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Oudtshoorn

DIE GANZE WELT IN EINEM LAND

Etwa 1 ½  2 Stunden von Knysna entfernt liegt Oudtshoorn, wohl die bedeutendste Stadt in der Region „Klein Karoo“. Es gibt ein Sprichwort über Südafrika:

„Die ganze Welt in einen Land“

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Strauß in Outdshoorn (c) Nathalie Richter

Und es stimmt! Wer hätte gedacht, dass vom grünen Knysna mit der Lagune nach nicht mal 2 Stunden eine „Halbwüsten Landschaft“ vor einen liegt, meistens immer 10 Grad wärmer? Es war wohl eines der größten Highlights meines Südafrikas Aufenthalts und ich würde jederzeit wieder dorthin zurückkehren, um noch mehr zu entdecken!

Oudtshoorn ist bekannt für die Straußenindustrie und ich konnte kaum meinen Augen trauen, als ich zum ersten Mal endlich einen Strauß sah. Wusstest du, dass die männlichen Exemplare schwarze Federn haben und Weibchen graue?  Ein weiteres Geheimnis: Zu sehen, wie ein Strauß sein „Geschäft“ erledigt…ist etwas, worauf du gut verzichten kannst!

ABENTEUER STRAUß

Du solltest unbedingt der „Highgate Ostrich Farm“ einen Besuch abzustatten. Es gibt eine ganz tolle Tour, man lernt alles über die großen „Vögel“, es gibt einen ganz tollen Shop und sehr leckeres Essen und preiswert noch dazu! Außerdem ist es die erste Straußenfarm der Welt! Übrigens hast du auch die Chance, auf Straußeneiern zu stehen (die sind der Wahnsinn) und auf einen Strauß zu sitzen oder auch zu reiten (da hört der Spaß für mich auf). Jedoch hatte mich mein Guide  auf dem „Kicker.“ Sie war vollkommen davon überzeugt, dass ich dieses Erlebnis nicht verpassen sollte und beförderte mich mit den Worten „Come on, you can´t do this in Germany“ auf den Strauß.

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Nathalie auf einem Strauß (c) N.R.

Und nachdem der Mann von mir vom Strauß gefallen war, war ich nicht besonders scharf auf dieses Erlebnis. Mit panischen Blick schaute ich meinen Freundin und ihre Mutter an und gab panische Laute von mir u.a. eine unendliche Wiederholung von „I am scared!“…und whup, ritt ich auch schon auf dem Strauß durch das Gehege, ohne zu wissen, was da gerade mit mir geschah. Und ich überlebte! Nach ein paar Sekunden, nachdem mein Strauß mitten in die Herde ritt und ich immer wieder „Stop, stop!“ rief, fingen mich die verrückten Helfer, die stets hinter mir waren,  wieder auf. An diesen Tag fand ich das überhaupt nicht lustig, jedoch muss ich nun zugeben, dass es wohl ein Erlebnis sein wird, was ich niemals in meinen Leben vergessen werde! Trotzdem kann ich dir auch bestätigen, dass einmal auf einen Strauß zu sitzen oder ihn einfach nur zu bewundern, vollkommen ausreichend ist. Jedoch wurde das Erlebnis mit viel Lachen und dem Spruch des Tages „Gute Werbung für unsere Agentur“ kommentiert.

Wusstest du außerdem, dass Straußenfedern unschlagbare Staubwischer sind? Während der Tour wird man auch in eine kleine Fabrik geführt, wo du Arbeiter bei der Herstellung beobachten kannst. Du kannst sie in allen verschiedenen Größen, sogar im Miniformat für den Schlüsselanhänger, in sehr vielen Geschäften erwerben. Die Straußenindustrie hat auch eine ganz eigene Geschichte. Wer sich genauer dafür interessiert, kann sich im Internet schlau darüber machen – es gibt sehr viele Informationen darüber! Ein Strauß ist in Europa beinahe eine Millionen Euro wert!

Und by the way: Straußenfleisch ist auch das gesündeste Fleisch, was du essen kannst, denn seine Cholesterinwerte sind sehr niedrig! Außerdem passen in ein Straußenei 23-24 Hühnereier. Diese sind übrigens auch essbar. Für mich persönlich bleibt es jedoch beim guten alten Hühnerei.

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(c) Nathalie Richter

Es gibt auch um Oudtshoorn ein paar Dinge, die du besichtigen kannst. Obwohl auch schon die Landschaft für mich persönlich einen Besuch wert sind. Um nach Outshoorn zu gelangen, kannst du auch einen Stop beim Outeniqua Berg machen.

