die ultimative Packliste für deinen nächsten Meditationskurs. Wichtig: Die Packliste kann isch je nach Land und Jahreszeit leicht ändern. Die Basis jedoch ist die gleiche.

DAS SOLLTEST DU AUF JEDEN FALL EINPACKEN

  • Bettwäsche

Kläre vor Anreise mit dem Zentrum ab, ob Bettwäsche bereitgestellt wird oder nicht.

  • Dünne Decke oder Schlafsack

In Bogor habe ich eine sehr dünne Decke gestellt bekommen. Jedoch war der Temperatur-unterschied zwischen Tag und Nacht so groß, dass ich Nachts gefroren habe. Nimm daher lieber eine eigene Decke mit.

  • Sarong

Ich bin ja ein absoluter Fan von Sarongs. Immer vielfältig einsetzbar, leicht, klein und pflegeleicht. Beim meditieren hat sich ein großteil immer einen Sarong über die Beine oder den Rücken gelegt. Das macht es gleich noch angenehmer.

  • Bequeme Kleidung die nicht eng am Körper anliegt, nicht durchsichtig ist und alles bedeckt

Je nach Land ist die Kleidung sehr wichtig. Kläre vor Kursbeginn mit dem Zentrum ab was zu beachten ist. Generell ist weite bequeme Kleidung zu empfehlen in der du dich wohlfühlst.

  • Waschmittel für Handwäsche

In einigen Meditationszentren ist Technik komplett verboten, inkl. Waschmaschinen. Wenn du Wäsche waschen musst, dann per Hand. Dazu ist es sinnvoll ein Handwaschmittel mitzubringen.

  • Handtuch

Ein eigenes Hand- und/oder Badetuch sollte bei jeder Reise im Gepäck sein.

  • Hygieneprodukte

Bring deine eigenen Hygieneprodukte mit. Denk dran: Schminke, Parfüm und alles weitere lenkt ab und ist daher nicht gern gesehen. Also lieber gleich alles zuhause lassen. Hilfreich ist auch Desinfektionsgel oder -spray.

  • Taschenlampe

Die meisten Meditationszentren liegen abgelegen von Städten in der Natur. Sinn ist dem Stress, der Lautstärke und der Beeinflussung von außen zu entfliehen. Daher ist es auf dem Gelände öfters dunkel. Eine Taschenlampe macht dann einiges leichter.

  • Regenschirm oder -jacke

Ich war zur Regenzeit in Java. Geregnet hat es daher jeden Tag und ich war über meine Regenjacke sehr froh. Kläre auch hier vor Kursbeginn ab, ob dies notwendig ist oder nicht.

  •  ggf. eine Uhr oder ein Wecker

Zum aufstehen und für den jeweils nächsten Tagesabschnitt benötigst du keinen Wecker. Die Glocke ist mehr als laut genug. Selbst mit Ohropax konnte ich diese nicht überhören. Ein Uhr ist jedoch ganz nett um sich hin und wieder zu orientieren.

  • Mückenspray und -netz

Ich hatte Glück und keine Probleme mit Mücken. Du solltest aber auf jeden Fall abklären ob Mücken im Bereich des Zentrum unterwegs sind und ggf. Vorsorge treffen.

  • Ohropax

Ich habe immer ein paar dabei. Ob im Flugzeug bei der Meditation oder bei Konzerten.

  • Schlafmaske

Ich schlafe besser wenn es richtig dunkel ist, daher empfehle ich grundsätzlich immer eine Schlafmaske dabei zu haben.

  • warme Socken

Wenn du viele Stunden am Stück sitzt, wird es irgendwann selbst an warmen Tagen kalt an den Füßen, jedenfalls bei mir. Also einmal warme Kuschelsocken einpacken.

  • Trinkflasche zum nachfüllen

Ich habe meine Trinkflasche vergessen – nicht gut. Deshalb habe ich zu jeder Mahlzeit versucht 4 Gläser zu trinken.  Hat ganz gut geklappt. Aber zwischendurch wäre es dennoch gut gewesen einfach einen Schluck Wasser trinken zu können. Also immer deine Trinkflasche dabei haben.

DAS SOLLTEST DU AUF KEINEN FALL EINPACKEN

Bei einem Meditationskurs geht es um Ruhe und in sich kehren. Ablenkungen jeglicher Art stören bei deiner Meditation. Also bringe die folgenden Dinge gar nicht erst mit.

