Was ist beim Wandern zu beachten?

NUR WO DU ZU FUß WARST, BIST DU AUCH WIRKLICH GEWESEN.Wer viel reist und viel sehen möchte, wird um das Wandern nicht drum herum kommen. „Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du wirklich gewesen”, so lautet ein Zitat, welches ich einst auf der Facebook-Seite von Travelastic gelesen habe und auch wieder zu dem Thema dieses Artikels sehr passend finde.

Die Definition laut Wikipedia für Wandern lautet: „Wandern ist eine Form weiten Gehens von mehreren Stunden. Früher eine häufige Art des Reisens, stellt es heute eine Freizeitbeschäftigung dar. Wandern ist vor allem in den Alpen eine beliebte, mit Naturerleben verbundene, Sportart und ein zentraler Wirtschaftsfaktor des Sommertourismus. In Europa sind landschaftlich reizvolle Regionen durch Wanderwege gut erschlossen.“

Bei einer Wanderung werden also längere Strecken per Pedes, also zu Fuß, zurück gelegt. Es gibt viele unterschiedliche Arten zu wandern, zum Beispiel Bergwandern, Weitwandern (auch Fernwandern und Trekking genannt), Sportwandern, Winterwandern, Nachtwandern, Barfußwandern, Speed Hiking (schnelles Wandern mit Stöcken in anspruchsvollem Gelände) und viele Arten mehr.

Eine Wanderung macht Spaß und wer einmal richtig gewandert ist, wird auch später immer wieder von diesem Erlebnis erzählen.

Doch kann das Wandern auch ganz schön auf die Knochen gehen, besonders die Füße machen sich irgendwann bemerkbar und auch der Rücken verspannt oft unter dem Gewicht, welches man in seinem Wanderrucksack mit sich trägt.

Um keine negative Überraschung zu erleben oder schlimmsten Falls mit heftig schmerzenden Füßen im Gelände „liegen“ zu bleiben, ist es wichtig, dass die Wanderung sehr gut geplant wurde. Folgende Fragen sollten bereits einige Zeit vorher durchdacht werden:

  • Was packe ich ein?
  • Welcher Rucksack ist für mich und die bevorstehende Wanderung perfekt geeignet?
  • Welche Schuhe sind für die Tour geeignet?
  • Wie steht es um die Verpflegung?
  • Bin ich fit genug für die Wanderung – sowohl körperlich als auch mental?

Zu allererst sollte man sich über die Strecke klar werden und besonders bei längeren Wanderungen  (die länger als einen Tag dauern), sich Gedanken machen, wo man übernachten kann und wo es Möglichkeiten gibt, seine Vorräte wieder aufzufüllen. Eine Wanderung ohne ausreichend Wasser und Nährstoffe, die den Körper optimal versorgen, kann schnell zur Qual werden und die Laune erheblich nach unten ziehen.

Schon bei der Planung ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen: Die Strecke sollte in der vorgenommenen Zeit locker zu schaffen sein. Die Motivation bleibt auf der Selbigen, wenn man sich zum Beispiel vornimmt, 100 Kilometer an einem Tag zu schaffen und dann enttäuscht ist, wenn man dieses Ziel nicht erreicht hat. Also lieber Hand aufs Herz und realistische Ziele stecken. Alles was darüber hinaus gewandert wird, ist Bonus und trägt zur Steigerung der Motivation bei. Ein Wanderführer kann dabei helfen, die Ziele realistisch zu stecken. Dieser sollte ohnehin nicht im Handgepäck fehlen. In ihm gibt es nützliche Tipps nachzulesen, die helfen können, sich auf der Strecke besser zurecht zu finden und die Wanderung zu einem unvergesslichen tollen Erlebnis werden zu lassen. Zudem sind in diesen Reiseführern oft auch Insider-Tipps enthalten, die dem Wanderer vielleicht ohne ihn entgangen wären.