VON TROPFSTEINHÖHLEN UND NEUEN ERKENNTNISSEN

Ca. 30 Kilometer hinter Oudtshoorn liegen die Cango Caves, eine der schönsten Höhlensysteme der Welt. Es gibt verschiedene Touren, u.a. auch eine Abenteuertour, für die Mutigen unter euch, wenn ihr beweglich seid und euch durch enge Öffnungen in den Tropfsteinhöhlen kämpfen wollt. Ein weiteres Highlight ist auch „Cango Wildlife Ranch“, eine Art Reha für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind.  Geier gehören übrigens inzwischen auch dazu. Du wirst viele interessante, jedoch auch traurige Fakten erzählt bekommen. Ein Spaßfaktor: Wenn du möchtest, kannst du Bilder mit einen von den Tieren haben – ein ganz besonderes Erlebnis! Die Guides sind alle super nett und man bemerkt die Leidenschaft und Liebe, die sie für die Tiere empfinden.

Ich weiß, es hört sich alles sehr tourimäßig an – jedoch ist nicht alles davon schlecht und es wird einen die Gelegenheiten geboten, sich auch zukünftig für die Tiere einzusetzen, sei es mit Spenden oder gar einer Adoption.

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(c) Nathalie Richter

Dann gibt es noch was ganz Besonderes, was ich dir gerne präsentieren möchte: die Route 62 – noch fast unbekannt und nicht zu verwechseln mit der Route 66 in den USA! Ein absolutes Highlight und ein Muss, wenn du in Südafrika bist! Es ist eine Traumstraße und man wird mit wunderschönen Aussichten belohnt. Es ist eine tolle Alternative zur doch vielbefahrenen N2, vor allem in der Hochsaison! Sie ist die längste Weinstraße der Welt. Wenn du ein noch kein Weinkenner bist, kommst du auf den Geschmack!

Ich bin damals von Kapstadt über die Route 62 bis nach Knysna, wieder zurück in die Garden Route gefahren, jedoch geht es noch weiter bis nach Port Elizabeth. Ein Zwischenstopp ist z.B. das bezaubernde Dorf Montagu, mit gerade mal 9.000 Einwohnern.

Oudtshoorn ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Übrigens ist die Innenstadt ein Punkt, den du ruhig überspringen kannst. Meine Freundin und ich haben die Stadt erkundet und sind nach 15 Minuten wieder zum Auto zurück und haben uns mit einen Glas Wein in 30 Grad im Schatten zufrieden gegeben, bevor wir den Rücktritt angetreten haben.

Übrigens war es einer der ersten Gegenden, die ich während meiner Zeit in Südafrika erkundet habe. Und von da an wusste ich: Es wird noch besser! Aber davon beim nächsten Mal mehr.


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Mein Jahresrückblick 2015 – Teil II

Travelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil ITravelastic - Beitragsbild - Reisen - Jahresrückblick 2015 Teil II

EIN ZWISCHENSTOPP IN ABU DHABI

Aufgrund eines Sterbefalls in der Familie bin ich so schnell wie möglich zurück nach Deutschland geflogen und musste auch bei diesem Flug um die halbe Welt einen Zwischenstopp einlegen. Diesmal in Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate. Da der Stopp 19 Stunden gedauert hat, hatte ich die Gelegenheit mir von Waleed die Stadt zeigen zu lassen. Spontan haben

Emirates - Abu Dhabi - Sunset
Wüste bei Abu Dhabi (c) Travelastic Photography

wir eine Jeep Tour durch die Wüste gemacht, waren auf Kamelen reiten, haben in einem Wüstencamp den typischen Bauchtanz gesehen und ein leckeres Buffet genossen. Ich habe mir ein Henna Tattoo machen lassen und bin mit dem Quad durch den Sand gefahren. Sand Boarding habe ich auch gemacht, was gar nicht so einfach war. Zum Abschluss wurde ich wieder zum Flughafen gefahren und bin weiter geflogen.

ZURÜCK NACH DEUTSCHLAND

Über Abu Dhabi und Amsterdam bin ich Mitte Mai in Hannover gelandet. Ich habe Freunde getroffen und die Zeit mit meiner Familie genossen. Anfang Juni bin ich wieder nach Australien geflogen.