  • MP3 Player
  • Laptop
  • Kamera
  • EBook
  • Bücher
  • Schreibsachen
  • Musikinstrumente
  • kurze Hosen, Kleider, Tops, usw.
  • Lebensmittel
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Drogen
  • Zigaretten, Tabak u.ä.
  • Tiere
  • Pelz
  • Schmuck
  • religiöse Objekte
  • Wertgegenstände
  • Parfüm

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Wenn der Hahn noch nicht kräht…

Am Ankunftstag im Vipassana Meditaitons Center in Bogor habe ich mich als neuer Student für den Vipassana Meditationskurs angemeldet. Ab dem ersten Tag und für die nächsten 10 Tage werde ich einen strengen und für mich sehr herausfordernden Zeitplan einhalten. Der Zeitplan dient den Teilnehmern um das kontinuierliche meditieren zu gewährleisten. Du sollst die best möglichen Resultate mit Hilfe des Zeitplans im 10-Tages Meditationskurs erreichen. Da du dich freiwillig anmeldest und teilnimmst, wird erwartet, dass du den Zeitplan möglichst genau einhältst. Was das genau bedeutet und warum ich definitiv kein Frühaufsteher bin erfährst du jetzt.

WENN DER HAHN NOCH NICHT GEKRÄHT HAT…

Jeden morgen um 4 Uhr beginnt das Läuten der Glocke mit 12 Wiederholungen. Ich werde aus meinem Schlaf gerissen und frage mich “Warum? Ich will schlafen! Es ist viel zu früh!” Ich habe 30 Minuten Zeit um aufzustehen, mein Bett zu machen, mich anzuziehen, mich zu waschen und in die Meditationshalle zu gehen.

Wie du bereits gemerkt hast bin ich absolut kein Frühaufsteher. Ich schlafe gern aus. Deswegen gab es auch mal ein oder zwei Tage an denen ich mir gedacht habe “mhhhhh…ich bleib liegen und geh später zur Meditation” – falsch gedacht. Wer liegen bleibt wird kurz nach 4:30 Uhr mit einer kleien Glocke direkt vor der Zimmertür oder alternativ auch direkt im Zimmer nochmals geweckt und gebeten sich in die Meditationshalle zu begegeben. Guten Morgen!

MEDITATION BEI SONNENAUFGANG

Der Tag beginnt entspannt mit zwei Stunden Meditation ab 4:30 Uhr morgens. Ich gehe in die Meditationshalle, setzte mich auf mein Kissen, packe mich warm mit meinen Kuschelsocken und Sarong ein und meditiere. Ich bin müde, es ist kalt mitten in Java und es fällt mir schwer die richtige Körperhaltung über die gesamte Dauer zu halten. Aufrecht sitzen, im Schneidersitz, Augen zu und sich ganz der Technik widmen. Doch von Tag zu Tag fällt es mir leichter.

LECKER FRÜHSTÜCK!

Langsam beginnt mein Magen zu knurren – ich habe hunger. Um 6:30 Uhr endet die erste Meditations Sitzung, die Glocke läutet und alle begeben sich zur “Kantine”. Es wartet jeden Tag ein  ausgiebiges Frühstück. Heißes Wasser, schwarzer Tee und Kaffeepulver zum trinken. In einer Ecke steht Toastbrot, Schokocreme, Erdnussbutter, Marmelade und Butter. Auf einem großen Tisch steht jeden Tag ein leicht abgewandeltes typisch Indoensisches Frühstück mit Reis oder Nudeln und Gemüse, auf jeden Fall herzahft. Jeden Tag bekommst du zwei bis drei Stückchen Obst – immer lecker und für deutsche oftmals exotisch. Das Frühstück geht ca. 30 Minuten, dann ist Pause.

NUTZE DEINE ZEIT

Ab 7 Uhr morgens habe ich für eine Stunde Pause. Wie ich diese Stunde nutze ist mir überlassen. Wie schon erwähnt – ich schlafe gern aus. Was habe ich also gemacht? Richtig – geschlafen!

GRUPPENMEDITATION

Um 8 Uhr leutet wieder die Glocke. Ich bgegebe mich auf meinen festen Platz in der Meditaitonshalle und lost geht es. Wie bei jeder Sitzung wird zu Beginn und Ende ein Audiotext vorgespielt um sich richtig auf die Meditation einzulassen und wieder entspannt zurückzukehren.

LERNE DIE TECHNIK

Nach einer 5 minütigen Pause beginnt direkt die nächste Meditationsphase um 9 Uhr. In dieser zwei stündigen Phase gibt es via Audiodatei neue Anweisungen wie du genau meditieren sollst. Es ist wichtig, alle bekannte und bereits erprobten Techniken außen vor zu lassen und isch ausschließlich auf diese eine zu konzentrieren. Jeden Tag werden entweder die neuen oder die alten Studenten durch die jeweiligen Meister geprüft. Geprüft wird die zuletzt erlernte Technik und die richtige Ausführung.