Travelastic - Blog Empfehlung - Peresonal Fitness Kassel

Stehen also die Strecke und die Dauer der Wanderung fest, geht es weiter mit der Planung, nämlich mit der Ausrüstung: Was muss mit an Gepäck? Besonders wenn die Wanderung länger als einen Tag andauert und Schlafsack und Zelt mitgenommen werden müssen, empfehle ich eine Beratung in einem kompetenten Fachgeschäft. Dort können die Rucksäcke auch anprobiert werden. Der Rucksack wird über Stunden hinweg das Gepäck auf den Schultern des Wanderers tragen, oftmals sind 35 Kilo Gepäck völlig normal. Darum ist es wichtig, dass der Rucksack nicht drückt und wirklich 100%ig bequem auf dem Rücken sitzt. Breite gepolsterte Träger sind wichtig, ebenso ein Beckengurt und ein Brustgurt zum fixieren des Rucksacks am Oberkörper. Dadurch rutscht das Gepäck selbst bei unebenem Gelände nicht hin und her. Ebenso empfiehlt es sich, einen Wanderstock mit zu nehmen. Auch wenn man ihn vielleicht nicht die ganze Zeit benötigt, es werden Phasen kommen, in denen der Wanderer glücklich sein wird, ihn zu haben. Er kann in anstrengenden Situationen zusätzlichen Halt geben.

Neben dem Rucksack ist das richtige Schuhwerk bei einer Wanderung unumgänglich. Müssen neue Schuhe her empfiehlt es sich, diese schon einige Zeit vor der Wanderung zu kaufen und zuhause über kürzere Strecken einzulaufen, damit man sich während der Wanderung keine Blasen läuft. Auch hier rate ich zu einer kompetenten Beratung im Fachgeschäft. Dort können die Schuhe anprobiert werden, und auch sie müssen zu 100% passen. Die Schuhe sollten möglichst leicht sein, eine dicke Sohle und ein gutes Profil haben und wasserfest sein. Mittlerweile gibt es Schuhe mit ausgeklügelten Schnürsystemen, langes Binden und immer wieder aufgehende Schnürsenkel gehören der Vergangenheit an.


Anzeige: Personal Fitness Kassel und Travelastic empfehlen:


Wichtig ist, dass der Rucksack optimal auf dem Rücken sitzt und auch, dass die Qualität stimmt. Markenhersteller bieten Rucksäcke, die diesen Ansprüchen gerecht werden, und die auch von der Ergonomie her für Herren oder Damen entsprechend gut geeignet sind.

Ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, der in der Vorbereitung eine große Rolle spielen sollte, ist die Verpflegung. Oben hatte ich ja bereits erwähnt, dass schon bei der Streckenplanung bedacht werden sollte, wo man Pausen einlegen kann um sich kurz auszuruhen, zu stärken und seine Vorräte aufzufüllen. Ebenso wichtig ist aber auch die Überlegung, worin das Trinkwasser transportiert werden soll, welche Vorräte mit sollen, welcher Kocher sich am besten eignet und welches Geschirr mit soll: Ein Topf für die Zubereitung der Speisen, Löffel, Teller, Becher…

Jedoch die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn die Kondition nicht vorhanden ist und man sich Kilometer für Kilometer durch die Landschaft quält, weil der Körper den Strapazen der Wanderung nicht gewachsen ist. Eine gute körperliche Fitness ist für eine Wanderung unumgänglich. Im Idealfall beginnt man schon lange vor der Wanderung mit dem gezielten Training. Ich empfehle ein optimal angepasstes Kraftausdauertraining. Hierfür eignen sich Übungen wie Kniebeugen für die Beinmuskulatur, Planks (Unterarmstütz) für die Ganzkörperstabilisation und Übungen für die Kräftigung von Rücken- und Nackenmuskulatur.

Kleine Wanderungen vorab ein- bis zweimal pro Woche sind ebenfalls perfektes Training zur Vorbereitung einer großen Wanderung. Hierbei können dann auch gleich die Schuhe eingelaufen werden.

Sind Planung und Vorbereitung abgeschlossen, wird der große Tag bald kommen, an dem es los geht. Ich wünsche viel Spaß beim Wandern. Und wessen Füße anschließend nach Erholung schreien, kann gerne meine Artikel „Entspannungstipps nach langen City Ausflügen zu Fuß“ lesen.


Kommentar verfassen