DIE GRAT OCEAN ROAD

Über Amsterdam und Kuala Lumpur bin ich nach zwei Tage wieder in Melbourne gelandet. Nach ein paar Tagen zum Ankommen und Vorbereitung sind wir zu unserem Roadtrip über die Great Ocean Road nach Adelaide gestartet. An der Great Ocean Road habe ich meinen Tandem Skydive gemacht – ein großartiges

Australia - Victoria - Great Ocean Road - Twelve Apostel I (c) Travelastic_1183
Twelve Apostels an der Great Ocean Road (c) Travelastic Photography

Gefühl, ich will das auf jeden Fall wiederholen! Ein Wal ist neben uns her geschwommen und wunderschöne Küstenabschnitte haben uns begleitet. Beim Sidetrip in den Grampians National Park durften wir in die Ferne schweifen und das erste mal Emus aus nächster Nähe in freier Wildbahn sehen.

ADELAIDE – DIE JOBSUCHE BEGINNT

In Adelaide habe ich Bekannte aus Melbourne getroffen, die Stadt und Umgebung erkundet. Nachdem wir in Adelaide angekommen waren ging direkt die Jobsuche los, leider weniger erfolgreich, da einfach nicht die richtige Saison war. Da wir nach drei noch keine Vollzeit Jobs gefunden haben hatten wir uns entschlossen Richtung Darwin zu fahren.

EIN ROADTRIP DURCH DAS OUTBACK AUSTRALIENS

Nicht enden wollende Straßen, wilde Emus, Ziegen, Schafe, Rinder, Pferde, Kängurus, Adler, uvm. In der Wildnis unter einer traumhaft schönen und intensiven Milchstraße übernachten. Auf Berge klettern, in Schluchten blicken und in die Fern schweifen. Das alles war ein sehr aufregender Roadtrip der unerwartet abwechslungsreich war. Inkl. Überraschung wie einem platten Reifen, einen zu tauschenden Reifen und einer nicht startenden Batterie. Wir hatten zum Glück Menschen getroffen die mitten im nirgendwo auf einmal vor Ort waren und uns geholfen haben.

Red Center

Das rote Zentrum in der Mitte von Australien. Mitten im Outback, in der Wüste. Endlich bin ich da. Der

Australia - NT - Uluru bzw. Ayers Rock XII (c) Travelastic Photography_2191
Uluru im Sonnenuntergang (c) Travelastic Photography

Uluru vor meiner Nase und das bei Sonnenuntergang – ein unvergesslicher Anblick! Aber auch alle drum herum und Kata Tjuta sind beeindruckend.

Tjorita

Über die West MacDonnell Ranges fahren wir weiter nach Alice Springs. Wir wandern zwischen Schluchten hindurch, gehen in Wasserlöchern schwimmen, besteigen Berggipfel, erleben eine Nachtwanderung zu einem Traumort und machen flambierte Pfannkuchen am Lagerfeuer während wir mit selbstgebauten Instrumenten Musik machen.

Mein Leben in der Wüste

Von Ende Juli bis Anfang Dezember lebe, wohne und arbeite ich in Alice Springs. Ich habe in dieser Zeit viele Festivals miterlebt, Konzerte, tolle Menschen kennen lernen dürfen, House- und Pet-Sitting gemacht und mein verdientes Geld für meine weiteren Reisepläne gespart. Halloween, Nikolaus und Weihnachtsfeiern habe ich in Alice Springs gefeiert und viel über Australische Gebräuche gelernt.

AUS DER WÜSTE IN DIE TROPEN

Anfang Dezember bin ich in Alice Springs gestartet um kurz vor Weihnachten in Berry Springs anzukommen. Aus der Wüste in die Tropen, an die Nordküste Australiens. Wunderschöne natürliche Thermalquellen zum schwimmen und tauschen, nicht enden wollende Wasserfälle mitten im Dschungel und riesige Termitenbauten haben mich auf der gesamten Strecke begleitet.

HOUSE- UND PET-SITTING IM REGENWALD

Von Mack und Sage, den zwei Hunden wurdeich bereits am Gartentor begrüßt. Bis zu meiner Abreise im Januar 2016 habe ich auf die zwei aufgepasst. Weihnachten habe ich bei Regen, aber warmen Temperaturen mitten im Regenwald verbracht. Meinen Geburtstag habe ich in Palmerston gefeiert und zu Silvester bin ich an die Waterfront in Darwin gefahren. Bei richtig guten Live Konzerten habe ich mein leckeres Essen vom Inder auf meiner Picknick Decke am Meer genossen. An diesem Abend gab es nicht nur ein, sondern gleich zweimal ein Feuerwerk. Beide waren fantastisch anzusehen und zu passender Musik vom Didgeridoo begleitet. Einen so entspannten, trockenen und schönen Start in das neue Jahr hatte ich noch nie.

DANKE!

Danke für Deinen Unterstützung und Intersse an den Inhalten auf Travelastic!
Danke für Deine Kommentare, E-Mails und Nachrichten!
Danke für ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2015!