ICH HABE HUNGER

Was soll ich sagen? Ja, ich esse gern. Und auch wenn sich den ganzen Tag zu meditieren nach keiner großen Anstrengung anhört, kann ich dir versichern, es ist anstregnend. Für Körper und Geist. Um 11 Uhr gibt es Mittag essen. Und ich bin überrascht von der Qualität und Auswahl. grundsätzlich gibt es jeden Tag ein neues typisch indonesisches Gericht. Immer mit Gemüse und meistens mit Tofu. Es wird ausschließlich vegetarisch gegessen. Auch immer dabei ist Reis – das Grundnahrungsmittel in Indonesien! Achtung bei den separaten Saucen. Es gibt meistens eine kleine Schüssel mit einer dünenn Sauce in der viel Obst, Kräuter und vor allem Chillis schwimmen – super scharf aber richtig lecker. Einfach ausprobieren, nur nicht zu viel nehmen. Essen kannst du dir immer so viel nehmen wie du magst, denn es ist nicht gestattet eigenes Essen mitzubringen.

EIN KLEINER SPAZIERGANG

Von 11:30 Uhr bis 13 Uhr ist Pause. In dieser Zeit wasche ich meine Wäsche per Hand – ja, hier gibt es keine Technik, auch keine Waschmaschinen – und gehe spazieren. Während dieser 10 Tage ist es nicht gewünscht Sport zu treiben. Dieser könnte die Konzentration stören und den Erfolg minimieren. Wenn du Fragen an den Lehrer hast, kannst du dies nach vorheriger Anmeldung in dieser Pause wahrnehmen.

MEDITATION DEN GANZEN TAG

Ab 13 Uhr meditiere ich wieder. Zunächst bis 15:30 Uhr. In dieser Zeit sitze ich auf meinem Kissen in der Meditationshalle und veresuche die Anweisung richtig umzusetzten. Es ist schwieriger als du es dir vermutlich vorstellst. Wie genau diese Technik aussieht erfährst du in einem weiteren Artikel.

Ab 15:30 Uhr werden die Anweisungen wiederholt und ergänzt. Du hast grundsätzlich immer genug Zeit alle Anweisungen zu hören, zu verstehen und umzustetzten.

TEATIME

Nach 4 Stunden Meditation gibt es wieder eine Pause inkl. Essen. Moment, da war noch was…achso – Abends gibt es keine Mahlzeit. Was? Ja! Am ersten Tag habe ich gedacht “Nein, bitte nicht, ich habe hunger!” Also habe ich mir Alternativen gesucht. Zunächst einmal viel trinken. Ich habe zu jeder Mahlzeit versucht vier Gläser Tee zu trinken. Damit nimmst du Flüssigkeit zu dir und füllst deinen Magen. Mehr zum Thema “Richtiges Trinken” erfährst du hier… Eine Kleinigkeit gab es für die neuen Studenten allerdings schon noch: drei Stückchen Obst. Am ersten Tag habe  ich wirklich gehungert. Ab den zweiten Tag habe ich morgens und Mittags einfach noch mehr gegessen und damit das fehlende Abendessen ausgeglichen.

ABENDMEDITATION

Draußen wird es langsam dunkel und die Abendmeditation beginnt. Um 18 Uhr treffen sich wie gewohnt alle in der Meditationshalle. Für eine Stunde wird meditiert.

TAGESABSCHLUSS AUF VIDEO

Jeden Tag gibt es um 19 Uhr einen Abschluss auf Video. Für eine Stunde wird die Technik des meditierens erläutert, die Hintergründe und die Entstehung dieser Technik. Auf was zu achten ist und wie du die Meditaiton in dein tägliches Leben einbauen kannst. Alle Viedeos findest du kostenlos online bei YouTube. Die Links Liste ich dir direkt auf und ein Video (Tag 1) kannst du dir direkt ansehen um einen Eindruck zu bekommen. Wichtig: Die Viedeos sind alle auf englisch.

10 Day Vipassana Course – English

GEMEINSAMES EINSTIMMEN AUF DIE NACHT

Nach einem anstrengenden und intensives Tag geht es nach dem Abschluss mittels Video noch ein letztes mal in die Meditationshalle um bis 21 Uhr zu meditieren. Ein letztes mal zur Ruhe kommen, den Tag für sich Revue passieren lassen und sich auf die Nachtruhe einstellen. Spätestens um 21:30 Uhr müssen die Lichter in den Zimmer aus sein. Gute Nacht

Hier kannst du dir gern nochmal den genauen Zeitplan ansehen:

Vipassana Timeplan – English


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