Ich will einfach mal Danke sagen! Ohne Dich wäre Travelastic nicht möglich. Du bist der Grund warum ich Travelastic aufbauen kann. Für Dich schreibe ich die Artikel, veröffentliche Bilder von Travelastic Photography und manage den Blog. Das alles nimmt viel Zeit von mir in Anspruch. Ich mache das für Dich.

Dir kann ich schon jetzt versprechen das es spannend weitergeht in 2016. Zu viel will ich noch nicht verraten…

WIE WAR DEIN JAHR?

Du siehst, ich hatte ein spannendes, abenteuerliches, inspirierendes Jahr 2015. Wie war Dein Jahr? Welche Higlights hast Du erlebt? Ich freue mich immer über neue Ideen für meine nächsten Reisen – also her damit – hinterlasse Deine Highlights in den Kommentaren.

Deine Francesca


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Mein Leben in Alice Springs

House- und Pet-Sitting, zwei Jobs und mein Reiseblog: Reisen – Leben – Arbeiten in Alice Springs.

Wie sieht momentan eigentliche mein Leben aus? Warum bin ich in Alice Springs und was mache ich hier genau? Ich zeige dir jetzt meine typische Woche in Alice Springs – mit allem was dazu gehört und wie es dazu kam!

MEIN WEG DURCH DAS OUTBACK

Nachdem mein Budget immer geringer wurde. habe ich beschlossen mir einen Job in Australien zu suchen. Mit meinem Verdienst werde ich meine weitere Reise bezahlen.

Da ich in Adelaide nach drei Wochen noch keinen Vollzeit Job gefunden habe, beschloss ich über die Flinders Range und den Stuart Highway nach Darwin zu fahren. Auf dem Weg habe ich in jeder größeren und kleineren Ortschaft gehalten und nach möglich Jobs gefragt. Hängen geblieben bin ich dann in Alice Springs. Nach zwei Tagen Jobsuche hatte ich vier Jobangebote. Die einen besser, die anderen schlechter.

Da ich zeitgleich eine Anfrage in Alice Springs zum House- und PetSitting hatte ist meine Entscheidung schnell gefallen: Ich bleibe die nächsten Monate in Alice Springs.

MEIN LEBEN MITTEN IN DER WÜSTE

Alice Springs liegt ziemlich genau in der Mitte von Australien, also mitten in der Wüste, im Outback. Etwas komplett neues für mich!

Die ersten drei Wochen habe ich House- und Pet-Sitting gemacht. Als Gegenleistung durfte ich die gesamte zeit über kostenfrei im Haus wohnen. Das bedeutet die Hauseigentümer waren drei Wochen im Urlaub und ich habe dafür gesorgt, dass Haus und Garten gepflegt werden und es den vier Hunden: Maxi, Jacky, Raudi und dem Welpen Susi an nichts fehlt. Ich habe mich dafür in meinem Gästezimmer eingerichtet und durfte Haus und Garten nutzen. Nach den drei Wochen haben wir vereinbart, dass ich gegen Mietzahlung weiterhin im Haus wohnen darf. Aktuell wohne ich wieder kostenfrei und mache dafür nochmals House- und Pet-Sitting. Das Haus ist nur eine Gehminute von der School of the Air entfernt und in 15 Minuten bin ich mit meinem Fahrrad in der Todd Mall, in der Innenstadt von Alice Springs.

Mein Geld verdiene ich 6 Tage je Woche als Kitchen Hand und Waitress. Tagsüber im Piccolo’s, einem Bistro welches Frühstück und Mittagessen anbietet. Abends arbeite ich im Overlanders Stakehouse, hier gibt es typisch Australische Gerichte mit Känguru, Emu, Kamel, Rind, Hühnchen, Barramundi Fisch oder Büffel. Insgesamt arbeite ich ca. 50 Stunden pro Woche. In dieser Zeit verdiene ich soviel, dass ich meine Miete, Lebensmittel und alles weitere im täglichen Leben finanzieren und zusätzlich genug Geld ansparen kann.

In meiner “freien” Zeit arbeite ich an Travelastic, meinem Reiseblog im deutschsprachigen Raum. Viel Zeit habe ich dafür momentan leider nicht – nur ca. 10 Stunden pro Woche. Das ist natürlich nicht genug um große Sprünge zu machen.

MEIN TYPISCHER ARBEITSTAG MIT DREI JOBS

Morgens stehe ich um 6:45 Uhr auf. Die Sonne scheint am blauen Himmel und die Temperatur beginnt zu steigen. Eine leichte Brise weht, so das es noch angenehm frisch ist. Nachdem ich mich im Bad frisch gemacht habe und mein Arbeitsoutfit angezogen habe geht’s zu den Hunden. Die vier sind draußen auf der Terrasse und freuen sich mich zu sehen – wohl wissend das es frisches Wasser und Futter inkl. ein paar Streicheleinheiten gibt.

PhotoGrid_1435705264261An der Bar in der Küche frühstücke ich meinen Joghurt mit frischem Obst und Müsli. Dazu trinke ich einen Earl Grey mit Milch und checke meine Nachrichten und Social Media Kanäle. Um 7:30 Uhr schnappe ich meinen Rucksack und mein Fahrrad und radel zum Piccolo’s in der Todd Mall.

Um 8 Uhr beginne ich in meinem ersten Job. In der Küche schneide ich kiloweise Äpfel, Orangen, Melonen, Ananas, Pilze, Sellerie, Calamari und vieles mehr. Nachdem ich damit fertig bin geht’s mit der Auslieferung von Kaffee und Frühstück an Kunden in Ihren Büros in der Innenstadt weiter. Dabei lerne ich immer wieder neue Ecken von Alice Springs kennen. Dann beginnt das Hauptgeschäft im Restaurant. Frühstück und leckeren Kaffee gibt es den ganzen Tag. Zwischendurch ist es etwas ruhiger, da kann dann alles aufgefüllt und aufgeräumt werden bevor es mit dem Mittagsgeschäft weitergeht. Je nach Tag habe ich zwischen 14 Uhr und 15:30 Uhr Feierabend.

Mit dem Fahrrad fahre ich dann entweder noch im Coles oder Woolworth vorbei um frisches Obst und Gemüse, Brot oder Milch einzukaufen oder ich fahre direkt “nachhause”. Wenn ich zuhause bin, werden zunächst die Hunde begrüßt. Erstmal erledige ich Hausarbeiten, also Geschirr aufwaschen und wegräumen, Wäsche waschen, aufräumen und so weiter.

Dann beginnt mein zweiter Job als Bloggerin. Ich setze mich an meinen Lenovo Yoga 2 Pro Laptop und arbeite an Travelastic. Das heißt Nachrichten beantworten, Artikel schreiben, Social Media Kanäle managen, neue Gastbeiträge planen, News mit Kooperationspartnern austauschen, den neuen monatlichen Newsletter für dich schreiben und vieles anderes.

PhotoGrid_1426657177719Wenn es etwas abgekühlt ist gehe ich mit den Hunden Gassi. Zurück zuhause ziehe ich mein zweites Arbeitsoutfit an und fahre mit meinem Holden Frontera zum Overlanders Steakehouse.

Um 18 Uhr beginne ich in meinem dritten Job als Waitress zu arbeiten. Die ersten Gäste mit Reservierung treffen ein, ich geleite diese zum Tisch, stelle das berühmte Drovers Blowout Menü mit vier Gängen vor und nehme die Getränkebestellung auf. Nach ein paar Minuten nehme ich die Essensbestellung auf und warte auf die nächsten Gäste. Zwischen 20 Uhr und 22 Uhr habe ich Feierabend. Mit meinem Mitarbeiteressen fahre ich nachhause.

Jetzt ziehe ich mir bequeme Kleidung an. Schau noch einen Film und/oder lese ein Buch und gehe gegen 23 Uhr schlafen.

REISEN AM DAY OFF

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Ein Tag pro Woche habe ich Frei. Nachdem ich ausgiebig und lecker gefrühstückt habe, erkunde ich an diesem Tag mit meinem Auto oder Fahrrad die Umgebung rund um Alice Springs. Die West und East MacDonell Ranges sind nur wenige Minuten entfernt. Ob zum Simpsons Gap, Palm Valley, Emily und Jessie Gap oder vielen anderen tollen Ausflugszielen – immer wieder gibt es neues zu entdecken. Die Landschaften sind abwechslungsreich, die Tier- und Pflanzenwelt beeindruckend und die Berge und Schluchten Highlights. Abends zurück in Alice Springs geht es ins Kino, mit Bekannten essen oder ich mache es mir zuhause gemütlich und relaxe.

Nun hast du einen kleinen Eindruck von meinem Leben in Alice Springs, im Outback, mitten in Australien, in der Wüste. Ich bin auf Weltreise. Das heißt jedoch nicht, dass ich nur am Strand rumliege und entspanne. Im Gegenteil, es ist alles mit sehr viel Arbeit verbunden. Dennoch würde ich momentan nicht mein Leben tauschen wollen!


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